Die Unfähigkeit zum Mythos – einige Gedanken über den Frauenfußball

Moin, Mädels!

Mit Mythos aufgepumpt.

Ja, nu, euer Turnier startet in ein paar Tagen. Ich wünsch euch viel Spaß. Den werdet ihr bestimmt haben. Beim Spielen. Beim Zuschauen sieht das leider immer noch anders aus.
Zugegeben, ihr habt andere tolle Sportarten wie Frauen-Handball oder Frauen-Basketball um Lichtjahre hinter euch gelassen, was die öffentliche Aufmerksamkeit anbelangt, aber zum geilen, coolen Zuschauersport fehlt euch doch noch einiges.
Nein, bitte, jetzt nicht gleich wieder mit den Augen rollen und eingeschnappt sein, ich mein‘s ja gar nicht böse. Ihr macht das schon ganz anständig, okay, sonderlich schnell ist euer Fußball nicht, Stockfehler unterlaufen euch auch eher häufig und an der Athletik-Schraube könnte man auch noch kräftig drehen, das ist aber nicht so schlimm. Unsereins geht ja auch nicht nur ins Bundesliga-Stadion, sondern des öfteren mal zu den männlichen Amateuren, und da ist das Niveau durchaus vergleichbar. Und trotzdem ist da etwas, was euch fehlt.
Wahnsinn. Mythos. Drama. Fußball ist die große Oper des Mannschaftssports. Der Fußball ist überhaupt erst dadurch vom Proletengebolze zur Weltsportart aufgestiegen, als er sich über das reine Gekicke hinaus mit Mythos aufgeladen hat. Brasilien im eigenen Stadion von Uruguay gedemütigt. Die unschlagbaren Ungarn von Außenseiter-Deutschen niedergekämpft. Das Wembley-Tor. Strahlende Helden, abgefeimte Schurken tragische Gestalten… der Fußball der Männer ist in dieser Hinsicht überreichlich ausgestattet, aber bei euch, liebe Mädels, vermisse ich den Willen zum Drama und seinem farbenfrohen Personal nachgerade arg.
Und ich fürchte, ich weiß auch, woran es liegt. Ihr seid für den Fußball letztendlich viel zu vernünftig. Das ist historisch bedingt. Von Anbeginn der Zivilisation war die Frau diejenige, die den Zusammenhalt und das Überleben der Familie gesichert hat, während die Kindsköpfe von Männern auf die Jagd gingen oder gegeneinander zu Felde zogen, um sich die Köpfe einzuschlagen. Eine vollkommen idiotische, überflüssige Beschäftigung, über die die Frauen nur den Kopf schütteln konnten. Um dieser vernunftorientierten, pragmatischen Sicht der Dinge etwas entgegenzusetzen, erfanden die Männer das Heldentum. Sie luden letztlich sinnlose Aktionen wie Feld- und Kreuzzüge, Ritterturniere oder ähnlichen Quatsch mit jeder Menge Pathos auf, bis sie soweit überhöht waren, dass sie nicht mehr in Frage gestellt werden konnten. Außer im stillen Kämmerlein, wo die Frauen immer noch den Kopf darüber schüttelten, was Männe jetzt schon wieder angestellt hat.
Und so wurden Männer zu absoluten Experten, was die Überhöhung eigentlich schlichten Tuns anbelangt. Es ist kein Zufall, dass herausragende Dramatiker und Opernkomponisten fast ausschließlich männlichen Geschlechts sind. Weil wir Kerle – im Gegensatz zu den Damen – die Unvernunft als hohe, erstrebenswerte Tugend auffassen.
Und deswegen ist unser Fußball so viel spannender als eurer, Mädels: weil wir nicht nur Schuhe, Trikots und Ball mit auf den Platz nehmen, sondern noch jede Menge Übergepäck: Tradition. Sehnsucht. Heldentum. Mythos eben. Wenn eine deutsche Mannschaft gegen eine englische spielt, dann ist ein vor bald fünfzig Jahren zu Unrecht gegebenes Tor immer mit auf dem Platz. Wenn eine deutsche Mannschaft gegen eine italienische spielt, dann ist es immer die Wiederauflage des Jahrhundertspiels, dann sehnen sich Spieler und Fans mit jeder Faser ihres Herzens nach dem ersten Pflichtspielsieg gegen die Squadra Azzurra, und die Spieler, denen das gelingen wird, werden wir Denkmäler aus Marmor setzen und ihr Angedenken auf ewig in unseren heißen Herzen tragen…
Albern? Übertrieben? Möglicherweise. Aber davon lebt Fußball, die Seele dieses wunderbaren Spiels beruht auf all diesen Übertreibungen, die wir hineingeheimnissen. Vielleicht findet ihr ja noch den Weg aus den Niederungen des sportlichen Pragmatismus ins Wolkenkuckucksheim der Fußball-Romantik. Ganz ehrlich, ich trau‘s euch nicht zu. Den dritten Titel schafft ihr jederzeit, aber die weibliche Vernunft aufgeben, das kriegt ihr nicht hin.
Ich wünsch euch trotzdem viel Spaß auf dem Platz.

Foto: siepmannH / pixelio.de

Was liegt an? 20.6. bis 26.6.

Was nächste Woche auf uns zukommt.

Kein guter Tag heute. Letzte Folge von unserer Lieblingsserie „Der letzte Bulle“ auf Sat1. Mick Brisgau verabschiedet sich (gottseidank nur vorläufig, die dritte Staffel kommt nächstes Jahr) mit einer Folge namens „Die verpasste Chance“, und es sieht so aus, als bezieht sich der Titel darauf, dass Mick es mit seiner Psycho-Tanja vermasselt. Täte mir echt leid für den Kerl.
Kein guter Wochenstart also, hundertprozentig nicht. Und wir müssen auch bis Donnerstag warten, bis die nächste akzeptable Fernsehsendung kommt, aber das Warten lohnt wenigstens. Um 22 Uhr 45 sendet die ARD „Brügge sehen… und sterben“ mit Colin Farrell, einen höchst sehenswerten Gangsterfilm, der ebenso schön gewalttätig wie schön schräg komisch ist.  Macht Spaß.
Wenn man an Bruce-Willis-Klassiker denkt, vergisst man gar zu leicht „Last Boyscout„. Zu unrecht, denn der nach dem Rezept der Die-Hard-Serie gedrehte Streifen bietet alles, was einem an Bruce-Willis-Filmen gefällt: ordentlich Action, lakonische Dialoge und staubtrockenen Humor. RTL am Freitag um 22 Uhr 10.
Am Sonnabend um 22 Uhr 30 sendet Sat1 Boxen, Felix Sturm und Matthew Macklin verhauen sich. Und die Formel-1-Piloten fahren das Wochenende über zu den üblichen Zeiten im Kreis herum, das Rennen heißt diesmal „Großer Preis von Europa“ und findet in Valencia statt.
Auf die absoluten TV-Höhepunkte müssen wir allerdings bis Sonntag warten, und dann arte einschalten. Um 20 Uhr 15 kommt einer der besten Musik-Filme aller Zeiten, „The  Commitments„.

