Der neue Fincher, Zoten und Ailton – Die Wochenvorschau vom 9.1. bis 15.1.

Was nächste Woche auf uns zukommt

Überall sind schon die Plakate mit Sonja Zietlow und Dirk Bach zu sehen: Am Freitag dieser Woche startet das RTL-Dschungelcamp. Normalerweise würde uns das in diesem Blog nicht interessieren, wäre diesmal nicht ein Camper namens Ailton dabei. Normalerweise zuck ich nicht mit der Wimper, wenn da merkbefreite C-Promis durch den Maden-Wolf gedreht werden, aber das jemand wie Ailton sich dort aus Geldnöten zum Affen machen muss, ist bitter. 

Kommen wir zu den aktiven Sportlern. Heute Abend überträgt Eurosport die „Ballon d’Or“-Gala der FIFA. Wer sich für Slippery Sepps Weltfußballer-Kaspereien interessiert, kann ja zugucken. Ansonsten setzt Eurosport live-Technisch voll auf die Wintersport-Schiene (näheres hier) sowie auf die Darts-WM der Profis in Frimley.

Sport1 bietet den Bundesliga-Winterpausen-Geschädigten Heimstatt: heute Abend Hallenfußball aus Essen, Dienstag und Mittwoch abends die Halbfinal-Hinspiele im englischen Carling Cup, Crastyl Palace – Cardiff City und Manchester City – FC Liverpool, am Sonnabend Hallenfußball aus Berlin (abends Basketball-Bundesliga) und Sonntag der Wintercup der Stadtwerke Düsseldorf, anschließend gibt’s Live-Bilder von der Handball-EM. Kann man nicht meckern.

Den Videotheken-Betreiber kann man anmeckern, wenn der einem Cowboys and Aliens verleihen will, trotz Daniel Craig, Harrison Ford und jeder Menge UFOs ein Scheiß-Film. Bei den Kauf-DVDs kann man hingegen eine Perle entdecken, Wolfgang Petersens „Tod im Spiegel“ aus 1991, mit Greta Scacchi, Tom Berenger und Bob Hoskins, ein spannender Thriller mit jeder Menge überraschenden Wendungen, sehenswert!

Im Kino sind für mich David-Fincher-Filme Pflicht, diese Woche startet „Verblendung„, die das Remake der Verfilmung des ersten Bandes von Stieg Larssons Millenium-Trilogie.

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
Video-Link: http://youtu.be/xkwA_ZiIv6U

Und im Fernsehen gibt’s noch mehr als nur Dschungelcamp: Dienstag überträgt ProSieben die ersten Folgen der aktuellen „Two and a Half Men“-Staffel mit Ashton Kutcher. Ich steh dem neuen Konzept eher reserviert gegenüber, aber ein paar Lacher könnten drin sein.
Mittwoch um 22 Uhr 45 sendet die ARD eine interessante Doku, für „Tatort Hamburg“ wurden Mitglieder der Hamburger Mordkommission bei der täglichen Arbeit begleitet.
Kennt jemand Boris Vian? Wenn nein, dann bitte am Mittwoch um 21 Uhr 55 arte einschalten, da läuft „Boris Vian – ein wildes Leben in Saint Germain“, da kann man einen einmaligen Schriftsteller, Jazz-Trompeter und Chansonnier entdecken.
Auto-Freaks interessiert vielleicht die am Freitag um 20 Uhr 15 auf 3sat startende Reihe  „Autolegenden“, die erste Folge ist Gottlieb Daimler gewidmet.
Und am Sonntag um 20 Uhr 15 sendet RTL noch einen schön schrägen Männerfilm, in „Chuck und Larry  – Wie Feuer und Flamme“ spielen Adam Sandler und Kevin James zwei heterosexuelle Feuerwehrleute, die eine schwule Scheinehe schließen, damit die Kinder des einen versichert sind. Klingt gekünstelt und verkrampft? Nuja, TV Spielfilm meint: „Trotz unvermeidlicher Zoten gelingt der Spagat zwischen Komik und durchaus ernsthaftem Werben für eine tolerante Gesellschaft.“ Nuja, das Werben für eine tolerante Gesellschaft kommt als reichlich brachiale Pflichtübung rüber. Die Zoten sind aber sehr okay.

Viel Spaß, eine schöne Woche!

Jeden Montag erscheint hier die Wochenvorschau von „Männer unter sich“. Was Männer in den nächsten 7 Tagen interessieren könnte in total subjektiver Auswahl: TV, Sport, Kino, Musik, DVD, Events, was eben anliegt. Haben wir was vergessen? Sollen wir auf was hinweisen? Jederzeit gern, bitte die Kommentare benutzen oder unsere Mailadresse redaktion@maenneruntersich.de.

Foto: Katharina Wieland Müller / pixelio.de

Markiert mit , , , , , .Speichern des Permalinks.

2 Antworten zu Der neue Fincher, Zoten und Ailton – Die Wochenvorschau vom 9.1. bis 15.1.

  1. Chris, das mit dem Dschungelcamp und seinem Spaßfaktor sehe ich ganz anders.

    Man kann das wegen des Spanner-, Ekel- oder Yellowpress-Faktors schauen, muss man aber nicht. Aber es ist eine geniale Psychiologie- und Soziologiestudie. Noch viel härter als bei z.B. der „Alm“ fallen hier durch Hunger (nicht zuletzt, weil sie verwöhnt sind und Bohnen/Reis nicht als Essen ansehen), Wetter und Dschungelgetier/-laute (Adrenalin, Schlafmangel) ganz schnell die Masken. Erst will hier jede End-Alphabet-Promi-Frau schlau und/oder sexy ‚rüberkommen und jeder End-Alphabet-Promi-Mann selbstsicher, überlegen und männlich. Aber dann kommt alles ganz anders, die härtesten „Macker“ und „Zicken“ drehen voll durch und vermeintliche Schwächlinge wachsen über sich hinaus. Die Phasen, in der man einen „Furz“ auf die Kameras gibt, werden auch immer kürzer und bedeutungsloser. Und was da an Gruppendynamik abgeht, ist wirklich Diplomarbeiten wert.

    Und ich gebe zu: ich lache gern über die Seitenhiebe (auch zum polititschen Tagesgeschehen) von Sonja und Dirk, im Hintergrund geniale Schreiber und im Vordergrund zwei extrem gute (und fiese) Pointen-Transporteure.

    Gruß, Stefan.

  2. Nee, nee, ich hab nix gegen das Dschungelcamp, im Gegenteil, ich bin Fan der ersten Stunde und verpasse keine einzige Folge!
    Nur: Ailton hat da nix verloren. Ailton ist ein äußerst naiver, gutmütiger Mensch, der ganz offensichtlich ein Opfer falscher Berater geworden ist. Wenn man sich anschaut, wie seine Fußball-Karriere zur Odyssee durch dubiose Provinz-Clubs mutiert ist, wird klar: der Kerl weiß nicht immer so ganz, was er tut, und unterschreibt jeden Vertrag, den man ihm hinlegt.
    Das Camp macht mir nur Spaß mit mental herausgeforderten Knallchargen, die sehenden Auges in die Ekel-Hölle rennen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
Bitte nicht wundern: nach dem Absenden verschwindet Dein Kommentar einfach und wird erst nach Freischaltung durch uns sichtbar -- also nicht mehrfach absenden!