Tour de France 2012 – 18. Etappe

Unser Tour-Tagebuch zur 99. Auflage der Grande Boucle erscheint renntäglich auf “Männer unter sich”. Ein kurzer Kommentar zur bevorstehenden Etappe, das Profil, Team-Check und Plat du Jour, unser Tagesgericht. Das sind unsere Rubriken.

Wieder eine Flachetappe die keine ist. Heute stehen vier Bergwertungen auf dem Programm und dazwischen ist es sehr wellig. Eine letzte Chance für Ausreißer. Allerdings rechne ich mit einer Sprintankunft.

Zuletzt endete die Tour in Brive, der Hauptstadt der Correze, 1998. Sieger war damals der Italiener Mario “Zwiebelchen” Cipollini. Der sich selbst den Spitznamen re leone – König der Löwen gegeben hat. Cipollini gilt als einer der “Erfinder” des Sprinterzugs (treno rosso).

Etwa 40 Kilometer vor dem Finale werden Ausreißer gestellt. Dann setzt sich das Team, das den Tagessieg erzwingen will mit allen Fahrern an die Spitze. Oft gibt es dann noch konkurrierende Züge, die den gleichen Wunsch haben. Bis wenige hundert Meter vor dem Ziel decken Anfahrer den Mann für den Etappensieg ab und erhöhen sukzessive das Tempo, bis der letzte Anfahrer aussteigt, und der Kapitän es selber richten muss.

Fakten:
Blagnac – Brive-La-Gaillarde 222,5 Kilometer. Sieger: Peter Sagan – der Fahrer im Grünen Trikot.

Profil:

 

Team-Check – Heute: Saur-Sojasun (Wasser- und Müllmänner, Sojazeug)

Die große Hoffung des kleinen Teams ist Jérome Coppel, der mit einem Sieg beim Étoile de Bessèges in die Saison gestartet ist. Im Gesamtklassement hat er im vergangenen Jahr mit Platz 14 abgeschlossen. Aktuell liegt er auf Rang 15.

Das Foto des Tages zeigt Anthony Delaplace. Auf der 4. Etappe entlang der Alabasterküste von Abbeville nach Rouen fuhr der Normanne lange in einer Ausreißergruppe mit dem Japaner Yukiya Arashiro und David Moncoutie. Am Schwarzen Freitag in Metz brach er sich das Handgelenk und musste während der 7. Etappe zum Plateau des Belles Filles aufgeben.

Plat du Jour: Nudelsalat
Kannste nicht mal was machen, was man zum Grillen mitnehmen kann? Kann ich. 500 Gramm Nudeln kochen. Fusilli sind am besten. Abschütten und in einer Salatschale mit 3 Esslöffeln Olivenöl mischen, damit sie nicht kleben. Während die Nudeln abkühlen werden die restlichen Zutaten klein geschnibbelt: 250 Gramm Mozzarella, eine Paprika, sechs Tomaten, ein Bund Frühlingszwiebeln. Dazu kommt eine Dose Thunfisch in Olivenöl, der mit der Gabel zerfieselt wird, drei Löffel schwarze Oliven (am besten diese kleinen aus Nizza) und 100 Gramm gekochte grüne Bohnen.

In einer Tasse rühren wir jetzt noch flott eine Salatsauce aus 2 Esslöffeln Balsam-Essig und 4 Esslöffeln Olivenöl mit Pfeffer, Salz und einer kleinen Prise Zucker.

Alles zusammenrühren und bis zum Verzehr im Kühlschrank einlagern. Kurz vor dem Servieren kommen noch klein geschnittene Basilikumblätter drüber. Fertig.

Profil by Maxxl2 (Own work) [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons
Foto Delaplace Carsten Sohn, alle Rechte vorbehalten

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