Penetrationsängste, Armstrongs Fahrrad und die ISS – die Links der Woche vom 18.1. bis 24.1.

Jeden Freitag auf “Männer unter sich”: Links, die uns während der Woche untergekommen sind – Sport, Cartoons, Reportagen, Hintergründe zu unseren Artikeln usw. Männlicher Lesestoff zum Wochenende, viel Spaß!

Und wieder hatten wir’s in dieser Woche mit jeder Menge Aufregern zu tun, und das ist auch gut so. Sonst müssten wir uns ja über Rainer Brüderle aufregen, und das ist uns jetzt endgültig zu blöd. Worüber sollen wir uns aufregen? Über ein alterndes Alphatier, das in angesäuseltem Zustand Frauen an der Bar mit abgestandener Verbalerotik nervt? Oder über ein Magazin, dass ein Jahr lang auf diesem Sen-sa-tions-Scoop (nervende Suffköppe an der bar sind ja ganz was neues) sitzen bleibt, um zum geeigneten Zeitpunkt die Gouvernante zu spielen (und kommoderweise die eigenen Titelbilder der letzten zwanzig, dreißig jahre zu vergessen)? Nee, dazu haben wir keine Lust. Wir regen uns über andere Dinge auf, über z. B. Fußball, Lance Armstrong’s Fahrrad oder einen Philosophie-Professor im Tagesspiegel, aber doch nicht über Rainer Brüderle!

Der Fußball-Aufreger der Woche war Chelseas Eden Hazard, der einen Balljungen getreten hat. Hat er auch, darf er nicht machen, klar, aber wenn man sich die Sache genau anguckt…

http://youtu.be/NEdqTfYMoOc

…dann hat die Sache auch eine andere Seite. Schalke-Fan sagt, was dazu gesagt werden muss.
Der Tagesspiegel hat einen der dümmsten Artikel in Sachen Fußball aller Zeiten veröffentlicht, und zwar hat er einen Philosophie-Professor Pep Guardiolas Fußball-Philosophie analysieren lassen. der analysiert munter vor sich hin, dass Guardiola für eine „Feminisierung“ des Fußballs steht und schreibt: „Für den Moment darf daran erinnert werden, dass bei Guardiolas Elf (wie auch bei der spanischen Nationalmannschaft als deren taktischer Klon) in der Endphase ihrer Entwicklung Ballbesitzquoten von 80 Prozent mit einer nur noch pathologisch zu nennenden Penetrationsverweigerung einhergingen. Geboten wurde ein permanentes Vorspielen ohne erkennbares Abschlussverlangen, das in seiner traurigen Konsequenz einem ganzen Kontinent die Lust am Spiel zu nehmen drohte.“
Nuja, in Guardiolas letzter Saison (11/12) Hatte Barcelona ein Torverhältnis  von 114:29, nur Real war besser mit 121:32, der dritte kam mit 59:44 rein. 114 Tore in der Liga (kommen ja noch die aus anderen Wettbewerben dazu) mit Penetrationsverweigerung gleichzusetzen, dass kriegt nur ein Philosophieprofessor hin.
Immerhin, der Tagesspiegel hat’s wieder gut gemacht und auch ein schönes Interview mit Gerald Asamoah veröffentlicht.
Aber die Fußball-Angelegenheit, über die wir uns alle hätten aufregen MÜSSEN, ist von den meisten Medien natürlich konsequent ignoriert worden: Die UEFA hat Ajax Amsterdam mit einer Geldstrafe belegt, weil Ajay-Fans im Stadion Transparente hochgehalten haben, die weder beleidigend noch sonstwas waren, sondern nur allgemein bekannte Phänomene des modernen Fußballs wie Sponsoren-Einfluss, Ticketpreise etc. aufs Korn nahmen. Dafür Geldstrafen? Meinungsfreiheit, Redefreiheit, Demokratie passen der UEFA nicht in den Kram? Geht’s noch, Platini?
Und die allergehobenste Fußballsauerei spielt sich gerade in Sachsen ab. Kurzfassung: Amateurkicker bemerkt Hakenkreuz-Tattoo  bei Spieler der gegnerischen Mannschaft, macht ein Foto und veröffentlicht das Bild im Netz, um gegen die rechtsradikale Durchdringung des Amateurfußballs zu protestieren. Und jetzt ermittelt die Leipziger Staatsanwaltschaft. Gegen den Typen, der das Foto veröffentlicht hat (NICHT gegen den Neo-Nazi mit dem Tattoo). Wegen Verbreitung verfassungsfeindlicher Symbole. Unfassbar. Zum Kotzen. Langfassung bei der taz.

Noch vom Sport: Lance Armstrongs windelweiche Doping-Beichte war ja auch bei uns ein Thema. Jetzt wird endlich Klartext geredet. und zwar von Armstrongs Fahrrad!

http://youtu.be/P3Kvfke0sU0

Zwei interessante Sachen haben wir bei Schlecky Silberstein für euch gefunden, einmal der typische Tagesablauf von Hunter S. Thompson, zum anderen die überraschende Lösung des Problems, der kleinen Tochter den Zopf binden zu müssen.

Faszinierendes Video für die Freunde der Raumfahrt: die scheidende Kommandantin führt uns durch die ISS:

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Video-Link: http://youtu.be/doN4t5NKW-k

Im New Yorker stand eine grandiose Reportage über einen Typen, der Riesen-Kalmare jagt.

Und zum Abschluss noch zwei Videos zum Ablachen. Fangen wir mit kerniger Selbstjustiz auf der Straße an:

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Video-Link: http://youtu.be/M5wk9bPgoHM

Und dann war da noch der Mikrofoncheck einer jungen Dame. Sicherlich hat ihre Haarfarbe absolut nichts mit ihrer kleinen Fehlleistung zu tun.

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Video-Link: http://youtu.be/g2h4xBLPs50

Und schließlich der Jazz der Woche. Auf youtube eine besonders seltene Live-Aufnahme entdeckt. Chet Baker mit „Time after Time“, aus 1964.

http://youtu.be/nchEXBimNlg

Ein schönes Wochenende, viel Spaß!

 

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