Der Meister-Einparker vom Siegerland – die Links der Woche vom 14.6. bis 20.6.

Jeden Freitag auf “Männer unter sich”: Links, die uns während der Woche untergekommen sind – Sport, Cartoons, Reportagen, Hintergründe zu unseren Artikeln usw. Männlicher Lesestoff zum Wochenende, viel Spaß!

Wer hätte denn gedacht, dass der olle Spruch mit den Frauen, die nicht Einparken können, noch mal ’ne richtige Welle macht? Hat er, diese Woche, als eine Dame von der Uni Siegen, die zwei Parkplätze benötigt hatte, um ihren Wagen einzuparken, sich über die fabulösen Einparkkünste eines Kollegen beschwerte… weiterlesen…

Das ist erst fünfzig Jahre her…

Den Fünfzigsten zur Star Club Eröffnung am 13. April 1962 hab ich, nun im fünfundzwanzigsten Sommer im NRW-Südzipfel lebend, leider schade verpasst. Und mich stattdessen anderenorts hier am Vortag des vorletzten Dreizehnten, am 12. April 2012, unterm Titel GRASS IST GRASS UND GRASS BLEIBT KRASS mit Politablassungen des LNPT 1999 kritisch auseinandergesetzt.

Das ist nun auch nicht mehr zu ändern. Trotzdem möchte ich heute an Tony Sheridan erinnern. Tony wurde als Anthony Esmond Sheridan McGinnityn im mittelenglischen Norwich geboren wurde und lebte, mit Unterbrechungen, mit seiner langjährigen Lebensgefährtin Anna, in und um Hamburg. (Die beiden heirateten spät: 2005. Anna ist im September 2011 verstorben. In Ütersen soll es bei der AWO einen nach Anna Sievers benannten Seniorentreff geben.) weiterlesen…

Wie deutsch kann man sein – Das neue Sebel-Album

Den Sebel, den haben wir hier im Blog zum ersten Mal vor über einem Jahr erwähnt, als ihn außerhalb von Wanne-Eickel und Umgebung noch keiner kannte. Da hatte uns wer ’n Tipp gegeben, dass irgendso ’n Pott-Rocker mit verdächtig holländischem Namen (Sebel van der Nijhoff hieß er damals noch) total geile Videos dreht und auf youtube einstellt. Da haben wir zum ersten Mal „Heimat“ gehört und gesehen, und seitdem sind wir Sebel-Fans. weiterlesen…

Statham, Gymkhana und 100 Riffs – die Links der Woche vom 6.7. bis 13.7.

Jeden Freitag auf “Männer unter sich”: Links, die uns während der Woche untergekommen sind – Sport, Cartoons, Reportagen, Hintergründe zu unseren Artikeln usw. Männlicher Lesestoff zum Wochenende, viel Spaß!

Musikalisch ins Wochenende: Ein Gitarrenverkäufer aus Chicago spielt hundert Rock-Riffs in 12 Minuten. Hammer!

Auf dieser Seite steht die Liste aller Riffs. Und das Equipment, das er benutzt. weiterlesen…

Sebel auf Tour

Trotz Fußball-EM wollen wir eins nicht vergessen: Unser Lieblings-Shouter, Sebel van der Nijhoff, ist derzeit auf Tour. Die Termine finden sich auf seiner Homepage, am kommenden Sonntag spielt er in Berlin im Comet-Club, um 21 Uhr.

Wenn man sich das so anschaut und -hört. kommt man glatt ins Grübeln. Kann man sich England-Italien nicht auch als Aufzeichnung anschauen?

 

 

Paul Simon 70

Heute wird Paul Simon, einer der einflussreichsten Songwriter aller Zeiten, siebzig. Ich glaub, jeder Kerl, der mal ein paar Gitarrengriffe gelernt hat, hat irgendwann mal einen Paul-Simon-Song einstudiert. Mrs. Robinson. Sounds Of Silence. Bridge Over Troubled Water, natürlich. Und „The Boxer“, eine herzzerreißende Pop-Ballade mit eine grandiosen Punch am Schluss.

Für diejenigen, denen die Version des Songs zu schlicht ist, ist hier noch eine etwas opulentere. Da ist dann auch der andere Typ dabei, mit dem Paul zwischenzeitlich mal Knies hatte.