Ein absolut brillanter Streifen mit ge-ni-a-len Schauspielern und Musikern. Andrew Strong hätte ich eine Weltkarriere zugetraut. Kommt vielleicht noch. Wenn der Film vorbei ist, möchte man am liebsten beschwingt den nächsten Irish Pub ansteuern, aber den Kneipenbesuch sollte man vielleicht etwas verschieben, um sich um 22 Uhr 10 auf arte „Tough Men“ anzusehen, eine Doku über den gleichnamigen Boxwettbewerb in den USA, an dem sich jährlich 5000 Kerle beteiligen, vom Arzt bis zum Gefängniswärter, vom Trucker bis zum Investment-Banker. 50 Dollar Startgeld muss man hinlegen, dann darf man in den Ring steigen und um 1.000,– Dollar Preisgeld andere Kerle verprügeln. Oder selber auf die zwölf kriegen. Der amerikanische Traum in seiner Urform, hört sich nach einem spannenden Film an.

Stichwort Film. Der neue Werner-Film startet: „Werner – Eiskalt!“ Der Trailer zeigt ziemlich genau das, was wir von einem neuen Werner-Film erwarten:

Die Vorab-Kritiken waren negativ bis niederschmetternd, könnte aber auch sein, dass die Vorab-Kritiker mit dem direkt aufs männliche Zwerchfell zielenden Brösel-Humor nix anfangen können. Hilft wohl nur selber anschauen. Bölkstoff nicht vergessen.

Der Weg in die Videothek lohnt diese Woche, das „True Grit„-Remake der Coen-Brüder steht in den Regalen, tolle Bilder und ein grandios übertreibender Jeff Bridges in der Titelrolle… trotzdem bin ich bei dem Film zwiespältig. Den Schluss habe ich als völlig missraten und unbefriedigend empfunden, und die eigentliche Notwendigkeit, aus einem John-Wayne-Ikonen-Film einen eher düsteren Abgesang auf den Western an sich zu machen, sehe ich immer noch nicht ein. Aber trotzdem: ein Film, den man sich jederzeit angucken kann.
Uneingeschränkte Empfehlung weiterhin für „Tucker & Dale vs. Evil„, eine sauber gemachte Horror-Groteske, die den Grundplot „Blöde Hinterwäldler machen Studenten auf Urlaub fertig“ nach „Blöde Studenten auf Urlaub machen Hinterwäldler fertig“ variiert. Für Genre-Fans sowieso ein Muss, grundsätzlich spannend und ziemlich komisch.

Die anstehenden Sportereignisse: Tennisfans haben hoffentlich Sky abonniert oder eine Sky-Kneipe in der Nähe, ansonsten gucken sie statt Wimbledon in die Röhre. Tennis ist hierzulande endgültig als Randsportart angekommen. Eurosport zeigt Fußball: dieU17-WM aus Mexico und die U21-EM aus Dänemark. Sport1 schaltet man diese Woche nur aus Versehen ein.

Und sonst? Für die Berliner ein traditionelles Highlight, das ich allen jung gebliebenen Kerlen bzw. allen Vätern mit Nachwuchs im richtigen Alter ans Herz legen möchte: am nächsten Wochenende startet wieder das traditionsreiche Seifenkisten-Derby am Kreuzberger Mehringdamm. Seifenkisten? Ja, unbedingt. Wer das ganze für vollkommen vorgestrig hält, werfe doch mal bitte ein Auge auf diese Szenen vom Renn-Event 2004:

Womit wir bei einer Idee für einen oder mehrere Artikel für „Männer unter sich“ wären: Liest hier zufällig irgendjemand mit, der sich mit dem Bau und dem Fahren von Seifenkisten auskennt und Bock hat, sein Wissen mit anderen zu teilen? Dann würde ich mich über eine Meldung in den Kommentaren oder per Mail an redaktion@maenneruntersich.de sehr freuen. Würde glatt meine Woche retten, auch wenn Mick Brisgau es heute Abend verkackt.

Ansonsten viel Spaß, eine schöne Woche!

„Was liegt an“ ist die montäglich erscheinende Wochenvorschau von „Männer unter sich“. Was Männer in den nächsten 7 Tagen interessieren könnte in total subjektiver Auswahl: TV, Sport, Kino, Musik, DVD, Events, was eben anliegt. Haben wir was vergessen? Sollen wir auf was hinweisen? Jederzeit gern, bitte die Kommentare benutzen oder unsere Mailadresse redaktion@maenneruntersich.de .

Foto Ausguck: Katharina Wieland Müller / pixelio.de

Ultralauf 100km Biel 2011

Heiko Müller, ist für “Männer unter sich” schon mal eben kurz von Hamburg auf den Brocken gefahren und hat für uns eine vierteilige Serie über Ultra-Läufe geschrieben. Heute Nacht geht er bei den 100 km von Biel an den Start und bloggt live von der Strecke.

Biel 2011 – Hin und Weg Edition

Biel, immer wieder Biel. Eigentlich heißt es ja: Einmal musst Du nach Biel. 2011 ist jetzt ein viertes Mal. Und wie so oft denke  ich jetzt vorher, dass es auch das letzte Mal sein wird. Es geht  mir nämlich schlecht. So richtig schlecht. Ich habe Schmerzen in beiden Achillesfersen, die Knie tun weh und die Hüfte joddelt in allen Tonlagen. Wenn ich 10 km gelaufen bin kann ich am nächsten Tag keine Treppe hinunter gehen ohne Gefahr zu laufen zu stürzen. Hin und wieder sacke ich einfach „durch“ nachdem ein stechender Schmerz durch die Hüfte schießt. Keine guten Voraussetzungen.

