Was liegt an? – 16.5. bis 22.5.

Was nächste Woche auf uns zukommt.

In dieser Woche beginnt die schlimme Zeit. Der letzte Bundesliagspieltag hatte die Hausnummer 34, die Saison ist rum, die Sommerpause steht an, und damit die ungeordneten Wochenenden. Die Bundesliga bietet uns Männern ja nicht nur spannenden Sport, sie verleiht auch der Wochenendfreizeit Stabilität und Struktur, um die herum nichtfußballerische Aktivitäten geplant werden können: Ist das Freitagabendspiel relevant, oder kann man ausgehen? Wo beobachte ich am Samstagnachmittag die Konferenz? Und muss die Familie am Sonntag auf Papi verzichten, weil sein Verein spielt? Dieses Rückgrat ist uns in den nächsten Wochen genommen. Wir taumeln ordnungslosen Wochenenden voller Beliebigkeit entgegen.
Wie um uns zu verhöhnen gibt es vorher natürlich noch Fußball satt. Am Mittwoch überträgt Sat1 das Uefa-Cup-Finale zwischen FC Porto und Sporting Braga (Anpfiff 20 Uhr 45), am Donnerstag ab 20 Uhr 15 können wir bei der ARD das 1. Relegationsspiel der Bundesliga zwischen Gladbach und Bochum anschauen (Sollte eine klare Sache für Gladbach werden, denke ich, Rückspiel ist am 25.5.) und am Sonnabend ist – wiederum von der ARD übertragen– das DFB-Pokal-Finale, Schalke-Duisburg, nuja. Wenn Schalke das nicht macht…

Für die Nichtfußballer: Eurosport sendet weiterhin täglich live vom Giro d‘Italia, ab kommenden Sonntag dann auch Weltklasse-Tennis von den French Open. Auch wenn uninformierte Fernsehkommentatoren immer wieder ahnungslos was von „langweiligem Sandplatz-Tennis“ faseln, in Paris bekommt man meist das schönste Tennis zu sehen (seit Bruguera und Corretja nicht mehr spielen). Eben weil‘s auf Sand langsamer zugeht, entscheiden hier nicht Athletik und Kraft sondern Taktik und spielerische Finesse.
Zur Einstimmung kann man sich auf Sport1 diese Woche über den World-Team-Cup aus dem Rochus Club in Düsseldorf reinziehen, acht Nationen spielen mannschaftlich gegeneinander, Deutschland läuft mit dem Davis-Cup-Team auf, ist doch was.
Und am Sonntag ist Grand Prix in Spanien, die Motorräder fahren auf Sport1, die Autos auf Sky und RTL, wie immer.
DAS Motorsport-Ereignis der Woche ist aber natürlich die Mille Miglia. Natürlich ist Don Alphonso wieder dabei, diesmal mit einem steinalten VW-Käfer. Erste Fotos stehen schon bei „Rebellen ohne Markt“.

Im Kino laufen zwei interessante Filme an, zum einen der vierte Teil von „Pirates of the Caribbean“. Nuja, wenn mir vor ein paar Jahren jemand gesagt hätte, dass Hollywood anfängt, Rummelplatzattraktionen zu verfilmen, hätte ich denjenigen für verrückt erklärt, und nun geht die Piraten-Achterbahn in die vierte Runde. Teil 1 war ja ganz okay, 2 und 3 fand ich zu wirr, aber von Teil 4 liest man jetzt schon sehr viel gutes.
Dokus haben’s hierzulande im Kino schwer, das gilt dann sicher auch für „Joschka und Herr Fischer“ von Pepe Danquart. Danquart hat zuletzt zwei absolut faszinierende Sport-Dokus gedreht, „Am Limit“ über Extrem-Kletterer und „Höllentour“ über die Tour de France, mit dem Film über Fischer – der ja wirklich eine faszinierende Biographie gelebt hat – scheint ihm ein tolles Stück Zeitgeschichte gelungen zu sein. Ich geh bei nächster Gelegenheit rein.

In die Videotheken kommt nix besonderes, 22 Bullets kann man sich vielleicht reinziehen, einen grundsoliden Marseiller-Mafia-Thriller mit Jean Reno.

