Langzeit-Test: Sockenabo „SOX-IN-A-BOX“ (I)

Sox3Stefan P. Wolf und Chris Kurbjuhn testen das Herrensocken-Abo von „SOX-IN-A-BOX“ auf Herz und Nieren Ferse und Sohlen – ein ganzes Jahr lang. Wie haltbar sind die Socken? Kommt der Nachschub pünktlich? Wie übersteht das Zeugs die Wäsche?

Wir gestehen: bei uns werden alle Socken „gefoltert“: wir schmeißen unsere Socken in den Trockner — was man eigentlich nicht soll, aber man kann und will nicht jedes Kleinteil aufhängen. Dadurch halten sie nicht so lange, wie wenn man sie unter Mönchsgesängen bei Vollmond vorsichtig auf der Leine trocknet, aber manchmal zahlt man lieber für Faulheit Bequemlichkeit.

3 Paar Socken im Din-A-4-Umschlag: Das passt in den Briefkasten, wenn Mann nicht zuhause ist.

3 Paar Socken im Din-A-4-Umschlag: Das passt in den Briefkasten, wenn Mann nicht zuhause ist.

Eine ausführliche Internet-Recherche ergab, dass es keine Wundersocken gibt, die bei dieser Tortur jahrelang halten, aber sehr oft wurden die Socken von SOX-IN-A-BOX als Lösung genannt — zum einen, weil sie offenbar extrem strapazierfähig sind und superlange durchhalten sollen und zum anderen, weil sie zu fairen Preisen noch mehr Faulheit erlauben, sie kommen nämlich in flexiblen und narrensicheren Abos noch preiswerter als im Einzelkauf ganz automatisch regelmäßig in’s Haus, und das auch noch portofrei! Wenn die Socken das halten, was sie (und die zufriedenen Tester vor uns) versprechen, dann ist das die Langzeitlösung für uns. Aber alle gefundenen Tests endeten schon nach einer kurzen Zeit (im besten Fall ganz wenige Wochen) mit einem Abschlussbericht, daher schienen Sie uns für die Frage der Haltbarkeit ungeeignet. Wir machen keine halben (oder Zehntel-)Sachen, wir checken für Euch ein ganzes Jahr im Dauertest mit Zwischenberichten!

Wir haben uns für ein 4×3-Abo entschieden, viermal im Jahr (bei Abo-Start und dann alle 3 Monate) kommen 3 neue Paar Socken. Was erwarten wir? Unsere Erfahrung ist: benutzt man wenigstens 10 Paar neu gekaufte Socken im Wechsel, dann gehen mehr als 3 Paar im Jahr kaputt (und das bei Markensocken, die alle nicht billiger als die SOX-IN-A-BOX-Socken sind). Wenn nun die Test-Socken ein ganzes Jahr mit maximal 3 Defekten durchhalten, ist das ein riesiger Erfolg, zumal im Test die Socken ab der 2. Lieferung (also nach Ablauf der ersten 3 Monate) nicht mehr durch vorhandene (alte) Socken ergänzt werden. Am Anfang ist das noch nötig, denn es sind dann erst 3 + 1 (siehe unten) Test-Socken im Test und ein 2-Personen-Haushalt wie der unsere wäscht halt nur 2 Mal pro Woche, da braucht man ein paar mehr Socken in Rotation — erst Recht im Sommer, wenn man auch ‚mal am Tag ein zweites Paar einwechselt, nach Sport oder einem halben Tag in Turnschuhen…

Unboxing: den Socken lagen noch kleine Geschenke bei - eine Nagelfeile, ein Kamm- und Bürstenreiniger.

Unboxing: den Socken lagen noch kleine Geschenke bei – eine Nagelfeile, ein Kamm- und Bürstenreiniger.

Zwei Tips für SOX-IN-A-BOX-Neulinge, wie wir sie ja auch waren:

1) Wenn Du unschlüssig bist, teste je ein Paar „Classic“ und „Tempelhof“.
Dies sind die beiden zentralen Modelle für Männer. Die Classic gibt es auch noch in einer Rebellenvariante mit knallroter Spitze und Ferse und dann gibt es noch die Sportsocke „Oberwiesenfeld“ sowie Sneakersocken, die im Turnschuh fast unsichtbar sind. Aber die zentralen Abo-Socken sind für mich die beiden erstgenannten. Schwarz (passt zu allem, was ein Mann trägt) und hochwertig. Und MADE IN GERMANY, alle Socken bei SOX-IN-ABOX werden von einem über 100 Jahre bestehenden Familienbetrieb im Westmünsterland für SOX-IN-A-BOX produziert.