Und um dem ganzen noch die Krone aufzusetzen fühle ich mich auch noch schlapp. So was von Schlapp. Ich möchte einfach nicht mehr laufen. Und das obwohl ich vor Biel nur lächerliche 461km in 2011 trainiert hatte. Bei meinem Debüt in 2006 dachte ich noch fast 1200km seinen wenig. Und nun stehe ich da mit einem Drittel. Und will Biel laufen. Ich bin wirklich unsicher ob Knochen und Fitness diesmal für einen Zieleinlauf reichen werden.

Damit es lustig bis zum Schluß bliebe habe ich dann noch die Hin-und-Weg Edition gebucht. Sprich, es gibt keine Schlafstatt in der Lago Lodge wie all die Jahre zuvor. Nein. Ich werde erst gegen Mittag in Zürich landen und dann mit sehr wenig Vorlauf Biel erreichen. Für 1-2 Stunden Schönheitsschlaf sollte es aber dennoch reichen. Und damit ich unterwegs nicht in’s Trödeln geraten würde, habe ich den Rückflug von Zürich für 20:00 Uhr gebucht. Mit Bahnfahrt, Check-In und Duschen würde es bedeuten ich muss bis 14:00 im Ziel sein.  16Stunden. Ja, ich weiß, das ist kein Laufen mehr. 9:35 auf den km würde auch ich nicht wirklich als Laufen bezeichnen. Aber das ist der Schnitt und wenn man die Pausen an den Verpflegungsstationen abzieht würde es bedeuten, dass ich der echten Bewegungsphase schon so um die 7:30 hoppeln müsste.

OK, das ist also der Plan, wie es wirklich wird könnt Ihr ab dem 17.06.11 22:00 hier in den Kommentaren lesen, die ich – so Technik und Geist es zulassen – live vom Lauf posten werde.

Heiko, 50 Jahre, arbeitet am Tag, läuft nachts, sammelt Uhren, schraubt an Autos und liebt die Familie über alles. Heikos Seite ist schlusslaeufer.de.

Was liegt an? 14.6. bis 19.6.

Was nächste Woche auf uns zukommt.

Nowitzki hat’s geschafft. NBA-Champion. Ich will jetzt hier kein staatstragendes Blablubb von wegen „unglaubliche Leistung“ oder „in einer Liga mit Boris Becker und Franz Beckenbauer“ absondern, ich freu mich einfach für den Typen. Scheint ein netter Kerl zu sein. Könnte auch einen Schub fürs Basketball hierzulande geben. Wär okay. Ist ein schöner Sport. Ich hab selbst mal gespielt, damals in der Schule. War dann aber doch ein bißchen weit, von 1,76 bis zum Korb. Da hat der Nowitzki ’n Vorteil. Ist eben Profi.

Sport ist auch bei der Kino-Premiere der Woche angesagt, die Boxer-Doku“Klitschko“ läuft an, und der Trailer sieht eigentlich vielversprechend aus.

Eigentlich. Die Bilder wirken für eine Doku doch sehr geschniegelt, Vitali und Waldimir sehen aus, wie wir sie aus ihren Schokoriegel-Werbespots kennen, Mama Klitschko ist ein bisschen zu mütterlich um wahr zu sein… Okay, Schwamm drüber. Das Produkt „Die Klitschko-Brüder“ wird schon ziemlich lange ziemlich perfekt vermarktet, da ist dieser Film nur der nächste, logische Schritt. Wer sich das antun mag, bitte. Ich warte lieber auf spannendes Schwergewichtsboxen. Das könnte allerdings noch ein bisschen dauern.
Kleine Warnung noch an alle Kurt-Krömer-Fans, die einen Besuch von „Eine Insel namens Udo“ (läuft auch diese Woche an) erwägen: das ist nicht direkt ein Kurt-Krömer-Film, sondern eher eine romantische Komödie, in der Kurt Krömer die Hauptrolle spielt. Als solche nicht schlecht, aber eben eine romantische Komödie. Nuja.

Die Videotheken können wir getrost links liegen lassen, die fünfte Kojak-Staffel ist mit das spannendste, was diese Woche raus kommt. Entzückend. Also Sport, das heißt, wir warten auf Wimbledon in der nächsten Woche. Diese Woche überträgt Eurosport noch das Vorbereitunsgturnier in Eastbourne, außerdem Fußball: die U21-EM aus Dänemark und ab Sonnabend Leichtathletik, die 3. EAA Mannschafts-Europameisterschaft aus Stockholm.
Bei Sport1 gibt’s die Basketball-Playoffs zwischen Bamberg und Alba Berlin, Dienstag abend steigt das vierte Spiel, Bamberg führt 2:1 und es fühlt sich so an, als würden sie den Matchball verwandeln. Das, was Bamberg in Spiel 3 gezeigt hat, war sehr überzeugend, da müsste Alba schon einen Nowitzki aus dem Hut zaubern, um das noch zu drehen. Ansonsten zeigt Sport1 ein paar Bilder von der Tour de Suisse und am Wochenende die Finalspiele von der Beachvolleyball-WM in Rom. Nuja, wir hatten schon Wochen mit einem überzeugenderen Sport-Angebot.

Und am Wochenende ist dann noch DAS Event für den Ultra-Läufer, die 100 Kilometer von Biel. Natürlich geht Heiko Müller an den Start, und wenn wir’s technisch hinkriegen, werden wir ihm ermöglichen, live von der Strecke zu bloggen. Sollte jemand Erfahrung mit Bloggen via SMS bei WordPress haben, wären wir für ein wenig Hilfestellung per Mail (redaktion@maenneruntersich.de) dankbar!

