Un café double – Kaffeesatzleserei zur Tour de France 2018

Abb. by Membeth (Own work) [CC0], via Wikimedia Commons

Kaum ist die Tour de France vorbei, spekuliert die Fangemeinde schon über die Tour im kommenden Jahr. Ein Heidenspaß, bei dem wir gerne mitmachen. Aus einschlägigen Kreisen wurden uns nämlich exklusive Dokumente zugespielt.

Einiges ist ja schon “offiziell” durchgesickert, bevor im Oktober die feierliche Präsentation im Kongresszentrum in Paris stattfindet: Der Grand Départ ist im kommenden Jahr wieder in Frankreich – genauer auf der Île de Noirmoutier in der Vendée. Die Tour startet hier – an der zeitweise überfluteten Passage du Gois – immer mal wieder. Zuletzt im Jahr 2011 als Philippe Gilbert Mont des Alouettes das Gelbe Trikot übernahm.

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Unvergessen ist auch das Einzelzeitfahren von Fromentine auf die Insel im Jahr 2005, als Armstrong Jan Ullrich einholte. Ein Moment, der sich als “The Catch” ins Radsportgedächtnis eingebrannt hat. Auch den Massensturz auf der Passage du Gois im Jahr 1999 haben wir noch gut in Erinnerung bei dem Alex Zülle seine Hoffnungen auf einen Toursieg zu Gunsten eines gewissen Lance Armstrong begraben konnte.

Aber zurück zur Tour 2018. Von der Noirmoutier-en-l’Île geht es über die berüchtigte Passage immer am Atlantik entlang zum ersten bestätigten Etappenort Fontenay-le-Comte, dem Hauptort der unteren Vendée. Auch die nächste Etappe bleibt in der Region. Von Mouilleron geht es nach La-Roche-sur-Yon.

Das vermaledeite Mannschaftszeitfahren ist zurück. Einige hatten schon auf drei Einzelzeitfahren spekuliert – was einem Genickbruch für Bardet gleichgekommen wäre. Aber nein, die dritte Etappe rund um Cholet wir als Contre-la-montre par équipes ausgetragen. Ein höchst riskantes Unterfangen, da die Teams diesen Wettbewerb nicht gewohnt sind.

La Baule ist als Startort für die 4. Etappe auch schon bestätigt, aber ab dort bewegen wir uns in der Spekulation. Vermutlich ist das nächste Ziel die Pointe du Raz, die uns zu einer Etappenserie in die Bretagne führt. Die nächsten Stationen sind dann: Lorient zum Cap Sizun. Von Brest geht es nach Guerlédan.

Über Yffiniac verlassen wir die Bretagne nach Alencon an der Briante in der Normandie.Es folgt eine weiter Überführungsetappe von Chartres nach Nevers im Loire-Tal. Dann kommt die erste richtige Bergankunft auf der Etappe von Yzeure zum Col du Béal im Zentralmassiv.

Der erste Ruhetag sollte dann in Lyon sein. Dann geht es in die Alpen mit dem Col de du Grand Colombier (zuletzt 2012) wartet dann der erste Hammerberg der Ehrenkategorie, bis es zur Abfahrt nach Bellegarde-sur-Valserine geht.

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In Annecy könnte dann ein Bergzeitfahren auf dem Programm stehen. Mit der Folgeetappe von Albertville nach Alped’Huez (Freufäustchen!) könnte das eine Variante sein, mit der sie Lokalmatador Bardet pushen vollen. Ob das gelingt? Ich habe arge Zweifel. Denn der weitere Verlauf über Grave Bourg-d’Oisans, Valence und rauf auf den Ventoux (Nationalfeiertag!) könnte erneut ein Schaulaufen für Froomey werden.

Es folgt die übliche Überführungsetappe am Mittelmeer. Von Carpentras geht es nach Agde am ètang de Thau. Der zweite Ruhetag ist dann in Carcassonne bevor drei Etappen in den Pyrenäen ins Haus stehen. Es geht rauf nach Superbagnères, Loudenvielle und von Pau nach Bagnères de Bigorre. Da bauen sie garantiert den Tourmalet ein.

Über Auch nähern wir uns dem Bordelais, wo am vorletzten Tag das abschließende Einzelzeitfahren stattfindet. Wenn Bardet nicht mindestens 4 Minuten vorne liegt, endet das wie in diesem Jahr. Das Schaulaufen auf die Champs-Élysées wird dann am 22. Juli in Clairière de Rethondes nördlich von Paris gestartet.

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