Raketensommer

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Video-Link: https://youtu.be/BBA7su98v3Y

Es war arschkalt und nass heute in Berlin, morgen beginnen die Olympischen Winterspiele und der Frühling scheint Lichtjahre entfernt zu sein. Trotzdem ist seit gestern Sommer. Raketensommer. Elan Musk hat eine Rakete ins All geschickt und die Welt wieder zum Träumen gebracht.Ich bin mit den Gemini-Kapseln und dem Apollo-Programm groß geworden. Bei jedem Raketenstart saß ich vor dem Fernseher, drückte den Astronauten die Daumen und bekam Tränen in die Augen, wenn die Rakete abhob. Denn jeder Raketenstart war ein Versprechen und ein Bekenntnis zum Glauben an eine großartige Zukunft, die wir im Weltall finden können.

Damals waren die Zeitschriften voll mit Träumen von einer besseren Zukunft. „Wie werden wir im Jahr 2100 leben?“ – „Wie wird die Stadt der Zukunft aussehen?“ – „Wann werden unsere Autos fliegen lernen?“ Unsere Autos haben bisher nicht fliegen gelernt, und auch unsere Träume von einer großartigen Zukunft im Weltall wurden in den 70er Jahren brutal geerdet, als das Apollo-Programm eingestellt wurde. Das Weltall endete fortan am berüchtigten erdnahen Orbit, der Griff nach den Sternen endete bei der ISS. Gestern startete die „Heavy Falcon“, ich bekam wieder Tränen in die Augen und fing erneut an zu träumen.

Natürlich soll man nicht naiv sein: Elon Musk ist ein Geschäftsmann, der mit seinen Raketen Geld verdienen will. Sein Tesla, der zu David Bowies „Life on Mars“ durchs All fliegt, ist erst mal nur ein genialer Werbegag. Aber er ist auch mehr als das: Das Tor zum Weltall scheint seit gestern wieder offen zu stehen. Die Sterne sind uns ein Stück näher gerückt. Musk – egal was man von ihm denkt – zwingt uns, endlich wieder über den erdnahen Orbit hinauszudenken. Seit gestern ist der Mars nicht mehr das Fernziel, sondern der Anfang, die erste Etappe. Seit gestern ist endlich wieder Raketensommer.

Hier geht’s live ins All. Zu Starman.

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Video-Link: https://youtu.be/y3niFzo5VLI

 

 

 

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