Zum Glotzen-Programm. Donnerstagabend, 22 Uhr 45, ARD, Stallone als „Rocky Balboa“, der letzte Rocky-Film und, ja, ich weiß, ausgelutschtes Format, Stallone ist unmöglich, blablabla. Ich mag diesen Film trotzdem. Wenn dem Hauptdarsteller Perlen der Dialogkunst wie „Fighters fight…“ aus dem Mundwinkel fallen, wenn nach dem überaus gelungenen Pep-Talk des Trainers („Lasst uns ein paar schmerzhafte Bomben basteln!“) die überlaute Fanfare die klassische Rocky-Trainingssequenz einleitet, wenn Mr. Balboa schließlich das einengende Korsett der klassischen Kampfkunst sprengt, um seinen Kampf gegen den amtierenden Schwergewichtsweltmeister in eine Wirtshausschlägerei nach Altvätersitte zu verwandeln und der Ring-Kommentator entzückt „Willkommen in Rocky-Land!“ ruft… dann geht einem doch das Herz auf. Ein Film wie ein Grips-Theaterstück für alte Säcke. Deutlich seriöser vorher um 21 Uhr 50 auf arte: „Skateboard Stories“ eine Doku über die Subkultur der Skater.
Das Hirn können wir dann am Freitag wieder ausschalten, um 20 Uhr 15 erfreut RTL2 mit „The Fast and the Furious: Tokyo Drift“ – vollkommen hirnlose Action auf der vergeblichen Suche nach einer plausiblen Handlung, jede Menge Blechschäden… kann ganz spaßig sein.
Und am Sonntag um 21 Uhr 45 läuft dann auf 3sat zum Wochenausklang noch „Let’s Play, Boy“, eine Doku über das Playboy -Magazin und seinen Erfinder Hugh „Viagra“ Hefner.

Und wer nicht im Training  ist, um NBA-Champion zu werden oder bizarre Laufdistanzen zurückzulegen, der hat vielleicht Zeit, gelegentlich eine Kneipe aufzusuchen und mit ein paar Freunden auf das Wohl von Dirk Nowitzki und den Dallas Mavericks anzustoßen. Die haben’s verdient. Übrigens sollen die Mavericks nach Spielschluss laut SpOn 26 Pullen Schampus leergemacht haben. In 20 Minuten. Auch das eine respektable Leistung, an die unsereins nicht rankommt. Sind eben Profis. Eine schöne Woche, viel Spaß!

„Was liegt an“ ist die montäglich erscheinende Wochenvorschau von „Männer unter sich“. Was Männer in den nächsten 7 Tagen interessieren könnte in total subjektiver Auswahl: TV, Sport, Kino, Musik, DVD, Events, was eben anliegt. Haben wir was vergessen? Sollen wir auf was hinweisen? Jederzeit gern, bitte die Kommentare benutzen oder unsere Mailadresse redaktion@maenneruntersich.de .

Foto Ausguck: Katharina Wieland Müller / pixelio.de

 

Was liegt an? – 6.6. bis 13.6.

Was nächste Woche auf uns zukommt.

Die kommende Woche geht von Montag bis Montag, ist ja Pfingsten. Feiertag. Da wird gefeiert, dass der heilige Geist auf die Apostel und Jünger herab kam. Heutzutage wären wir schon dankbar, wenn gelegentlich jemand etwas einfaches Hirn Richtung Reichstag vom Himmel schmeißen würde. Es wird dort dringend benötigt.

Zum Wochenprogramm: das endgültig letzte Fußballspiel vor der schändlichen Sommerpause steht an. EM-Quali Aserbeidschan-Deutschland. Trotz Auswärtsspiel und fehlendem Schweinsteiger und genereller Überspieltheit und Erschöpfung sollte ein sicherer Sieg drin sein. Das Hinspiel haben wir locker Sechszueins gewonnen, Aserbeidschan hat gerade gegen Kasachstan verloren, und ihr Trainer Hans-Hubert Vogts ist auf der anschließenden Pressekonferenz von wütenden Fans mit Gießkanne und Klopapier-Rollen attackiert worden. Nichts gegen eine zünftige Forderung zum Duell, aber diese Wahl der Waffen ist würdelos.
Wie dem auch sei, die Partie startet Dienstag bereits um 19 Uhr, und zwar in der ARD, so dass die Geißel der Menschheit namens „Waldis EM-Club“ bereits um kurz nach neun droht. Da hilft nur Umschalten, egal wohin.

Ansonsten ist unter der Woche Rasen-Tennis angesagt, die Vorbereitungsturniere auf Wimbledon stehen an, Sport1 überträgt täglich von den Gerry-Weber-Open in Halle, Eurosport kümmert sich um das Turnier im Londoner Queen’s Club.
Ebenfalls auf Eurosport: Radeln durch Frankreich vor der Tour, das Critérium du Dauphiné.
Geradelt wird auch auf Sport1, die übertragen ab Pfingsten die Tour de Suisse, vorher natürlich Basketball, die Final-Playoffs. Bamberg hat gegen Alba Berlin vorgelegt, das könnte ganz spannend werden.
Donnerstag gönnt Sport1 uns noch eine Live-Übertragung von einem Leichtathletik-Turnier in Oslo, und Eurosport denkt an gepeinigte Fußballfans und überträgt ab dem Wochenende die U21-EM aus Dänemark.

Die Le-Mans-Siegerwagen von 2010

Und dann ist da natürlich noch der Motorsport. Formel 1, der Grand Prix von Montreal wird – wie üblich – von RTL und Sky übertragen, das Wochenhighlight sind jedoch die 24 Stunden von Le Mans. Das kann man sich konventionell und leicht betulich auf Eurosport reinziehen, der absolute Kracher im letzten Jahr war jedoch der Live-Stream von der Audi-Homepage mit faszinierenden Bildern aus den Siegerwagen. Audi bietet in diesem Jahr wieder den Stream an, er sollte ab dem Wochenende irgendwo auf http://tv.audi.de zu finden sein.

Autos dann auch im Kino, zumindest dem Titel nach: „Der Mann, der über Autos sprang„.  Robert Stadlober spielt einen Pilger, der zu Fuß quer durch Deutschland marschiert, um seine Lebensenergie auf einen Kranken zu übertragen. Klingt esoterisch? Ist esoterisch, es kommen aber ein paar gute Gags, und Martin Feifel als durchgeknallter Bulle stiehlt den Film.

Ein Lichtblick bei den (Kauf-) DVDs: Endlich kommt „Ein Mann wird zur Bestie“ (idiotischer Titel, das Original „Death Hunt“ trifft’s besser) als Scheibe daher. Tolle Yukon-Schnee-Action mit den grandiosen alten Säcken Lee Marvin und Charles Bronson.

