[EDC] Was mach ich mit ’nem Fidget Spinner?

Hand-Spinner (engl.: „fidget spinner“ – etwa: Zappel-Dreher) sind — bei allem spielerischen Hintergrund — nicht ausschließlich „Spielkram“, sondern ausgesprochen nützliche Beschäftigung der Hände. Das englische Verb „to fidget“ bedeutet soviel wie (herum)zappeln, herumfuchteln und „fidget tools“ (nicht „toys“ – Spielzeuge, sondern „tools“ – Werkzeuge!) sind Gegenstände, die Ihrem Wesen nach für Personen (jeden Alters!) gedacht sind, um zu beruhigen, Ängste oder Anspannungen zu lösen, sich zu fokussieren und die Aufmerksamkeit zu erhöhen. Wir alle machen das mehr oder weniger *ständig*, ohne es besonders zu beachten!

Wenn Sie meinen, Sie seien kein „Fidgeter“, also Zappler, dann beobachten Sie sich einmal selbst und ganz ehrlich beim Telefonieren, bei Besprechungen, bei Vorträgen, beim Fernsehen, beim Lesen, beim Warten — spielen Sie mit Kugelschreiber, Lineal, Büroklammern oder anderen Dingen auf Ihrem Schreibtisch? Malen Sie beiläufig Muster oder Strichmännchen? Reiben Sie Ihr Kinn, Ihre Haare, Ihr Ohrläppchen oder lassen Sie die Finger immer wieder über Gegenstände wie Fernbedienung, Tischkante, Kissenecken, Reißverschlüsse oder Kanten, Löcher oder Vorsprünge gleiten? Drücken, kneten, reiben, biegen oder ziehen Ihre Finger an etwas herum? Sie sind (wie praktisch jeder lebendige Mensch) ein Zappler!

Wie funktioniert das? Anders als Gegenstände, die Geschicklichkeit und Aufmerksamkeit benötigen (Jojo, Zauberwürfel, Jonglieren, Balancieren etc.) ist das beiläufige, weitgehend un(ter)bewusste Beschäftigen der Finger nicht notwendig Ablenkung, sondern kann vielmehr sogar die passive Konzentration (beim Zuhören, beim Zusehen, beim Lernen) steigern. Der Körper benutzt dies als Ventil und leitet Anspannungen ab, hilft uns aufmerksam zu bleiben. Personen können durch diese gezielte, aber beiläufige Beschäftigung der Finger, dieser vermeintlichen Unruhe der Hände, zu innerer Ausgeglichenheit führen und sogar Ängste und Trauriglkeit vermindern. Ein Hand-Spinner ist nun nichts anderes als ein Werkzeug, das explizit für diese Funktion entwickelt ist. Trotz der einfachen Funktion (man hält ihn mit 2 Fingern in der Mitte an den Knöpfen fest und dreht den kugelgelagerten Rest, am besten durch Anstupsen mit einem weiteren Finger der gleichen Hand, nicht mit der anderen Hand!) kommt es auf die Qualität an — einfache, schlecht verarbeitete Massen-Spinner mit klapprigen Billigkugellagern und schlechter Verarbeitung (ein Spinner aus Metall ist kein Garant für ein hochwerties Modell!) sind zwar bei Kindern gerade der „Hype“, lenken durch ihre unangenehme Haptik, fehlende Laufruhe, störende Drehgeräusche, schlechte Balance oder zu hohes Gewicht eher ab (teilweise sogar andere Personen in Ihrer Nähe), als dass sie entspannend und positiv wirken.

Wer noch überhaupt nichts von diesem Trend mitbekommen hat: das folgende youtube-Video zeigt die typsche Nutzung eines Fidget Spinners:

Die Beschäftigung mit Spinnern macht Spaß und ist absolut suchtbildend – vorausgesetzt, man hat einen richtigen, perfekt ausbalancierten Spinner. Von Billig-Teilen aus Plastik raten wir ab, an diesen Dingern hat man keine lange Freude. Der im nassrasur.com-Shop angebotene Spinner aus Carbon und Aluminium ist leicht, perfekt ausbalanciert und hat ein leises, sehr laufruhiges Hybrid-Keramik-Kugellager (für Kenner: Si3N4-Kugeln, im Test ruhiger und natürlich weit robuster als die vollkeramische ZrO2-Variante), so dass der Spinner nur bei aboluter Ruhe und hoher Geschwindigkeit überhaupt (relativ dicht am Ohr) wahrzunehmen ist. Die Benutzung ist sehr angenehm und entspannend, ganz wie beabsichtigt. Die Lieferung erfolgt mit einer kleinen Transporttasche. Die Enden sind dezent mit „Yes/No“ markiert, so dass man den Spinner auch als Entscheidungshilfe verwenden kann.

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One Response to [EDC] Was mach ich mit ’nem Fidget Spinner?

  1. Ernst says:

    Selbst kleine Kinder spielen schon damit :-))

    http://www.der-postillon.com/2017/06/fidget-timmy.html

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