Ruhla – Comeback einer Weltmarke

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Thuringia Vintage (eine der neuen Ruhla-Uhren) – Foto: TUW-Ruhla, alle Rechte vorbehalten

Seine Uhr gehört zum Mann wie sein Taschenmesser oder seine Autoschlüssel. Früher wurden Männer-Uhren traditionell vom Vater auf den Sohn weitergegeben und oft über Generationen vererbt. In einigen Familien ist das heute noch der Fall. Für viele Männer ist eine Uhr deutlich mehr als ein banaler Zeitanzeiger. Sie kann Erinnerungsstück sein. Schmuck. Werkzeug. Blickfang. Die meisten Männer gehen ohne „ihre“ Uhr nicht aus dem Haus.

Letzte Woche habe ich mich in Berlin mit einem Mann getroffen, der ein ganz besonderes Verhältnis zu Uhren pflegt. Alexander Lange betreibt in Erfurt seit ein paar Jahren ein renommiertes Uhrengeschäft, die Zeitlounge.

Nach zehn Jahren im Uhrengeschäft reichte es Lange nicht mehr aus, mit Uhren zu handeln, die eigene Uhr musste ans Handgelenk. Also beschloss er, selbst unter die Uhrenfabrikanten zu gehen und eine der traditionsreichsten Marken der Uhrengeschichte wiederzubeleben, die Marke Ruhla. Ruhla ist eine Stadt in Thüringen, die seit über 100 Jahren als Uhrenstadt bekannt ist. 1891 wurde hier die erste in Serie gefertigte Taschenuhr Deutschlands vorgestellt, und seitdem wurde hier bis zur Wende deutsche Uhrengeschichte geschrieben. Die Darling, Deutschlands erste Serienarmbanduhr wurde hier gebaut, das weltweit 120 Millionen mal verkaufte Uhrwerk „Kaliber 24“ wurde in Ruhla entwickelt und gebaut, und auch die Uhr, die Siegmund Jähn als erster Deutscher im Weltall trug, war eine Ruhla-Uhr.

An diese Tradition wollen Lange und sein Partner Gunther Beck anknüpfen. Sie haben sich einen Brückenschlag zwischen Tradition und Moderne vorgenommen. Design-Elemente früherer Ruhla-Uhren werden zitiert und mit moderner Technik und zeitgemäßen Gestaltungsmitteln verbunden. Siegmund Jähn haben sie auch mit an Bord geholt und mt ihm ein interessantes Interview geführt.

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Video-Link: https://youtu.be/l3KtHWjtpf0

Prototypen – Foto: Chris Kurbjuhn, alle Rechte vorbehalten

Bei unserem Treffen hat Lange mir die ersten Prototypen der neuen Ruhla-Uhren vorgestellt, die sahen für mein ungeschultes Auge sehr gut aus. Wer sich sachkundig machen will, kann sich auf der Homepage von TUW-Ruhla umschauen, da stehen Details zum Unternehmen und die ganze geplante Kollektion wird vorgestellt.

Wer Feuer gefangen hat, kann das aufstrebende Unternehmen unterstützen. Lange und Beck haben auf Kickstarter eine Kampagne gestartet. Da kann man sich ausführlich über die Pläne des Start-Ups informieren und gegebenenfalls als Unterstützer eine Uhr zum vorteilhaften Einstiegspreis erwerben. Die man dann als einer der ersten am eigenen Handgelenk tragen kann.

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