Und im Fernsehen? Heute abend schalten wir um 20 Uhr 15 natürlich wieder „Der letzte Bulle“ auf Sat1 ein und freuen uns über Mick Brisgaus kernige Späße. Allerdingens läuft zeitgleich im ZDF ein vielversprechender Krimi im Autotester-Milieu, „Der Erlkönig“. Die Story erinnert vage an „Turbo-Rolf„, könnte interessant werden.
Wer „The Wrestler“ nicht im Kino oder auf DVD gesehen hat, kann das Donnerstagabend um 22 Uhr 45 in der ARD nachholen. Mickey Rourke ist unglaublich, ein Schauspieler, der einem das Herz brechen kann.
Pfingstsonntag schließlich um 23 Uhr 15 bringt 3Sat den ollen Shaft-Film. Ziemlich cool.

Und wer am Pfingstsonntag in Berlin oder in der Nähe von Berlin ist, der wird sich das Monogramm in den Bauch beißen, wenn er nicht zum Karneval der Kulturen kommt.

http://www.youtube.com/watch?v=8WR_fgooFws

Viel Spaß, eine schöne Woche!

„Was liegt an“ ist die montäglich erscheinende Wochenvorschau von „Männer unter sich“. Was Männer in den nächsten 7 Tagen interessieren könnte in total subjektiver Auswahl: TV, Sport, Kino, Musik, DVD, Events, was eben anliegt. Haben wir was vergessen? Sollen wir auf was hinweisen? Jederzeit gern, bitte die Kommentare benutzen oder unsere Mailadresse redaktion@maenneruntersich.de .

Foto Le Mans: Arnaud333 (Eigenes Werk) [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons
Foto Ausguck: Katharina Wieland Müller / pixelio.de

 

TV-Tipp: Die lange Nacht der Sportschau

Weil ich für die Wochenvorschau normalerweise die Dritten Programme nicht scanne, hab ich ein „must see“ verpasst: heute ab 22 Uhr 45 läuft auf WDR eine „lange Sportschau-Nacht“ u.a. mit Ernst Huberty, Steffen Simon und, ja, doch, Heribert Faßbender.
Galopper des Jahres, Fußball-Ballett, die grandiosesten Metaphern von Hans-Joachim Rauschenbach… bin mal gespannt, wie lange ich wachbleibe.

Was liegt an? – 30.5. bis 5.6.

Was nächste Woche auf uns zukommt.

Was nächste Woche auf uns zukommt.

Diese Woche ist wirklich was los: Kachelmann-Urteil, Hangover-2-Premiere, Österreich-Länderspiel und Vatertag. Da braucht man den Brückentag geradezu, um ein wenig entspannen zu können.
Morgen also – endlich – das Urteil in diesem unsäglichen Kachelmann-Prozess und hoffentlich ist dann das unwürdige Spektakel vorbei. Ich hab in den letzten Monaten ein paar Anwälte nach dieser Geschichte gefragt, und von jedem als Antwort nur ein verständnisloses Kopfschütteln bekommen. Es stünde Aussage gegen Aussage, da gelte „Im Zweifel für den Angeklagten“, fertig. Wie es überhaupt zum Prozess kommen konnte bzw. wie sich der über Monate hinziehen konnte, war allen Juristen, die ich gefragt habe, ein Rätsel. Morgen ist die Sache hoffentlich vorbei.

Für heute gibt’s allerdings schon zwei TV-Empfehlungen, einmal – wie üblich – „Der letzte Bulle“ auf Sat1, die heutige Folge trägt den schönen Titel „Die Kita des Grauens“. Und gestern hab ich gelesen, dass im Sommer eine dritte Staffel gedreht wird: Mick BRisgau bleibt uns erhalten.
Um 22 Uhr 15 gibt’s dann noch einen richtigen Kracher im ZDF: „Hot Fuzz„, Polizei-Action-Comedy mit reichlich Splatter-Effekten und derbe komischen Dialogen. Schöne Sache.
Auch am Mittwoch lohnt das lange Aufbleiben, in der ARD hat man für 23 Uhr 30 eine Doku  „Foulspiel – Hintergründe der FIFA“ angekündigt, in der es um Korruptionsvorwürfe in der FIFA und den Präsidentschaftswahlkampf zwischen „Slippery Sepp“ Blatter und Bin Hammam geht. Bin Hammam hat nun am Wochenende überraschend einen Rückzieher gemacht, in den nächsten Stunden/Tagen könnte sich in der FIFA einiges tun. Für die, die am Mittwochabend nicht so lange aufbleiben wollen oder zeitnah auf dem Laufenden bleiben möchten, empfehle ich das Blog von Sportjournalist Jens Weinreich, der berichtet aktuell aus Zürich.
Ja, doch, es ist auch die Woche für Nachteulen, Freitag um 23 Uhr 15 zeigt arte die interessante Doku „Die Himmelsläufer von New York“ über schwindelfreie Mohawk-Indianer, die beim Bau von Wolkenkratzern arbeiten. Ist das nun ein Mythos oder nicht?
Samstag kann man sich auf ProSieben „Schlag den Raab“ angucken (ich seh das von Zeit zu Zeit ganz gerne, diese Schulhof-Rüpeligkeit von Raab hat einen gewissen Unterhaltungswert), zwischendrin sollte man vielleicht auf 3sat umschalten, um 21 Uhr 45 läuft „Der schnellste Mann am Berg“, ein Film über den Speedkletterer Ueli Steck (der u.a. die Nordwand als erster ohne jede Kletterhilfe bestiegen hat). Um 22 Uhr 35 geht es dann um die „Faszination Bergfilm“, und das guck ich mir bestimmt an, u. a. geht es da um „Nordwand„, einen der beeindruckendsten Filme der letzten Jahre. Vielleicht erklären sie ja, wie sie zu diesen unglaublichen Bildern gekommen sind. Haben die die Schauspieler wirklich in die Nordwand gehängt? Wenn ja, wer hat denn das versichert? Die zugekoksten Puffbesucher von der Hamburg-Mannheimer?
Und – letzter Nachteulen-Tipp – am Sonntag um 23 Uhr 30 zeigt die ARD in TV-Erstausstrahlung „Abgedreht“ (Be kind rewind), eine Comedy-Perle über zwei durchgeknallte Aushilfen, die in einer Videothek versehentlich die VHSsen löschen und versuchen, sich über die Runden zu retten, in dem sie selbstgedrehte Remakes der gelöschten Blockbuster verleihen. Die Remakes sind der Hammer!