„In the clearing stands a boxer
And a fighter by his trade.
And he carries the reminders
Of every glove that  laid him down
Or cut him till he cried out
In his anger and his shame:
I am leaving, I am leaving…
But the fighter still remains.“

Ganz, ganz groß. Danke für diesen Song, und für all die anderen.

Haudegen?

Seit ein paar Monaten geistert ein Phänomen namens „Haudegen“ erfolgreich durch die Ohren Musik hörender Männer. „Haudegen“ ist eine Band, gefrontet von Hagen Stoll (in einem vorigen Leben u.a. als Rapper Joe Rilla unterwegs) und Sven Gillert, der Musikstil schwankt zwischen Deutschrock und Schnulze, das im Mai veröffentlichte Doppelalbum „Schlicht und ergreifend“ kam in die Top Ten und das Image von Haudegen ist… anders. Wirklich nicht metro-sexuell. Eher retro-männlich? Mit Sicherheit minutiös durchkalkuliert. Schauen wir mal…

Alles klar. Der Testosteron-Spiegel steht auf Anschlag, Klaus Lage haben sie komplett und ihr Manufactum-Katalog ist voller Eselsohren. Männlicher geht kaum.
Als ich das Video zum ersten Mal durchgeschaut habe, hab ich gleich auf „nochmal abspielen“ geklickt, weil ich nicht glauben konnte, was für ein durchgeknalltes Bekenntnis zu Postkarten-Männlichkeit, Pfadfinder-Lagerfeuer-Träumen und hemmungsloser Sentimentalität ich da gerade gesehen und gehört hatte. Der zweite Klick war ein Fehler, denn spätestens beim zweiten Hören hat sich der Titel gnadenlos im Ohr festgekrallt, den wird man tagelang nicht mehr los. Trotz der etwas fahrig zusammengestoppelten Lyrics. Apropos Lyrics…

Mir steht die Scheiße bis zum Hals,
sieh mich nicht so an.
Denn ich tue was ich kann.
Ich bin ein einfacher Mann.

„Einfach“ ist in der Tat das Stichwort. Herrgottnochmal, ein bisschen mehr Mühe könnten sie sich mit den Texten wirklich geben, dieses Gestammel zieht einem ja die Schuhe aus! Andererseits stimmt die Atmosphäre des Songs, das Videos ist super produziert, und auch diesen Mut zu komplett Ironie-freier Direktheit muss man erstmal aufbringen. Und dann ist da ja noch…

Okay, wir sind zu Hause angekommen. Jungs bleiben Jungs, Tom Sawyer trifft Huck Finn, es soll wieder so sein wie früher, in der wundervollen Abenteuer-Jugend, die wir niemals hatten. Komm mit ins Hartmut-Engler-Land, der Eintritt kostet den Verstand. Trotzdem muss man auch hier wieder den Hut ziehen: Trotz des eher ungelenk dargebotenen Pathos ist auch das ein sehr, sehr gut gemachtes Video.
Und schaut man sich die Haudegen-Website an, setzt sich der Eindruck totaler Professionalität fort. Hier hat jemand eine männliche Zielgruppe und deren Vorlieben ganz genau analysiert und bedient deren Vorlieben und Abneigungen höchst präzise und mit absolutem Stilwillen.
Was mich letztendlich stört, ist – wie gesagt – die beinahe völlige Abwesenheit von Ironie bei diesem Projekt. Wäre da nicht gelegentlich eine durchaus rührende Tapsigkeit, mit der Haudegen ihre klischee-lastigen Geschichten von Einsamkeit und Wehmut erzählen, dieses weinerliche Designer-Retro-Mannestum wäre unerträglich.
Letztlich bin und bleibe ich in meiner Einschätzung unschlüssig, was die Haudegen-Männer angeht. Denn trotz der zahlreichen Einwände, die ich gegen die Band habe, irgendwo gefallen die mir doch. Marktforschung hin, Zielgruppenkalkül her, ein paar Songs machen wirklich Spaß, und die Jungs kommen auch in Interviews ziemlich sympathisch rüber.
Mich würde interessieren, was andere Männer von Haudegen halten. Vielleicht haben ein paar von euch ja Lust, in den Kommentaren was dazu zu sagen. Oder einfach hier beim Poll was anzuklicken.

Was haltet ihr von Haudegen?

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