[Männeressen] Besser als Merkel – unsere Kartoffelsuppe

Foto: pixabay.com, Public Domain

Der September ist da, der Wahlkampf tobt und wir kochen Kartoffelsuppe. Weil die Kanzlerin Kartoffelsuppe kocht. Angeblich schwärmen alle ihre Gäste, von Berlusconi bis Obama, von der einmaligen Kartoffelsuppe der Kanzerin.Das glauben wir gut und gerne, denn wir Männerköche wissen eins: Eine Kartoffelsuppe schmeckt umso besser, je einfacher sie gekocht wurde. Und deshalb präsentieren wir euch heute die einfachste, leckerste Kartoffelsuppe überhaupt. Wir waren noch nie bei der Kanzlerin eingeladen, deshalb wissen wir nicht, ob sie ihre Suppe genauso gut hinkriegt wie wir unsere. Aber wir hoffen es mal. Für den Cavaliere, für Barack und natürlich für Dr. Sauer.Einkauf ist schnell erledigt. Pro Nase brauchen wir letztlich nur drei Dinge: Das Weiße einer Lauchstange, eine Handvoll aromatischer Kartöffelchen und etwas, das die Suppe fettig macht: Creme Fraiche, Schlagsahne und vielleicht noch irgendeine Einlage.. Mehr ist nicht, außer KüBi1 natürlich, da muss ja von Zeit zu Zeit der Vorrat aufgefüllt werden. Aber wem sag ich das?

In der Männerküche angekommen trinken wir unser KüBi erst mal schön sinnig an, und dann fangen wir auch schon an zu kochen. Den Lauch befreien wir vom Stielansatz und vom streben Außenblatt, dass zarte Weiße und Gelbe schneiden wir in Ringe und spülen die unter fließend Wasser gründlich ab. Die Kartoffeln werden geschält und in Würfel geschnitten2. Und das war‘s auch schon. Mit diesem minimalen Arsenal werden wir jetzt die Kanzlerin in ihre Schranken weisen. Topf auf‘n Herd, halbe Hitze und ein schönes Stück Butter zergehen lassen. Wenn man ein gescheiter Koch werden will, dann muss man Spaß am Butter schmelzen haben, sag ich immer. Wenn die Butter so‘n bisschen bräunlich wird und anfängt, nussig zu riechen… hachja. Dann werft ihr Kartoffeln und Lauch dazu, lasst ein bisschen angehen und löscht ab. Womit? Was ihr da habt: Die Kanzlerin schlagt ihr schon mit schnödem Leitungswasser, sowieso. Ich hab immer vorgekochte Hühnerbrühe im TK-Vorrat, die nehm ich gern. Optimal ist eine auf Kassler-Knochen angeschobene Bouillon, die bringt so ein leichtes Räucher-Aroma ins Spiel, das den meisten Kartoffelsuppen ganz ausgezeichnet bekommt. Streifen Salz, Drehung Pfeffer, passt. Kochen lassen.

So, wie lang kocht die Suppe schon, zehn oder 15 Minuten? Wenn Lauch und Kartoffeln schön weich sind, zieht ihr einmal kurz(!) den Pürierstab durch, damit wir Suppe und nicht Bröckchen im Teller haben. Ihr entscheidet, wie stückig eure Suppe wird. Wenn ihr so ‘ne richtig samtig durchpürierte Luxussuppe wollt und einen Aktivitätsanfall im linken Knie habt, müsst ihr sie vielleicht sogar durch‘n Sieb streichen. Braucht ihr aber nicht. Macht die Merkel auch nicht, hat sie gar keine Zeit für. Jetzt ist es nämlich Zeit, die Suppe mit ‚n bisschen Fettigkeit zu vollenden. Klassisch ist ein Löffel Creme Fraiche und ‘ne Handvoll Schnittlauch (ersatzweise Frühlingszwiebelgrün) pro Teller. Nicht weniger klassisch sind schön in der Pfanne geräunte Speck- und Zwiebelstückchen. Oder ’ne Wiener? Am Stück oder gescheibelt in der Pfanne gebraten, super. Gewürfeltes Kassler ist immer eine Option. Und wer vor Fisch nicht zurückschreckt, der nimmt Lachs. Oder Zander! Und gegen Tafelspitz in der Kartoffelsuppe ist nichts, aber auch gar nichts zu sagen.

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Das Entscheidende ist letztendlich der Lauch. Auch wenn’s „Kartoffelsuppe“ heißt, der Lauch besorgt den Dreh ins Elegante. Macht einen schönen Riesling dazu auf, dann seid ihr im Himmel. Mahlzeit!

  1. Küchenbier
  2. Je kleiner die Würfel sind, desto schneller ist die Kartoffelsuppe fertig
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One Response to [Männeressen] Besser als Merkel – unsere Kartoffelsuppe

  1. Robert says:

    Schön würzig wird’s, wenn Ihr ein paar getrocknete Waldpilze ein paar Minuten in kochend heißem Wasser ziehen lasst und anschließend mit dem Aufguss in die Kartoffelsuppe einrührt und mitkocht

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