In den Videotheken tut sich nichts weltbewegendes, einzig eine diese Woche rauskommende Special Edition des SF-Kultfilms Tron könnte eine Erwägung wert sein. Also: Im Kino hat man mehr vom Film, und in den Kinos ist die Hölle los. Ganz oben auf der Liste steht – natürlich – „Hangover 2„, der an diesem Wochenende in den USA gestartet ist und an 4 Tagen 118 Millionen $ eingespielt hat. Sieht so aus, als hätte man tatsächlich das Erfolgsrezept des 1. Teils wieder aufgelegt, der Trailer ist vielversprechend, ich freu mich drauf.

Außerdem startet endlich (oder wieder) Kottan ermittelt – Rien ne va plus. Die Wiederauflage der zwanzig Jahre alten Anarcho-TV-Serie kommt nun, nachdem sie Anfang April nur in zwei Städten gestartet wurde, richtig in die Kinos. Die Reaktionen auf den Film sind durchaus durchwachsen.
Und dann ist da noch“Transnationalmannschaft„, eine Doku über Fans der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, die – wie es so schön heißt – einen Migrationshintergrund haben. Der Trailer macht an, scheint ein sehr sympathischer Film zu sein.

Mit geschmeidigem Übergang kommen wir so zum Sport, denn die Nationalmannschaft spielt am Freitagabend gegen Österreich EM-Quali, die ARD überträgt ab 20 Uhr 15. Es scheint angeraten, während des Spiels nicht alzuviel zu trinken, damit man hinterher noch genug Körperkoordination hat, um umzuschalten, bevor Waldis EM-Club kommt.
Auf Eurosport kann man sich live die zweite Woche der French Open im Tennis und ein traditionsreiches U-21-Fußballturnier in Toulons anschauen, auf Sport1 laufen die letzten Halbfinalplayoffs der Basketballbundesliga, am Sonntag ab 15 Uhr 40 dann die erste Finalpartie. Und ein Leckerbissen am Sonnabend abend, ab 21 Uhr 15 zeigen sie live das Testspiel Brasilien-Holland. Könnte schöner Fußball bei rauskommen.

Was für eine Woche! Hab ich noch was vergessen? Ja. Vatertag. Vatertag ist auch noch. Freu ich mich drauf. Ich mach mit meinem Freund Uwe nach Angermünde. Da machen wir ’ne richtig lange Radtour, und zum Abschluss gönnen wir uns das größte Steak vom Galloway-Rind, das es auf Gut Kerkow gibt. Und was macht ihr?

„Was liegt an“ ist die montäglich erscheinende Wochenvorschau von „Männer unter sich“. Was Männer in den nächsten 7 Tagen interessieren könnte in total subjektiver Auswahl: TV, Sport, Kino, Musik, DVD, Events, was eben anliegt. Haben wir was vergessen? Sollen wir auf was hinweisen? Jederzeit gern, bitte die Kommentare benutzen oder unsere Mailadresse redaktion@maenneruntersich.de .

Was liegt an? – 23.5. bis 29.5.

Was nächste Woche auf uns zukommt.

Eben hab ich meinen Zeitungshändler komplett aus der Spur geworfen. Der Mann, nennen wir ihn mal Herrn Üflüflü, hat seinen Laden direkt neben meiner Haustür, ich hol bei ihm meine Zeitungen und wir streiten uns jeden Tag wg. Fußball. Er ist , ich FC Bayern, er ist Türkei, ich Deutschland, wie das Fans so machen. Heut früh frag ich ihn: „Wer gewinnt die Championsleague?“ Er will schon antworten (Herr Üflüflü ist Barcelona), dann frag ich nach „Lyon oder Turbine Potsdam“? So ratlos hat Herr Üflüflü noch nie geguckt. Soweit zur Akzeptanz von Frauenfußball hierzulande. Achja, die Mädels sind Donnerstagabend dran, ZDF und Eurosport übertragen.
Der richtige Fußball schliddert in die Sommerpause: Rückspiel Relegation Bochum-Gladbach am Mittwoch um 20 Uhr 15 in der ARD: ich hatte Gladbach deutlicher vorn, das kann noch mal ganz eng und spannend werden.
Sonnabendabend dann der absolute Wochenhöhepunkt, CL-Finale Barcelona-ManU. Natürlich ist Barcelona haushoher Favorit, ich überlege, ob ich nicht ein paar Euro auf ManU setzen soll. Das Team ist über die ganze Saison kontinuierlich stärker geworden, die werden sich richtig reinhängen, ja, doch, könnte ein großer Abend werden. Public Viewing in irgendeinem English Pub könnte eine gute Idee sein.
Und damit die fußballerischen Erwartungen nicht gleich in den Himmel wachsen, gönnt uns der DFB am Sonntagabend zum Wochenausklang noch ein famoses Freundschaftsspiel gegen Uruguay. Nuja. Vielleicht bin ich ja am Sonntagabend noch auf der Siegesfeier im English Pub, dann brauch ich das nicht zu gucken.
Wer das Auge vom Dauerfußball ein wenig entlasten möchte schaltet zu Eurosport, 1. Woche French Open und der Giro sind da die Live-Themen, Sport1 erfreut mit den Playoffs der Basketball-Bundesliga und am Donnerstagabend gibt’s ein Leichtathletik-Meeting aus Rom.

TV ohne Sport ist diese Woche ziemlich dürftig, die Macho-Kultserie „Der letzte Bulle“ heute abend 20 Uhr 15 auf Sat1 ist ein Highlight, das andere läuft am Freitag Abend auf arte spät um 22 Uhr 35, die sehr anrührende Doku, „Marathon Boy“ über einen indischen Jungen, der mit vier Jahren schon reihenweise Marathon-Läufe absolviert, was die Frage aufwirft, ob er ausgebeutet wird oder nicht, und wie gesund das überhaupt ist, was da mit dem Kleinen angestellt wird. So eine Art „Slumdog Millionaire“ minus Schmalz.

Im Kino tut sich nix, wir freuen uns alle auf nächste Woche, wenn „Hangover 2“ und „Transnationalmannschaft“ anlaufen. Wer es gar nicht ohne Popcorn aushält, kann „Wer ist Hanna?“ anschauen, einen Mix aus „Nikita“ und „Leon der Profi„. Scheint gut gemacht zu sein, die Action stimmt.