Die Classic ist eine leichte, dünne, bequem zu tragende, reine Baumwollsocke in schwarz, die Tempelhof ist ebenfalls schwarz, hat aber nur 23% Baumwoll-Anteil und besteht zum überwiegenden Teil (65%) aus Merino-Wolle, der Rest sind 10% Polyamid und 2% Elastan, was die ganze Sache sehr elastisch und luxuriös macht. Da sollte jeder für sich ausprobieren, wie sich die beiden Socken anfühlen und sitzen (auch nach der Wäsche!) und was man für eine Fußhülle bevorzugt.

Sox4Ich habe mich sehr schnell für die „Tempelhof“ (ab jetzt „TH“) entschieden, ich bin eher ein Fan von nicht ganz so dünnen „Manager-Socken“ wie es die „Classic“ ist, aber auch die ist unbestritten sehr angenehm. Aber ich mag gern einen Hauch mehr. Nicht falsch verstehen, die TH ist keine dicke „Wollstricksocke von Omma“, wie man sie früher gern doppelt oder dreifach übereinander zum Schlittschuhlaufen angezogen hat und für die man selbige drei Nummern größer als normal gekauft hat. Die TH ist ein sehr weicher Feinstrick, trotzdem dünner als jede Baumwoll-Tennissocke, und so ein Merino-Schaf muss offenbar ein Super-Duper-Kuschelkumpel sein, der Fuß gleitet ‚rein und fühlt sich wohl. Man merkt gar nicht, dass man sie trägt und das sowohl bei 8 Grad oder bei 27 Grad Außentemperatur (weniger oder mehr hatte es noch nicht im Norden, seit ich die Socken habe). Also halten wir fest: die Socke ist nicht zu dick, nicht zu dünn, nicht zu kühl, nicht zu warm (bisher), sie drückt nicht, sie trägt auch in strammen Schuhen nicht zur Enge bei und der flexible Feinstrick zusammen mit dem Materialmix ist weich, sehr dehnbar, nicht rutschend und passt überall perfekt.

2) Korrekte Größe wählen, und zwar die gleiche wie bei Deinem Schuh!
Ich weiß nicht, ob Socken immer einlaufen, bei mir (Trockner-Folter, s.o.) tun sie es. Egal welche Marke. Und bisher bedeutete das: immer eine „Größe“ (das ist ja immer ein Bereich) größer kaufen. Ich habe 44, aber kann ich deshalb 44-46 kaufen? Bisher nicht! Nach spätestens der dritten Wäsche (korrekte Temperatur) und Trocknerfolter (laut Etikett stets ein No-Go!) sind die Socken zu eng und daher kaufte ich immer 47-49, drei Wäschen später passten sie genau. Bei den Socken von SOX-IN-A-BOX las ich schon in einem anderen Blogartikel, dass man hier passend die echte Schuhgröße wählen solle. Also habe ich 44-46 getestet und definitiv: die Socken passen frisch aus der Tüte (weil sie so flexibel sind nicht zu stark ziehen, dann sind sie sogar etwas zu groß!) und nach der ersten Wäsche sitzen sie perfekt, schmiegen sich dem Fuß an (das ändert sich auch nicht bei mehr Wäschen), sie sind dann weder zu eng noch zu weit, weil sie einfach so unglaublich elastisch sind, das war sehr überraschend!

Fazit, wenn Ihr mittesten wollt: Wählt euch zwei Einzelpaare und tragt jedes ein halbes Dutzend mal, vergleicht den Tragekomfort und das Gefühl in verschiedenen Schuhen, schaut wie sich die Socken nach jeder Wäsche mehr zu einer zweiten Haut verwandeln und wählt dann Euren Favoriten für das Abo.

Disclaimer: Stefan P. Wolf und Chris Kurbjuhn erhalten ein Jahr lang jeder das 4×3-Abo von SOX-IN-A-BOX gratis. Die Firma SOX-IN-A-BOX nimmt keinen Einfluss auf den Inhalt unserer Testberichte.

Stefan P. Wolf ist Gründer des Nassrasurforums und Geschäftsführer der Nassrasur.com GmbH.

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