Bleibt die Glotze. Wie jede Woche empfehlen wir montags um 20 Uhr 15 „Der letzte Bulle“ auf Sat1, aber diese Woche kann Mann in Erwägung ziehen, sich die aktuelle Folge zu einem späteren Zeitpunkt anzuschauen. Denn zeitgleich läuft auf Das Vierte „Der Tod ritt dienstags“, eine Perle des Italo-Westerns mit Guliano Gemma und Lee van Cleef. Der Plot erinnert vage an „Mein Name ist Nobody“, was kein Wunder ist: Tonino Valerii heißt der Regisseur beider Filme. Wer in Zukunft mitreden will, sollte das Teil anschauen, spätestens nächstes Jahr werden Italo-Western das Über-Ding. Tarantino hat einen „Django“ angekündigt (kein Scheiß).
Kurzer Nachtrag: Hab ein bisschen hinter dem Tarantino-Western herrecherchiert, die Inhaltsangaben, die bis jetzt kursieren, lesen sich so, als wäre „Django Unchained“ tatsächlich ein Remake von „Der Tod ritt dienstags“, mit Will Smith und Christoph Waltz in den Gemma- und Van-Cleef-Rollen.

Samstagabend und kein Bock auf Pokalfinale? Der Wagemutige greift zur Fernbedienung und schaltet Tele5 ein, um mit heruntergefallener Kinnlade und weit aufgerissenen Augen „Mega Shark vs. Giant Octopus“ zu bestaunen, einen der schlechtesten Horrofilme, die je gedreht wurden, ja, dieses Machwerk spielt tatsächlich in der „Plan 9 from Outer Space“-Klasse, dieser Film ist auf allen Ebenen so schrecklich schlecht, dass er schon wieder eine gewisse Trash-Qualität hat. Bei seinem Kinostart in Großbritannien hat dieser Film übrigens am ersten Wochenende die horrende Summe von 733 Dollar (nein, ich habe keine Null vergessen), eingespielt, und Experten fragen sich heute noch, welche armen Irren für diesen Giga-Trash tatsächlich Geld ausgegeben haben. Der Trailer zeigt uns dieses Meisterwerk in seiner ganzen Herrlichkeit.

Der Trash-Fan kann mit diesem Film, reichlich Bier und einer Tüte Chips jede Menge Spaß haben. Apropos Trash mit übellaunigen Urzeit-Kreaturen: am Sonntag tritt Udo Lattek zum letzten Mal im Sport1-Fußball-Talk „Doppelpass“ auf. Die Woche endet mit einem auf Ex geleerten Weizenbier Paukenschlag. Bis dahin viel Spaß, eine schöne Woche!

„Was liegt an“ ist die montäglich erscheinende Wochenvorschau von „Männer unter sich“. Was Männer in den nächsten 7 Tagen interessieren könnte in total subjektiver Auswahl: TV, Sport, Kino, Musik, DVD, Events, was eben anliegt. Haben wir was vergessen? Sollen wir auf was hinweisen? Jederzeit gern, bitte die Kommentare benutzen oder unsere Mailadresse redaktion@maenneruntersich.de .

Foto: Katharina Wieland Müller / pixelio.de

Was liegt an? – 9.5. bis 15.5.

Der Eishockey-Wahnsinn geht weiter. Die Deutschen sind im Viertelfinale, es ist kaum zu glauben, Viertelfinale! Großartiger Kampf mit viel Pech gegen Finnland, über die Dänemark-Partie… sagen wir mal nix, heute abend ist mit der letzten Zwischenrundenpartie gegen Tschechien dann die nächste Giganten-Nation fällig (Sport1 überträgt)!
Wirke ich euphorisch? Gut möglich, ich bin’s nämlich. Derartige Hoch-Zeiten kamen im deutschen Eishockey bisher nur so alle zehn, zwanzig Jahre. Das muss man auskosten.
Zumal die Fußballsaison ihrem Ende entgegenstrebt. Am Wochenende letzter Bundesligaspieltag, Sonntag überträgt die ARD nach der DTM die Meisterfeier aus Dortmund, dann kommen noch die Relegationspartien, Pokalfinale in Berlin, Euro- und CL-Finale, und dann kommt die dunkle, Sommerpause genannte Zeit, in der man anfängt, hektisch nach Livestreams zu suchen, die die Qualis zum Uefa-Cup übertragen… schrecklich! Auf Eurosport gibt’s noch die U17-Fußball-EM in Serbien, sowie den Giro d’Italia. Und auf Sport1 – hab ich das schon erwähnt? – die Eishockey-WM!
Ganz, ganz großen Sport gibt’s ab Donnerstag auch im Kino: „Senna“, eine Doku über den vermutlich größten Rennfahrer aller Zeiten, läuft an. Herrgottsack, war das ein Draufgänger!

