Synthi gegen Silberspitz – der neue Da Vinci Uomo Synique im Vergleichstest

Foto: Robert Hill, alle Rechte vorbehalten

Foto: Robert Hill

Synthetik-Pinsel liegen voll im Trend. Selbst erfahrene Nassrasierer, die jahrzehntelang nur feinstes Dachshaar an Hals und Wangen gelassen haben, greifen vermehrt zu Rasierpinseln mit Kunstfasern. Dies liegt zum einen sicher daran, dass sogar Tradions-Hersteller wie Plisson oder Mühle Synthetik-Modelle anbieten, zum anderen können Kunstfasern auch handfeste Vorteile bieten: unkompliziertes Handling, ultra-schnelles Schaumschlagen und kurze Trocknungszeiten sind da zu nennen. Jetzt hat da Vinci einen Synthetik-Pinsel auf den Markt gebracht, der nicht nur exzellent aufschäumen soll, sondern auch durch stylishes Design beeindruckt. Ich hatte Gelegenheit, den neuen da Vinci Synique mehrere Wochen lang zu testen und ihn mit einem Silberspitzpinsel „293“ der Serie „Uomo“ aus gleichem Haus zu vergleichen.

Foto: Chris Kurbjuhn

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Beide Pinsel kamen in identischer, edler Verpackung. Und sie sehen sich auch relativ ähnlich, auch wenn der erfahrene Nassrasierer den Unterschied zwischen Kunststoff und Dachshaar natürlich sofort erkennt. Bei den Griffen war der optische Unterschied deutlicher, der Synthetik-Pinsel hatte einen Kebony-Holz-Griff, der Silberspitz einen aus schwarzem Acryl-Glas. Beide Griffe gibt es aber auch mit der jeweils anderen Bestückung, da hat man freie Wahl.

Foto: Chris Kurbjuhn

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Im Handling war kein Unterschied zu entdecken. Beide Pinsel liegen gut in der Hand. Mit beiden lässt sich in Sekundenschnelle üppiger, angenehmer Rasierschaum erzeugen. Besonders den Synthetik-Pinsel habe ich während der letzten Wochen intensiv auf die Probe gestellt und ihn mit den verschiedensten Seifen (Arko, Proraso, Mitchell) und Cremes (Palmolive, div. Musgo Real, Arko) getestet. Mein Fazit: nach einem unkomplizierteren Rasierpinsel muss man lange suchen. Ob Creme oder Seife, der Uomo Synique verarbeitet das Rohmaterial tatsächlich in Sekundenschnelle zu Rasierschaum. Das ist sicherlich auch konstruktionsbedingt, denn der Synique ist deutlich fester gebunden als andere Synthetik-Pinsel namhafter Hersteller, trotzdem aber in den Spitzen so weich wie ein wie ein gut eingearbeiteter Silberspitz, und das im Gegensatz zum Dachs schon schon bei der ersten Verwendung des Pinsels (Naturhaare erreichen erst nach einigen Wochen Benutzung ihre maximale Weichheit in den Spitzen).

Foto: Robert Hill, alle Rechte vorbehalten

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Auf Grund dieser Merkmale kommt der Synique sowohl mit Rasierseife als auch mit Rasiercreme sehr gut klar. Das „Rohmaterial“, also die Seife oder Creme, nimmt man am besten mit dem gerade eben feuchten Pinsel auf und schäumt dann direkt im Gesicht auf. So funktioniert’s am unkompliziertesten, und man hat – mit ein wenig Übung – nach 30 bis 60 Sekunden einen schönen, schlotzigen Schaum im Gesicht. Also auch ideal für Männer, die es morgens notorisch eilig haben.

Die werden sich auch über die zügig erledigt Pinselpflege freuen: gründlich ausspülen, ausschütteln, fertig. Nach einmaligem, kräftigem Ausschütteln ist der Synique schon beinahe vollständig trocken. Das ist typisch für moderne Synthetik-Pinsel und ein großer Vorteil, wenn man auf Reisen ist und keinen nassen Rasierpinsel in den Kulturbeutel packen möchte.  Auch bleibt der Synique erstaunlich formstabil, bei unserem Pinsel gibt es auch nach mehreren Wochen der täglichen Nutzung noch kein einziges abstehendes Haar oder einen aufgepilzten Kopf, der Testpinsel sieht noch aus wie am ersten Tag.

Und wie hat sich der Synique im Vergleich mit dem Silberspitz geschlagen? Die Unterschiede musste man mit Lupe und Sekundenzeiger suchen. Die Haarspitzen des Uomo Silberspitz sind vielleicht noch einen Tick weicher als die des Synique (ein anderer Tester sah sogar den Synique vorn), dafür ist der Synique beim Schaumschlagen vielleicht fünf bis zehn Sekunden schneller als der „293“. Beides sind Luxuspinsel von höchster Qualität und Funktionalität, die das tägliche Rasur-Ritual nicht nur beschleunigen, sondern deutlich angenehmer machen.

Der „Uomo Synique“ kann sowohl mit Griff aus Kebony-Holz als auch mit Griff aus schwarzem Acryl-Glas direkt im Shop von nassrasur.com bestellt werden.

Disclaimer: Für diesen Test hat mir die Fa. da Vinci zwei Rasierpinsel überlassen. Auf den Inhalt meines Artikels wurde kein Einfluss genommen.

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5 Responses to Synthi gegen Silberspitz – der neue Da Vinci Uomo Synique im Vergleichstest

  1. Marc says:

    Schöner Bericht, wenn das Badezimmer nicht schon so voll wäre…

    Gruß

    Marc

  2. Lorenz Seitz says:

    „…, wenn das Badezimmer nicht schon so voll wäre…“ — Es gibt Wandhalterungen für Rasierpinsel 😉

    Mich schockt eher der Preis. Aber irgendwann muss das sein.

  3. Robert says:

    >> Mich schockt eher der Preis. Aber irgendwann muss das sein. <<

    Nicht mal zwei Tankfüllungen. Aber ein Leben lang täglich eine Freude am Morgen. Wo sind da die Maßstäbe…

  4. Rasurguru says:

    Das war ja schon ein richtig ausgiebiger Test. Solche Sachen lese ich immer wieder gerne, wenn jemand auch viel Zeit hineinsteckt.

  5. Silke says:

    Hey,

    danke für den tollen Vergleichstest.
    Für meinen Mann habe ich mich nun für den Uomo Silberspitz entschieden 😉

    Hoffentlich wird er sich darüber freuen?

    lg
    Silke

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