Wahre Freunde, das Spartan Race und die Mourinho-Verschwörung – die Links der Woche vom 15.3. bis 21.3.

Jeden Freitag auf “Männer unter sich”: Links, die uns während der Woche untergekommen sind – Sport, Cartoons, Reportagen, Hintergründe zu unseren Artikeln usw. Männlicher Lesestoff zum Wochenende, viel Spaß!

Ein Tag nach Frühlingsanfang und Berlin sieht aus, als wäre es ein Wintersportort. Statt am Wochenende auf die erste Frühlings-Radtour zu gehen, wird Mann sich die Zeit wohl – wieder – mit Schneeschippen vertreiben müssen. Oder er bleibt gemütlich im Warmen sitzen, liest unsere Männerlinks und fragt sich, wie ich nur auf diese an den Haaren herbeigezogenen Einleitungstexte komme…

Spaß erstmal beiseite. Gestern hat es vor dem Berliner Olympiastadion ein tragisches Unglück gegeben: zwei Polizeihubschrauber sind kollidiert und abgestürzt, einer der Piloten starb, mehrere Personen wurden verletzt. Was haben die Hubschrauber am Olympiastadion gemacht? Sie waren Teil einer Anti-Hooligan-Übung. Mehrere hundert Polizisten haben einen Einsatz gegen gewaltbereite Fußball-Fans geübt. Da stockt mir doch ein wenig der Atem, von wegen Verhältnismäßigkeit: wie ein SpOn-Artikel zur letzten Statistik der ZiS (Zentralen Informationsstelle für Sporteinsätze) der Polizei dokumentiert: es gibt im Durchschnitt 1,6 Verletzte in den Stadien pro Bundesliga-Spieltag, und in dieser Statisitk sind auch die Kollegen enthalten, die ein Wölkchen Reizgas aus einer von Polizistenhand geführten Spraydose abbekommen haben. Nochmal zum Mittackern: Bei Public Viewings gibt es mehr Gewalt als in den Bundesliga-Stadien. Der Sinn einer solchen Übung entgeht mir komplett. Umso tragischer, dass es einen Toten und Verletzte gegeben hat.

Es gibt Neuigkeiten im Justizskandal um Gustl Mollath: Nun hat nach Mollaths Anwalt auch die Staatsanwaltschaft einen Antrag auf Wiederaufnahme des Verfahrens gestellt. Damit ist die Kuh natürlich noch lange nicht vom Eis, aber ein erster Schritt ist gemacht. Ich empfehle den neuesten Mollath-Artikel von Ex-Staatsanwältin Gabriele Wolff, lest unbedingt auch die Kommentare, auch wenn’s viele sind, so langsam beginnt sich die ganze Dimenson der Affäre zu zeigen. Und – für mich die Überraschung der Woche – die SZ-Journalisten Olaf Przybilla und Uwe Ritzer – die sich um die Aufklärung des Skandals wirklich verdient gemacht haben – haben ein Buch angekündigt „Die Affäre Mollath – Der Mann der zuviel wusste“, dass Anfang Juni erscheinen soll. Das Timing gibt mir Rätsel auf, normalerweise veröffentlicht man kein Buch ohne Schluss, und das Buch der beiden wird möglicherweise erscheinen, bevor das Wiederaufnahmeverfahren (das ja bisher nur beantragt wurde!) überhaupt begonnen hat. Ich frage mich wirklich, was in dem Buch stehen wird. Wissen die etwas, was wir nicht wissen?

Kommen wir zur leichteren Themen, zur Bier-Reklame der Woche. Da haben die Kollegen von Schlecky Silberstein einen schönen Carlsberg-Sport gefunden. Einen wahren Freund erkennt man daran, dass er einem zur Seite steht, wenn’s knüppeldick kommt. Dann kommen nur die Harten in den Garten…

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Video-Link: http://youtu.be/vs1wMp84_BA

Auf SpOn hab ich zum ersten Mal vom „Spartan Race“ gelesen. Erst dachte ich, dass wäre eine australische Veranstaltung, aber die Homepage dieser Rennen hat mich eines besseren belehrt. Die gibt’s weltweit, in den verschiedensten Varianten. Die haben auch einen eigenen Youtube-Channel. Ja, wenn ich nicht so Rücken hätte…
Bleiben wir beim  Sport, letztes Jahr wurde unter anderem der Trainer des Jahres gewählt, und das wurde… nein, eben nicht José Mourinho, sondern Vicente del Bosque. Also, sowas! Das kann ja nicht mit rechten Dingen zugegangen sein!