Auch in den Videotheken tut sich nix besonderes, eventuell, ganz eventuell kann man sich „Dickste Freunde“ anschauen, ein einigermaßen unschlüssig zwischen Komödie und Drama schwankendes Buddy Movie. Eine saustarke Performance von Vince Vaughn reisst’s raus. Beinahe.

http://www.youtube.com/watch?v=uU00YYiGm44

Ich bleib bei Fußball, nach dieser Woche kommen noch zwei Länderspiele EM-Quali und dann ist Sommerpause bzw. Frauen-WM. Solange die Mädels die Plätze nutzen dürfen, kann man sich ja anderweitig beschäftigen. Viel Spaß, eine schöne Woche!

„Was liegt an“ ist die montäglich erscheinende Wochenvorschau von „Männer unter sich“. Was Männer in den nächsten 7 Tagen interessieren könnte in total subjektiver Auswahl: TV, Sport, Kino, Musik, DVD, Events, was eben anliegt. Haben wir was vergessen? Sollen wir auf was hinweisen? Jederzeit gern, bitte die Kommentare benutzen oder unsere Mailadresse redaktion@maenneruntersich.de .

Foto: Katharina Wieland Müller / pixelio.de

Was liegt an? – 16.5. bis 22.5.

Was nächste Woche auf uns zukommt.

In dieser Woche beginnt die schlimme Zeit. Der letzte Bundesliagspieltag hatte die Hausnummer 34, die Saison ist rum, die Sommerpause steht an, und damit die ungeordneten Wochenenden. Die Bundesliga bietet uns Männern ja nicht nur spannenden Sport, sie verleiht auch der Wochenendfreizeit Stabilität und Struktur, um die herum nichtfußballerische Aktivitäten geplant werden können: Ist das Freitagabendspiel relevant, oder kann man ausgehen? Wo beobachte ich am Samstagnachmittag die Konferenz? Und muss die Familie am Sonntag auf Papi verzichten, weil sein Verein spielt? Dieses Rückgrat ist uns in den nächsten Wochen genommen. Wir taumeln ordnungslosen Wochenenden voller Beliebigkeit entgegen.
Wie um uns zu verhöhnen gibt es vorher natürlich noch Fußball satt. Am Mittwoch überträgt Sat1 das Uefa-Cup-Finale zwischen FC Porto und Sporting Braga (Anpfiff 20 Uhr 45), am Donnerstag ab 20 Uhr 15 können wir bei der ARD das 1. Relegationsspiel der Bundesliga zwischen Gladbach und Bochum anschauen (Sollte eine klare Sache für Gladbach werden, denke ich, Rückspiel ist am 25.5.) und am Sonnabend ist – wiederum von der ARD übertragen– das DFB-Pokal-Finale, Schalke-Duisburg, nuja. Wenn Schalke das nicht macht…

Für die Nichtfußballer: Eurosport sendet weiterhin täglich live vom Giro d‘Italia, ab kommenden Sonntag dann auch Weltklasse-Tennis von den French Open. Auch wenn uninformierte Fernsehkommentatoren immer wieder ahnungslos was von „langweiligem Sandplatz-Tennis“ faseln, in Paris bekommt man meist das schönste Tennis zu sehen (seit Bruguera und Corretja nicht mehr spielen). Eben weil‘s auf Sand langsamer zugeht, entscheiden hier nicht Athletik und Kraft sondern Taktik und spielerische Finesse.
Zur Einstimmung kann man sich auf Sport1 diese Woche über den World-Team-Cup aus dem Rochus Club in Düsseldorf reinziehen, acht Nationen spielen mannschaftlich gegeneinander, Deutschland läuft mit dem Davis-Cup-Team auf, ist doch was.
Und am Sonntag ist Grand Prix in Spanien, die Motorräder fahren auf Sport1, die Autos auf Sky und RTL, wie immer.
DAS Motorsport-Ereignis der Woche ist aber natürlich die Mille Miglia. Natürlich ist Don Alphonso wieder dabei, diesmal mit einem steinalten VW-Käfer. Erste Fotos stehen schon bei „Rebellen ohne Markt“.

Im Kino laufen zwei interessante Filme an, zum einen der vierte Teil von „Pirates of the Caribbean“. Nuja, wenn mir vor ein paar Jahren jemand gesagt hätte, dass Hollywood anfängt, Rummelplatzattraktionen zu verfilmen, hätte ich denjenigen für verrückt erklärt, und nun geht die Piraten-Achterbahn in die vierte Runde. Teil 1 war ja ganz okay, 2 und 3 fand ich zu wirr, aber von Teil 4 liest man jetzt schon sehr viel gutes.
Dokus haben’s hierzulande im Kino schwer, das gilt dann sicher auch für „Joschka und Herr Fischer“ von Pepe Danquart. Danquart hat zuletzt zwei absolut faszinierende Sport-Dokus gedreht, „Am Limit“ über Extrem-Kletterer und „Höllentour“ über die Tour de France, mit dem Film über Fischer – der ja wirklich eine faszinierende Biographie gelebt hat – scheint ihm ein tolles Stück Zeitgeschichte gelungen zu sein. Ich geh bei nächster Gelegenheit rein.

In die Videotheken kommt nix besonderes, 22 Bullets kann man sich vielleicht reinziehen, einen grundsoliden Marseiller-Mafia-Thriller mit Jean Reno.

Bleibt die Glotze. Wie jede Woche empfehlen wir montags um 20 Uhr 15 „Der letzte Bulle“ auf Sat1, aber diese Woche kann Mann in Erwägung ziehen, sich die aktuelle Folge zu einem späteren Zeitpunkt anzuschauen. Denn zeitgleich läuft auf Das Vierte „Der Tod ritt dienstags“, eine Perle des Italo-Westerns mit Guliano Gemma und Lee van Cleef. Der Plot erinnert vage an „Mein Name ist Nobody“, was kein Wunder ist: Tonino Valerii heißt der Regisseur beider Filme. Wer in Zukunft mitreden will, sollte das Teil anschauen, spätestens nächstes Jahr werden Italo-Western das Über-Ding. Tarantino hat einen „Django“ angekündigt (kein Scheiß).
Kurzer Nachtrag: Hab ein bisschen hinter dem Tarantino-Western herrecherchiert, die Inhaltsangaben, die bis jetzt kursieren, lesen sich so, als wäre „Django Unchained“ tatsächlich ein Remake von „Der Tod ritt dienstags“, mit Will Smith und Christoph Waltz in den Gemma- und Van-Cleef-Rollen.

