[Marc grillt] Pizza!

Bild 5Grillen und Pizza, auch das passt zusammen. Möchte man eine Pizza mit knusprigem Boden, führt der Weg früher oder später zu einem Pizzastein1. Auf dem Backblech oder in einer Pizzaform gelingt mir in meinem Backofen kein knuspriger Boden. Außerdem schafft mein Ofen nur etwa 250°C, das bekomme ich mit dem Grill besser hin.

Einige Stunden vorher hatte ich meinen Pizzateig angesetzt und ihn richtig gehen lassen. Man kann auch fertigen Teig aus dem Supermarkt kaufen, aber wozu? Frisch angesetzt kostet mich der selbstgemachte Teig nur ein Bruchteil. Und mit dem richtigen Rezept ist es auch kein Hexenwerk2. Also Teig abgedeckt und in der Zwischenzeit die Zutaten für den Belag vorbereitet. Dieses Mal gab es: Oliven, Paprika, Champions und Salami (hier nicht im Bild).

Bild 1Als Käse nehme ich immer eine Mischung aus Mozzarella und Grana Padano oder Parmesan3. Und davon reichlich! Für die Soße nehme ich Tomatenstücke aus der Dose, ein paar Kräuter und reichlich frischen Knoblauch. Grill angeheizt4 und den Pizzastein auf den Rost. Der sollte mindestens 30 Minuten aufheizen5.

Bild 2Der Teig war schön aufgegangen, also konnte ausgerollt (eigentlich habe ich ihn auseinander gezogen) und belegt werden. Darum mag ich Pizza so gerne, die Basis ist gleich und kann einfach in großen Mengen hergestellt werden. Damit sind kleine Pizzen vom Grill mein Favorit für Kindergeburtstage. Die Kleinen können sich ihre Pizzen basteln und alle sind beschäftigt. Schnell fertig sind sie auch, mehr als ein paar Minuten braucht eine Pizza auf dem Grill nicht. Und hinterher kann man darüber diskutieren, wessen Belag am besten schmeckt – meiner natürlich!

Insgesamt vier kleine Pizzen wurden reichlich belegt, wobei immer nur zwei auf das Transportblech passten.

Bild 3Die Salami kam erst zum Schluß, nachdem die Pizza fertig gebacken war drauf. Der Stein hatte gut Hitze und zwei Pizzen konnten gleichzeitig gebacken werden. Deckel zu und ein paar Minuten gewartet. Die 500g Mehl ergaben genug Teig für sechs Pizzen, gebacken wurden vier und zwei kleine Teigtaler, auf die Sesam und Olivenöl gestreut bzw. geträufelt wurde. Den Rest habe ich eingefroren6. Die kleinen Taler kann man auch als Vorspeise servieren, ich esse sie normalerweise zwischendurch. Ein GriBi7 gab es während der Wartezeit auch. Wobei ich gestehen muss, dass es dieses Mal ein Weizenradler war. Etwa fünf Minuten später war der Boden schön kross, oben waren die Pizzen noch etwas blass, aber der Käse zerlaufen, das genügte mir, zumal die Böden und die Ränder auch ein klein wenig dicker ausgefallen waren. Pizzen runter, kurz die Kleckerei vom Stein abgekratzt und die anderen zwei Pizzen drauf.

Bild 4Weitere fünf bis acht Minuten später waren auch diese Pizzen fertig und die ersten bereits halb gegessen. Hier die vegetarische Variante mit Basilikum, die zwei Salamipizzen waren so schnell weg, von davon gibt es leider kein Foto.

Bild 5

MaDo1Marc Dobler (im Nassrasurforum auch als Lafette bekannt) stammt aus Baden-Württemberg, kann nicht alles, dafür aber Hochdeutsch. Er lebt und arbeitet seit drei Jahren in Ostfriesland. Wenn der leidenschaftliche Eishockeyfan nicht hinter dem Herd oder Grill steht, schnürt er die Laufschuhe und trotzt der steifen Brise. 

Fotos: Marc Dobler, alle Rechte vorbehalten

 

  1. Hier findet man im Netz eine große Auswahl
  2. Etwa einen halben Würfel frische Hefe mit etwas Zucker solange verrühren, bis sie flüssig wird. Zusammen mit einem Eßlöffel Salz und ebenso viel Olivenöl zu 500g Mehl geben. Alles verkneten und etwa 200ml warmes Wasser dazu geben. Ein Schluck Mineralwasser dazu und kneten, bis sich der Teig von alleine vom Rand der Schüssel löst.
  3. Ja, es war sehr viel Käse, aber ich liebe Käse.
  4. Ein Anzündkamin voller Holzkohle, über die gesamte Fläche verteilt.
  5. Im Backofen dauert es bei mir etwa 45 Minuten.
  6. Aus dem Restteig kann man auch Pizzabrötchen backen. Wenn man sie nicht gleich isst – ab damit in einen Frischhaltebeutel und am nächsten Tag kann man sie nochmals im Backofen oder auf dem Toaster aufwärmen und beispielsweise zum Salat oder mit Knoblauchbutter essen.
  7. Grillbier
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