Zum Jazz der Woche. Wir hatten diese Woche ein Jubiläum, exaktemang vor 50 Jahren hat „The Girl from Ipanema“ das Licht eines Tonstudios erblickt. Und das konnte meiner Ansicht nach niemand so singen wie die Original-Interpretin Astrud Gilberto. Hier tut sie’s in dem filmischen Meisterwerk „Get Yourself A College Girl

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Video-Link: http://youtu.be/kDGUZeZWKZo

Der Typ in der blauen Strickjacke ist übrigens Stan Getz. Und wem der ganze Jazz-Kram sowieso auf den Zeiger geht, der wartet einfach bis 4:30, dann kommt ein Gruselauftritt der Dave Clark Five.

Euch allen viel Spaß, ein schönes Wochenende!

 

 

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3 Antworten zu Wahre Freunde, das Spartan Race und die Mourinho-Verschwörung – die Links der Woche vom 15.3. bis 21.3.

  1. AvatarBakerstreet sagt:

    Glückwunsch zum Jazz der Woche – wieder mal sehr inspirierend! Mich würde mal interessieren, wo und wie Du immer diese dollen Clips findest …???

  2. Offengestanden hab ich keine Ahnung. Ich such die nicht, die finden mich. Der Clip hier z.B. war im Stream von einem Facebook-Freund. Die Kollegen im Herrenzimmer (http://www.herrenzimmer.de) weisen gelegentlich auf Jubiläen o.ä. hin. Ansonsten such ich youtube regelmäßig nach neuen Stochelo-Rosenberg-Videos ab.:)

  3. Avatarrichard albrecht sagt:

    Skandal-“Fall Mollath“ oder noch einmal mal über die Praxis des autoritären Staats mit regierungs- und staatskriminellen Zügen:

    -Da es mir aus welchen Gründen auch immer und immer noch nicht gelang, die beiden „Anklageschriften“ genannten Antimollathtexte (2003; 2005) zu erhalten und wie geplant sozialwissenschaftlich-hermeneutisch zu analysieren – darf ich auf den vorletzten Freitagskommentar von Ursula Prem (150313) verweisen. Dort wird unter der doppelten Fragestellung: Wie konnte das geschehen? / Wie alles anfing… so kundig wie engagiert ins Jahr 2003 rückgeblendet.[1]

    -Als politikjuristisches Scandalon sehe ich den „unerhörten Vorgang“ (Bertolt Brecht) an, daß – grad so als wäre das Bundesland / der Freistaat Bayern rechtsfreie Zone – bisher nicht der geringste Versuch unternommen wurde, den fürs persönliche Schicksal von Herrn Mollath als Geisel dieser Großkopferten oder Bayernamigos wichtigen Entscheid des Bundesverfassungsgerichts (041012) theoretisch zur Kenntnis zu nehmen und praktisch umzusetzen.[2]

    -Als politikjuristisches Scandalon sehe ich den „unerhörten Vorgang“ (Bertolt Brecht) an, daß – grad so als wäre das Bundesland / der Freistaat Bayern rechtsfreie Zone – bisher nicht der geringste Versuch unternommen wurde, den fürs persönliche Schicksal von Herrn Mollath als Geisel dieser Großkopferten oder Bayernamigos wichtigen Entscheid des Bundesverfassungsgerichts (041012) theoretisch zur Kenntnis zu nehmen und praktisch umzusetzen.[2]

    -Diesem Unterlassungshandeln entspricht ein weiteres: die sogenannten Strafvollstreckungskammer (soweit ich weiß in Regensburg) tut wenig(er als wenig) oder nichts, um von sich aus pflichtgemäß und „von Amts wegen“ zu prüfen, ob Herr Mollath, nach nunmehr gut sieben, Jahren aus der Geschlossenen des BHK Bayreuth zu entlassen und (gegebenenfalls unter Auflagen) nun endlich freizulassen ist.

    -Im Übrigen sitzt Herr Mollath am falschen Ort fest: wäre er in Peking oder Schanghai hinter Mauern – hätte da nicht schon lange die Meute bundesdeutscher SpitzenpolitikerInnen nebst staatlich anerkannten Bürger- und Menschenrechtsorganisationen FREE GUSTL MOLLATH NOW – FREIHEIT FÜR GUSTL MOLLATH JETZT lautstark gefordert?

    [1] http://www.ein-buch-lesen.de/2013/03/das-kronzeugendrama-des-gustl-mollath.html
    [2] http://www.hrr-strafrecht.de/hrr/bverfg/12/2-bvr-442-12.php

    Dr. Richard Albrecht, 240313
    http://eingreifendes-denken.net

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