Buchrezension: Blutwurstblues – „Der letzte Bulle“ zum Lesen

Dreieinhalb Staffeln lang konnten wir uns Mick-Brisgau-Krimis nur im Fernsehen anschauen, jetzt können wir Fans Mick-Brisgaus Abenteuer nebst peinlichen kernigen Sprüchen in gedruckter Form nach Hause tragen und uns mit einem Bullen-Abenteuer in Buchform die Zeit zwischen zwei Folgen verkürzen.
Für authentische Bullen-Qualität bürgt der Autor, Stefan Scheich, der auch einer der Headwriter der Serie ist.
Wir haben vom List-Verlag ein Rezensionsexemplar bekommen, und sagen euch, ob Mick auch in Buchform die volle Zippo-Punktzahl abliefert…

Der Krimi ist zeitlich zwischen dritter und vierter Staffel eingeordnet. Mick und Kringge ermitteln im Taubenzüchter-Milieu, der Enkel einer Taubenzüchter-Legende ist ermordet worden. Schon bald können die Essener Bullen sich vor verdächtigen nicht mehr retten. Der Freund des Mordopfers, sein Stiefvater, ein Rivale des Tauben-Oppas oder gar ein zwielichtiger japanischer Geschäftsmann… jeder kann’s gewesen sein, und zusammen halten sie unseren Herrn Brisgau ganz schön auf Trab. Insbesondere der Japaner macht Mick zu schaffen, der ist zwar nur ein geschätzte ein-Meter-fuffzich großer Spargeltarzan, kann aber Karate und vermöbelt Mick beim ersten Treffen ganz gewaltig, so dass der Stolz der Essener Polizei für den Rest des Buchs mit zerdellter Visage und einem blauen Auge herumläuft. Nichtsdestoweniger gelingt es Mick,  eine junge, sich illegal in Deutschland aufhaltende Japanerin aus den Klauen des Widerlings zu befreien. Und damit fangen seine Schwierigkeiten erst an…

Man merkt es schon: ein Buch wie eine der besseren Folgen der Serie, nur eben länger (wie das bei Büchern nun mal ist). Mick und Kringge ermitteln bisschen hier, bisschen da, sie kabbeln sich ’n bisschen mit Meissner, Mick bringt sich mit großer Klappe und schnellen Fäusten in peinliche Situationen – das ist amüsante, für Fans der Serie sehr amüsante Lektüre.

Locker geschrieben ist das allemal, ein paar sehr schöne Szenen sind dem Autor eingefallen – u.a. schüttet Mick der Japanerin gegenüber sein Herz aus, weil er denkt (!), dass sie ihn nicht versteht  – und hin und wieder schafft er’s sogar, den 80er-Jahre-Soundtrack ins Gedruckte zu übertragen. Die 320 sind (zu) schnell rum, wir geben 5 von 5 Zippos und fordern nachdrücklich mehr Brisgau-Bücher. Und „Blutwurstblues“ als TV-Movie!

Stefan Scheich: Blutwurstblues, ISBN-13: 9783471350942, List Verlag, € 14,99 [D], € 15,50 [A], sFr 20,90, auch als E-Book und Hörbuch erhältlich.

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