24 Stunden auf der Nordschleife

SONY DSC Vor knapp zwei Wochen fand das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring statt, ein absolutes MUSS für Rennsportfans. Mit 180 Wagen, 650 Fahrern und 200.000 Zuschauern gilt es als das größte Rennen der Welt. UND es wird auf der legendären Nordschleife des Nürburgrings gefahren.
Markus Graf war für uns mit Notizblock und Kamera am Ring und hat seine Eindrücke festgehalten. 

 

SONY DSCFür mich startete mein bisher achtes  24h Rennen bereits am 16.05., also einen Tag vor dem offiziellen Beginn um der doch recht frühen Anreise zu entgehen.

SONY DSCDen Tag verbrachten wir mit dem Abholen der gewonnenen Tickets,Kaffee trinken,einem schönen Spaziergang in der Ortschaft,in der wir nächtigten (ja,wir sind keine Camper,denn sonst hätten wir bereits am 12.05. anreisen müssen), einem schönen Abendessen in der einzigen Gaststätte,die sehr zu empfehlen ist, sowie einem gemütlichen Zusammen seinmit den Leuten unserer Unterkunft.

SONY DSCFreitag Vormittag ging es dann Richtung GP-Strecke und Fahrerlager. Da ein Hallo, dort ein Hallo… man kennt sich seit Jahren, was wirklich schön ist.

SONY DSCDie erste Veranstaltung des langen Rennwochenendes, die Rundstrecken Challenge Nürburgring (RCN) musste wegen Nebels abgesagt werden. Die weiteren Veranstaltungen fanden statt.

SONY DSCIch hatte mich für ein kleines Foto-Shooting verabredet, das am Freitag im Ring Boulevard stattfand. Abends war ein sehr nettes Treffen im Fahrerlager beim  Nachtqualifying. Der Zeitplan (19:35 – 23:30 Uhr) wurde exakt eingehalten.

Die erste der drei Rennveranstaltungen am Samstag galten dann den Rahmenrennserien, ehe ab 11:20 Uhr das zweistündige 2. Qualifying des 24h Rennens stattfand. Daran schloss sich das ADAC 24h Classic an, bei dem vor allen Dingen Freunde klassischer Fahrzeuge auf ihre Kosten kamen.

SONY DSCAb 17:50 Uhr fand das im letzten Jahr zum ersten Mal eingeführte Top 40 Qualifying statt, in der im 10-Sekunden-Abstand die 40 besten Fahrzeuge über die Nordschleife geschickt wurden. Die einzelnen Positionen waren vorher ausgelost worden.

Der Sonntag war bis 14:15 Uhr mit Rahmenrennserien belegt. Um 13:00 ging es bereits los.  Michael Schumacher war für eine Runde in seinem 2011er Silberpfeil über die Nordschleife eingeflogen worden. Daniel Craig war als Gast zum 100jährigen Jubiläum von Aston Martin gekommen. Einer der Aston Martin trug dazu passend als Startnummer die 007.

Wie immer beim Langstreckenrennen am Nürburgring ist die Startaufstellung für Jedermann und -frau geöffnet. Dies ist auch für mich alten Hasen immer noch ein Erlebnis. Da noch schnell ein Foto, dort noch ein „Toi,toi,toi“. Als ich auf die Tribüne zurück wollte, waren schon einige Zugänge gesperrt.Ich fand trotzdem noch Platz in Höhe der Startgruppe 2 von drei Startgruppen.

SONY DSCGegen 16.45 Uhr machte sich die erste Startgruppe auf in die Einführungsrunde der aus GP-Kurs und Nordschleife bestehenden und über 25 km langen Strecke. Drei Minuten später setzte sich Gruppe 2 in Bewegung und wiederum 3 Minuten danach die Gruppe 3. Durch die Streckensprecher war man immer bestens informiert, wo sich welche Gruppe gerade befand und wie das Wetter draußen an der Nordschleife war.

Für 14 Uhr waren Unwetter gemeldet, die sich zum Glück aber nicht zeigten. In der Einführungsrunde soll es an manchen Stellen leicht geregnet haben, die Niederschlagsmenge hielt sich allerdings in Grenzen. Als dann die Fahrzeuge von der Döttinger Höhe Richtung Start/Ziel abbogen hielt es niemanden mehr auf den Sitzen. Mit grandiosem Sound zog Gruppe 1 vorbei.

SONY DSCIch folgte mehrere Runden lang dem Renngeschehen, um dann in Richtung Adenau auf zu brechen. Am Abend verfolgte ich das Rennen dann noch an der Döttinger Höhe, dem schnellsten Punkt der Strecke. Als dann doch der Regen einsetzte, machte ich mich auf den Weg in die Unterkunft.

SONY DSCAls ich Montag früh aufwachte, hörte ich keine Motorengeräusche.Was war los?Handyweb angeworfen und erfahren, dass das Rennen kurz vor 23 Uhr wegen Nebel und starkem Regen unterbrochen worden war. Zum Frühstück um 8 Uhr fuhr das Feld eine neue Einführungsrunde. Die Strecke war noch an vielen Stellen sehr nass. Trotz allem kamen die meisten recht gut durch.

SONY DSCIch begab mich zum Streckenabschnitt Pflanzgarten, wo ich auf einem der vielen aufgebauten Gerüste einen tollen, sogar überdachten Fotoplatz vorfand. Den Rest des Rennens verfolgte ich von verschiedenen Plätzen am GP-Kurs. Durch die Boxengasse ging es schließlich zur Siegerehrung. Anschließend verabschiedeten wir Motorsportfreunde in der Hoffnung, dass der Nürburgring weiter bestehen möge und wir uns im nächsten Jahr wiedersehen werden.

SONY DSCFazit: Es war trotz der Wetterkapriolen wieder ein tolles Rennen,auch wenn es mit 15 Stunden das kürzeste 24h-Rennen der Geschichte war.

Fotos: Markus Graf (alle Rechte vorbehalten)

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