[Filmkritik] Spectre – der neue Bond

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Video-Link: https://youtu.be/jUFEUCvPSKs

Worum geht’s in „Spectre„? Während M um den Erhalt der Doppel-Null-Abteilung kämpft, muss 007 entdecken, dass ein Zusammenhang zwischen seinen letzten Fällen („Casino Royale“, „Ein Quantum Trost“, „Skyfall“) besteht: Hinter den Kulissen hat jedes mal eine mächtige Organisation namens „Spectre“ die Fäden gezogen. Bond macht sich daran, diese Organisation und ihren Anführer zu enttarnen. Wie gewohnt reist er um die halbe Welt (Mexiko, England, Italien, Österreich, Tanger), doch diesmal absolviert er gleichzeitig eine Reise zu sich selbst, denn der Schlüssel zu „Spectre“ liegt in Bonds eigener Vergangenheit.

Wobei dieser Ego-Trip natürlich nicht zu einem Kammerspiel á la Ingmar Bergmann gerät: Bond-Fans können sich auf eine besonders üppige Zerstörungsorgie freuen: Es fliegen mehrere richtig große Gebäude in die Luft, und die Zahl der Vehikel, die der Commander schrotet, ist selbst für einen Bond-Film erstaunlich.

Etwas zu meckern hab ich allerdings auch: Im letzten Drittel geht dem Drehbuch dramaturgisch etwas die Puste aus. Statt die beiden großen Handlungsstränge in einem Finale zusammenzuführen, werden sie etwas unentschlossen nacheinander abgearbeitet. Und beim allerletzten Showdown hätte ich eigentlich erwartet, dass die Opposition noch ein letztes As im Ärmel hat.

Schauspielerisch und von der Regie her gehört der Film zum Feinsten, was Bond zu bieten hat. Sam Mendes brennt ein Bilder- und Zitat-Feuerwerk ab, das seinesgleichen sucht. Der Bond-Fan muss diesen Film mindestens dreimal sehen, um alle Anspielungen zu entdecken und richtig einzuordnen. Daniel Craig hat während der Dreharbeiten wirklich alles gegeben und kommt im Bond-Rennen mit diesem Film endgültig ein paar Millimeter vor Connery über die Ziellinie. Christoph Waltz lässt ebenso erwartbar wie virtuos seine Fiesling-Masche vom Stapel, wird allerdings vom Drehbuch ein wenig im Stich gelassen. Da wäre mehr Boshaftigkeit drin gewesen.

Überhaupt nicht teilen kann ich das Urteil einiger Kritiker, dass mit „Spectre“ ein Abschluss dieses Bond-Zyklus erreicht ist. Wer nicht erkennt, dass das Ende dieses Films offen ist, hat keine Ahnung vom Bond-Kosmos und sollte vielleicht den Schluss von „Im Geheimdienst ihrer Majestät“ nochmal anschauen. Dann kann man sich denken, wie der nächste Film anfangen wird. James Bond will return!

Fazit: Trotz kleiner Drehbuch-Schwächen für Bond- und Action-Fans ein absolutes Muss.

 

 

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2 Responses to [Filmkritik] Spectre – der neue Bond

  1. AvatarChristian says:

    Ich habe mich am Donnerstag in Essen ne halbe Stunde angestellt…. Es hat sich gelohnt! Ich liebe diese Art von Kino! Gucken, Staunen, kaputte Sachen… Für einen jungen traumhaft 🙂

  2. AvatarSteve says:

    Ich fand die Eröffnungsszene einfach bombastisch! Geiles Kino für Männer….. Und Frauen 😉 wobei ich zwischenzeitlich mal das Gefühl hatte ich schaue „The Transporter“

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