Radkramdienstag (XIV): Trinken

Rad fahren macht Spaß. Und damit Euch eine Panne oder schlechtes Wetter nicht die gute Laune verderben, gibt es unsere Serie: Radkram-Dienstag. Ein Teil nach dem anderen krame ich aus meinem Radrucksack und erkläre, warum ich es so nützlich finde, dass ich es permanent auf dem Rad mit mir rumschleppe. Heute: Getränke.

Foto: pixabay.com/Public Domain

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Das ist der ganze Radsport: Wasser und was der Körper sonst noch so zu bieten hat, werden in Vortrieb umgesetzt. Fehlt das eine, kann man noch eine Weile pedalieren. Fehlt Flüssigkeit, setzt die körperliche Verfasstheit schnell Grenzen.

Nur was soll man reinkippen? Wasser ist ein Anfang. Viele schleppen auch Pullen mit ISO-Getränk, Schorle oder Mix mit sich rum. Das ist legitim. Am Ende des Tages vertrage ich aber die Mischung aus festen Nahrungsmitteln (Brötchen, kleine Kuchen, Trockenobst) mit stillem Wasser besser, als nur diese Lorke aus dem Labor.

Bleibt die Frage welche Mengen sind sinnvoll? Klar, die Profis machen umfangreiche Messungen (Sweat Rate), haben immer Leute im Begleitfahrzeug, die was anreichen können. Für Otto-Normal-Fahrer könnte eine Flasche Wasser und eine Flasche mit Mixgetränk – was auch immer ein Ausgangspunkt für eine zweistündige Trainingsrunde sein. Wovon man sich allerdings verabschieden kann: Wer schon ausgetrocknet auf’s Rad steigt wird es kaum schaffen, während der Fahrt ausreichend zu trinken.

Um die individuelle Tagestrinkmenge (ohne Fahrerei) zu bestimmen, kann man sich am eigenen Körpergewicht orientieren. 30 bis 35 ml sind pro Tag und Kilogramm fällig. Aber wer hat schon Bock das nachzuhalten?.

Hier kann ein Hinweis von Ernährungs-Coach Heather Schwartz ganz hilfreich sein, den ich bei einer Online-Vorlesung der University of California aufgeschnappt habe:”Look at the bowl!” Gemeint ist die Kloschüssel. Frau Schwartz plädiert dafür, dass der Urin eine helle Farbe haben soll. Dunkles Gelb oder Orange seien ein Hinweis, dass zu wenig getrunken wurde.

So Leute das war’s. Der Radrucksack ist leer. Und was bei mir am Getränkehalter bammelt, wisst Ihr nun auch. In der Regel zwei Flaschen mit (Leitungs-)Wasser. Nächste und übernächste Woche stelle ich noch zwei Teile vor, die man zwar nicht auf dem Rad dabei haben muss (kann), die einem das Radfahrerleben dennoch erleichtern.

Bis nächste Woche.

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2 Responses to Radkramdienstag (XIV): Trinken

  1. Avatargerdos says:

    Im Grunde stimme ich den Aussagen zu. Nur eine kleine Korrektur. Es kommt nicht darauf an, wieviel man trinkt, sondern auf die Menge der Diurese. Also nicht nur die Farbe, sondern auch der in Litern gemessene, ausgeschiedene Urin bestimmt die Balance des extrazellulären Flüssigkeitshaushaltes.

    Lachen muss ich immer, wenn ambitionierte Biker um jedes Gramm weniger an ihrer Feile kämpfen um dann mit dem Gewicht von 2 Trinkflaschen diesen Gewichtsvorteil wieder zu versenken.

  2. AvatarAldres says:

    Das ist tatsächlich ein Problem. Leute nehmen aus Gewichtsgründen keine Getränke mit. Wobei die Leistungseinbußen durch Dehydration weit gewichtiger sind, als die Vorteile (vom Preis will ich nicht reden) eines gewichtoptimierten Bikes sind.

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