Tour de France 100 – 10. Etappe

Foto by jean-christophe windland (Own work) [GFDL or CC-BY-3.0], via Wikimedia Commons

Foto by jean-christophe windland (Own work) [GFDL or CC-BY-3.0], via Wikimedia Commons

Saint-Gildas-des-Bois – Saint-Malo. 197 Kilometer. Heute schwelgt Streckenchef Pescheux in der Vergangenheit. Gedenketappe für Louison Bobet, dem dreifachen Toursieger (1953, 54, 55). Wir fahren bei Rennkilometer 99 durch sein Heimatdorf Saint-Méen-le-Grand. Und: Gedenketappe – warum eigentlich, der lebt doch noch – für Bernard Hinault, dem fünffachen Toursieger (1978, 79, 81, 82, 85). Calorguen steht bei Rennkilometer 136 auf dem Programm. Gedenketappe – ja, ha, geht weiter! – für’s Militär? Keine Ahnung. Auf jeden Fall geht’s durch den Campus der Akademie Coëtquidan, und da stehen die Kadetten sstramm und salutieren den Rennfahrern. 

Zur Etappe ist eigentlich nicht viel zu sagen: Sprintankunft. Sieger, Cavendish. Obwohl. 1980 hat es hier einen Ausreißer gegeben. Bert Oosterbosch hatte sich knapp zehn Kilometer vor dem Ziel abgesetzt und holte seinen ersten von insgesamt drei Touretappensiegen.

Retro

10_19571957. Geht munter weiter. Gedenketappe für Jacques Anquetil. Fünffach-Champignon (1957,61,62,63,64).  Erste Tourteilnahme. Erster Sieg. Er gewinnt beide Zeitfahren und die Flachetappe in seine Heimatstadt Rouen. Bei der Auffahrt zum Aubisque gerät er ins Straucheln, holt aber in der Abfahrt auf. ein wichtiges Manöver, dass ihm den Gesamtsieg bringt

Jacques Anquetil

Jacques Anquetil

Coup de Cœur

Heute: Henaff. Dosenwurst. Dosenwurst und Camembert fallen mir als erstes ein, wenn ich an die Bretagne denke. Camembert kommt aus der Normandie. Bleibt Dosenwurst – die kommt aus der Bretagne. Genauer gesagt aus Pouldreuzic im Départenment Finistere.

Beinahe hätte ich geschrieben: Als Jugendlicher. Aber wir hatten 50 Liter bleifreies Super in Armeekanistern hinter den Rücksitz gestopft. Und daher muss es so irgendwann Ende der 80er gewesen sein als sans plomb – bleifrei – noch nicht flächendeckend verkauft wurde. Ich hatte mich für einen Tauchkurs in Camaret-sur-Mer angemeldet.

Chef-Moniteur war ein Typ, der von den Marinetauchern aus Brest kam. Früh morgens in die Boote. Raus aus der Bucht und dann Training, Training, Training. Auf der Rückfahrt zur Basis wurde es dann entspannter. Nachdem die Pressluftpullen leer waren, wurde die “zweite Flasche” geöffnet. Und die hörte auf den Namen Muscadet. Und da braucht man natürlich eine Unterlage. Pain – mit Baguette haben wir garnicht erst angefangen. Ordentlich Henaff drauf. Dazu sauscharfen Dijon-Senf. Macht die Atemwege frei. Herrlich. Camembert mit roter Marmelade für die Damen.

 Die 100. Auflage der Tour de France. Unser Tourtagebuch erscheint renntäglich auf “Männer unter sich”. Ein kurzer Kommentar zu aktuellen Etappe, Retro, der Blick zurück und Coup de Cœur, unser kulinarischer Tagestipp – das sind unsere Rubriken. Viel Spass!

Foto Saint-Malo by jean-christophe windland (Own work) [GFDL or CC-BY-3.0], via Wikimedia Commons
Foto Anquetil by Nationaal Archief (Voor de start/ Before the beginning) [see page for license], via Wikimedia Commons

 

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Eine Antwort zu Tour de France 100 – 10. Etappe

  1. AvatarBabypopo sagt:

    War wohl nix mit Sieger Cavendish. Statt dessen fällt er negativ auf, was soll denn diese Rempelei?

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