Tour de France 100 – 1. Etappe

Die 100. Auflage der Tour de France. Unser Tourtagebuch erscheint renntäglich auf “Männer unter sich”. Ein kurzer Kommentar zur aktuellen Etappe, Retro, der Blick zurück und Coup de Cœur, unser kulinarischer Tagestipp – das sind unsere Rubriken. Viel Spass!

Foto: Louis Moutard-Martin (shipmania.jimdo.com) (Own work) [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

Foto: Louis Moutard-Martin (shipmania.jimdo.com) (Own work) [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

1. Etappe: Porto-Vecchio – Bastia

213 Kilometer auf der 1. Etappe? Weeß ick nich’, ob ich das schön finden soll. Klar: Der Kurs  auf der Rue National 198 entlang des Tyrrhenischen Meers ist wunderschön, aber auch potteben. Jan Ullrich, der bei Eurosport blogt  spricht von einem welligen Profil. Die einzige Welle, die ich im  Profil gesehen habe, ist die 150-Meter-Welle bei Rennkilometer 45. Die spielt meiner Meinung nach überhaupt keine Rolle.  Das bedeutet: Sprintankunft.

Für meinen Geschmack hätte man einen Prolog vorschalten sollen, weil das ein Grand Départ ist, von dem die Zuschauer vor Ort was haben. Dann wäre man eben 4 Tage auf der Insel der Schönheit geblieben und hätte sich das vermaledeite Mannschaftszeitfahren in Nizza geklemmt.

Sieger? Marc Cavendish. Bei der Auftaktetappe des Giro holte er am 4. Mai das Rote Trikot in der Punktwertung und das Maglia Rosa des Gesamtführenden. Heute legt er bei der prestigeträchtigeren Tour de France nach. Gelb und Grün sind drin.

 

Mark Cavendish

Mark Cavendish

Retro

1_1903

Vieles was im Radsport passiert ist skurril. Da macht die Gründung der Tour de France 1903 keine Ausnahme. Damals erschien mit rund 80.000 Exemplaren in Frankreich die Zeitschrift Vélo – das Fahrrad. Nun könnte man meinen, irgendwann seien die auf die Idee einer landesweiten Rundfahrt gekommen. Weit gefehlt. Es war Henri Desgranges von der Zeitschrift  L’Auto, der das Rad ins rollen brachte. Eigentlich schwebte ihm ein Autorennen vor, denn das Fahrrad hatte seine größte Boomphase 1903 schon hinter sich. Aber es fehlte schlicht das Geld. Die Idee von L’Auto-Redakteur Géo Lefèvre zu einem landesweiten Radrennen in Etappen gab schließlich den Ausschlag.

Und so fanden sich am Nachmittag des 3. Juli 1903 61 Fahrer vor dem  Café Le Réveil-Matin in Montgeron ein. Rund 20 weniger als sich angemeldet hatten. Desgranges wollte eigentlich in Paris starten, bekam aber keine Genehmigung. Daher ging es vor die Tore der Stadt. Sieger der ersten großen Schleife wurde Italo-Franzose  le bouledogue blanc – die weiße Bulldogge, Maurice Garin, mit 3 Stunden Vorsprung im Gesamtklassement – Rekord! Bis heute.

Coup de Cœur

Heute: Bier. Und weil wir auf Korsika sind, gibt es korsisches Bier, das auf den Namen Pietra hört und mit Kastanien gebraut wird.

Foto Hafen: By Louis Moutard-Martin (shipmania.jimdo.com) (Own work) [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons
Foto Cavendish von Biker Jun on Flickr (Flickr) [CC-BY-SA-2.0], via Wikimedia Commons

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2 Antworten zu Tour de France 100 – 1. Etappe

  1. AvatarSikkaby sagt:

    Ha! Endlich gehts wieder los … aber wo krieg ich jetzt das korsische Bier her?

  2. AvatarAldres sagt:

    Gab’s lange bei gourmondo. Gibt es jetzt im biershop-hamburg.

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