Männeressen: Spareribs vom Grill

Spareribs. Isst doch jeder gerne. Haben ’ne leckere Kruste, butterzartes Fleisch, das vom Knochen fällt (wenn man’s richtig macht) und man kann mit den Fingern essen, was dem männlichen Spieltrieb entgegenkommt, fantastische Sache! Und wenn man so einen schicken Barbecue-Smoker hat und das Rezept von Lagerfeuer-Chefkoch Carsten Bothe kennt, ist das alles kein Problem.  Ohne Smoker kann allerdings Punkt 2 (das butterzarte Fleisch, das vom Knochen fällt) gelegentlich Probleme machen. Viele von uns haben keine Möglichkeit zum indirekten Grillen bei niedriger Tempferatur, was also tun? Keine Panik, wir haben die Lösung!

Spareribs roh mit ebensolcher Marinade

Fangen wir mit dem Einkaufen an: Wir brauchen pro Nase einen Rippenstrang vom Schwein bzw. vom Kalb (die bevorzuge ich, sind auf den Fotos drauf, gibt’s preiswert in der Metro), Grillgewürz oder Marinade und Alufolie. Und natürlich KüBi1. Wirklich KüBi? Nicht gleich GriBi2?

Nee, KüBi! Das ist der Trick, um die Spareribs butterzart zu bekommen: wir garen sie bei niedriger Hitze im Ofen vor, um sie dann auf dem Holzkohlengrill3 fertig zu knuspern.

Also tragen wir unsere Rippchen erstmal in die Küche, trinken das erste Kübi an und entfernen dann dieses Membranhäutchen, das sich auf der konkaven4 Seite der Rippen befindet: das Dreckding muss weg, das will man nicht, dass die Rippen an diesem zähen Teil festkleben. Wenn man’s einmal raushat, ist es ganz einfach zu entfernen: eine Ecke freipopeln, Finger drunterschieben, bis die andere Ecke freigepopelt ist und dann mit einem Ruck abziehen. Wenn man’s einmal hingekriegt hat, ist es kein Problem mehr.

Jetzt müssen wir die Rippenstränge würzen, das geht mit ’nem trockenen Rub, das geht durchaus mit Ketchup, Chilipulver, Sojasauce, ich verkünstele mich gern ein wenig und nehme pro Rippenstrang so sechs bis zehn Aprikosen, entsteine die und lass die in ein bisschen Olivenöl angehen. Da geb ich Tomatenmark zu, Knoblauch, Zwiebel, Curry, HdP5, Schüsschen Balsamico, Schuss Rum, ordentlich Chilischote oder Cayennepfeffer oder Paprika, schwarzen Pfeffer und Salz, und lass das so fünfzehn Minuten köcheln, bevor ichs im Mixer zermuse. Schuss KüBi kommt natürlich auch dazu, aber in den Koch, nicht in die Pampe!

Die streichen wir, wenn sie etwas abgekühlt ist, auf die Rippenstränge und wickeln die in Alufolie, dass wir schöne Päckchen haben, die wir in die Saftpfanne vom Backofen legen können. Was wir dann auch tun.

Den Backofen haben wir so auf 120 Grad vorgeheizt, und da schieben wir unsere Päckchen jetzt rein. Wenn’s Rippchen vom Schwein sind, lassen wir sie so zwei Stunden drin, Rippchen vom Kalb eher drei Stunden. Wir holen unsere Schätze aus dem Ofen, lassen sie zehn Minuten ausruhen, wickeln sie dann aus der Folie und bestreichen sie mit der restlichen Marinade-

Denn jetzt ist der Moment gekommen, wo wir vom KüBi zum GriBi übergehen und die Dinger auf den Holzkohlengrill legen. So zehn, fünfzehn Minuten Aufknuspern sollte genügen. Alternativ können wir sie auch im Backofen fertig machen, wenn der denn über einen Grill verfügt: zehn Minuten unter dem Grill, konvexe6 Seite nach oben, genügen!

Jetzt nur noch übergrillen...

Dann haben wir die Pracht auf dem Teller. Wer mag, sollte jetzt zum Wein übergehen. Beilage ist was für Weicheier. Mahlzeit!

 

 

  1. Küchenbier
  2. Grillbier
  3. oder unter dem Grill des Ofens, wenn man keinen Holzkohlengrill oder Garten oder Balkon hat.
  4. Unterscheidungshilfe: War das Mädchen brav, ist der Bauch konkav. Ist der Bauch konvex, hatte das Mädchen… äh, irgendwo hatte ich das Niveau doch gelassen…
  5. Herbes de Provence
  6. Ähem…
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5 Responses to Männeressen: Spareribs vom Grill

  1. Claudi says:

    Liebe Männer 🙂

    so wie Ihr das alles macht, sieht es schon gut aus. Eines ist aber wichtig und zu beachten!
    Alles in Alufolie einzuwickeln ist eine gute Idee, solle aber eine Alternative gesucht werden. Der Grund dafür ist, das die Alufolie zum einen durch die strake Hitze auf dem Grill sich auflösen kann und salziges und saures greift die Alufolie ebenfalls an, so das Ihr immer ein wenig Aluminium mit im Essen habt.

    Liebe Grüße an Euch sagt Claudia

  2. Wenn ich eine Alternative suchen würde, welche könnte ich finden?

  3. Claudi says:

    Es gibt doch Grillschalen und Zangen aus Edelstahl denke ich oder ?

  4. Ja, die gibt’s. Aber was ist mit der Alufolie, in die ich die Ribs zum Vorgaren bei niedriger Temperatur wickle? Die dient ja dazu, dass das Fleisch im eigenen Saft gart, dass möglichst keine Aromaten entweichen und dass die Chose nicht trocken wird. Beim eigentlichen Grillen sind sie ja schon aus der Folie rausgewickelt.

  5. Mascha G. says:

    Hallo,

    Alternative zu Alufolie könnte ein Bratschlauch sein, ich selbst habe es aber noch nicht probiert.

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