Samstagabend und kein Bock auf Pokalfinale? Der Wagemutige greift zur Fernbedienung und schaltet Tele5 ein, um mit heruntergefallener Kinnlade und weit aufgerissenen Augen „Mega Shark vs. Giant Octopus“ zu bestaunen, einen der schlechtesten Horrofilme, die je gedreht wurden, ja, dieses Machwerk spielt tatsächlich in der „Plan 9 from Outer Space“-Klasse, dieser Film ist auf allen Ebenen so schrecklich schlecht, dass er schon wieder eine gewisse Trash-Qualität hat. Bei seinem Kinostart in Großbritannien hat dieser Film übrigens am ersten Wochenende die horrende Summe von 733 Dollar (nein, ich habe keine Null vergessen), eingespielt, und Experten fragen sich heute noch, welche armen Irren für diesen Giga-Trash tatsächlich Geld ausgegeben haben. Der Trailer zeigt uns dieses Meisterwerk in seiner ganzen Herrlichkeit.

Der Trash-Fan kann mit diesem Film, reichlich Bier und einer Tüte Chips jede Menge Spaß haben. Apropos Trash mit übellaunigen Urzeit-Kreaturen: am Sonntag tritt Udo Lattek zum letzten Mal im Sport1-Fußball-Talk „Doppelpass“ auf. Die Woche endet mit einem auf Ex geleerten Weizenbier Paukenschlag. Bis dahin viel Spaß, eine schöne Woche!

„Was liegt an“ ist die montäglich erscheinende Wochenvorschau von „Männer unter sich“. Was Männer in den nächsten 7 Tagen interessieren könnte in total subjektiver Auswahl: TV, Sport, Kino, Musik, DVD, Events, was eben anliegt. Haben wir was vergessen? Sollen wir auf was hinweisen? Jederzeit gern, bitte die Kommentare benutzen oder unsere Mailadresse redaktion@maenneruntersich.de .

Foto: Katharina Wieland Müller / pixelio.de

Was liegt an? – 9.5. bis 15.5.

Der Eishockey-Wahnsinn geht weiter. Die Deutschen sind im Viertelfinale, es ist kaum zu glauben, Viertelfinale! Großartiger Kampf mit viel Pech gegen Finnland, über die Dänemark-Partie… sagen wir mal nix, heute abend ist mit der letzten Zwischenrundenpartie gegen Tschechien dann die nächste Giganten-Nation fällig (Sport1 überträgt)!
Wirke ich euphorisch? Gut möglich, ich bin’s nämlich. Derartige Hoch-Zeiten kamen im deutschen Eishockey bisher nur so alle zehn, zwanzig Jahre. Das muss man auskosten.
Zumal die Fußballsaison ihrem Ende entgegenstrebt. Am Wochenende letzter Bundesligaspieltag, Sonntag überträgt die ARD nach der DTM die Meisterfeier aus Dortmund, dann kommen noch die Relegationspartien, Pokalfinale in Berlin, Euro- und CL-Finale, und dann kommt die dunkle, Sommerpause genannte Zeit, in der man anfängt, hektisch nach Livestreams zu suchen, die die Qualis zum Uefa-Cup übertragen… schrecklich! Auf Eurosport gibt’s noch die U17-Fußball-EM in Serbien, sowie den Giro d’Italia. Und auf Sport1 – hab ich das schon erwähnt? – die Eishockey-WM!
Ganz, ganz großen Sport gibt’s ab Donnerstag auch im Kino: „Senna“, eine Doku über den vermutlich größten Rennfahrer aller Zeiten, läuft an. Herrgottsack, war das ein Draufgänger!

Bleibt das normale TV-Programm. Auf die montägliche Zweitliga-Partie müssen wir bereits verzichten, wenigstens sorgt Retro-Bulle Mick Brisgau um 20 Uhr 15 auf Sat1 für männerhumorige Kontinuität („Der letzte Bulle“). Am Mittwoch um 22 Uhr 45 auf Kabel 1 für all diejenigen, die ihn vielleicht noch nicht kennen, die geniale DVD nicht besitzen oder die ihn einfach mal wieder sehen wollen: David Fincher’s Meisterwerk „Fight Club„, einer der brillantesten, bösesten, faszinierendsten Filme die je gedreht wurden.
Ebenfalls zu später Stunde, am Freitag um 23 Uhr 30 kann man auf der ARD eine Entdeckung machen. Das Erste sendet in der Nacht ein paar Filme mit der jungen Senta Berger, und die Thriller-Komödie „Marrakesch“ aus 1966 ist eine echte Perle. Komisch, temporeich, spannend, und neben der Berger spielen Tony Randall, Terry-Thomas, Herbert Lom, Klaus Kinski. Da lohnt das Wachbleiben.
Ob das auch am Samstag abend beim European Song Contest lohnt, ist die Frage. Wenn der ganze Hype, der diese Woche von ARD und ProRaab ProSieben auf die Menschen losgelassen wird, mich nicht endgültig abtörnt, werde ich wohl gucken. Ich hab einfach eine Schwäche für Ostblock-Transen, die sich als Container-Schlampen verkleiden und Technopop singen. Wem das zu heftig ist – wofür ich tiefstes Verständnis habe – kann sich parallel auf ProSieben einen ganzen Abend lang olle Simpsons-Folgen gucken.
Und am Sonntag um 20 Uhr 15 macht dann auf Tele 5 „Balduin, das Nachtgespenst“ (herrliche Klamotte mit Louis de Funès und Jean Gabin) dem ganzen Spuk ein Ende. Bis dahin viel Spaß, eine schöne Woche!

„Was liegt an“ ist die montäglich erscheinende Wochenvorschau von „Männer unter sich“. Was Männer in den nächsten 7 Tagen interessieren könnte in total subjektiver Auswahl: TV, Sport, Kino, Musik, DVD, Events, was eben anliegt. Haben wir was vergessen? Sollen wir auf was hinweisen? Jederzeit gern, bitte die Kommentare benutzen oder unsere Mailadresse redaktion@maenneruntersich.de .

Foto: Katharina Wieland Müller / pixelio.de