Bleibt das normale TV-Programm. Auf die montägliche Zweitliga-Partie müssen wir bereits verzichten, wenigstens sorgt Retro-Bulle Mick Brisgau um 20 Uhr 15 auf Sat1 für männerhumorige Kontinuität („Der letzte Bulle“). Am Mittwoch um 22 Uhr 45 auf Kabel 1 für all diejenigen, die ihn vielleicht noch nicht kennen, die geniale DVD nicht besitzen oder die ihn einfach mal wieder sehen wollen: David Fincher’s Meisterwerk „Fight Club„, einer der brillantesten, bösesten, faszinierendsten Filme die je gedreht wurden.
Ebenfalls zu später Stunde, am Freitag um 23 Uhr 30 kann man auf der ARD eine Entdeckung machen. Das Erste sendet in der Nacht ein paar Filme mit der jungen Senta Berger, und die Thriller-Komödie „Marrakesch“ aus 1966 ist eine echte Perle. Komisch, temporeich, spannend, und neben der Berger spielen Tony Randall, Terry-Thomas, Herbert Lom, Klaus Kinski. Da lohnt das Wachbleiben.
Ob das auch am Samstag abend beim European Song Contest lohnt, ist die Frage. Wenn der ganze Hype, der diese Woche von ARD und ProRaab ProSieben auf die Menschen losgelassen wird, mich nicht endgültig abtörnt, werde ich wohl gucken. Ich hab einfach eine Schwäche für Ostblock-Transen, die sich als Container-Schlampen verkleiden und Technopop singen. Wem das zu heftig ist – wofür ich tiefstes Verständnis habe – kann sich parallel auf ProSieben einen ganzen Abend lang olle Simpsons-Folgen gucken.
Und am Sonntag um 20 Uhr 15 macht dann auf Tele 5 „Balduin, das Nachtgespenst“ (herrliche Klamotte mit Louis de Funès und Jean Gabin) dem ganzen Spuk ein Ende. Bis dahin viel Spaß, eine schöne Woche!

„Was liegt an“ ist die montäglich erscheinende Wochenvorschau von „Männer unter sich“. Was Männer in den nächsten 7 Tagen interessieren könnte in total subjektiver Auswahl: TV, Sport, Kino, Musik, DVD, Events, was eben anliegt. Haben wir was vergessen? Sollen wir auf was hinweisen? Jederzeit gern, bitte die Kommentare benutzen oder unsere Mailadresse redaktion@maenneruntersich.de .

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Was liegt an? 2.5. bis 8.5.

Das ist nicht zu fassen! Die Slowakei geschlagen und dann die Russen! Die Russen! Im Eishockey! Geschlagen! Die Eishockey-WM diktiert ab sofort den Terminkalender. Morgen geht’s noch gegen Slowenien (16 Uhr, Sport1), dann steht die bereits gesicherte Zwischenrunde an, Wahnsinn!
Wirklich gut, dass das Eishockey in die Bresche springt, denn aus dem Fußball ist die Luft derzeit ziemlich raus. Dortmund ist Meister, auf den Abstiegsrängen wird sich wohl auch nicht mehr allzuviel ändern, nuja, die Saison ist rum. In Liga zwo geht‘s immerhin noch um die Plätze hinter Hertha BSC, Augsburg kann heute gegen Cottbus Platz 2 (fast) sichern, der Eishockey-Sender Sport1 überträgt.
Am Tag des Eishockey-Spiels gegen Slowenien wurde auch Clásico 4 angesetzt, das Rückspiel im Champions-League-Halbfinale zwischen Barcelona und Real Madrid. Wird Mourinho endlich mal den Betonmischer in der Kabine lassen, weil Barca mit zwei Treffern vorne liegt? Oder werden wieder die Verschwörungstheorien auf der PK deutlich unterhaltsamer sein als das sture Gemaure auf dem Platz? Wer Sky einschaltet, wird es sehen.
Am Mittwoch laufen die letzten Gruppenspiele der Eishockey-WM, sowie das andere CL-Halbfinal-Rückspiel, ManU gegen Schalke, und das ist ungefähr so spannend wie die xte Wiederholung eines Miss-Marple-Krimis: ManU ist durch.
Am Donnerstag beginnt dann die Zwischenrunde der Eishockey-WM. Wenn Deutschland am Donnerstag nicht spielt, können wir ins Kino gehen, zwei möglicherweise interessante Filme stehen an, zum einen „Scream 4“, Original-Regisseur Wes Craven und Original-Drehbuchautor Kevin Williamson haben sich der Sache wieder angenommen, das Ergebnis soll mehr als akzeptabel sein.
Der Preis für den Filmtitel der Woche geht – natürlich – an „Metaller, die auf Brüste starren“, eine Doku über Kerle, die beim Festival in Wacken derbe abfeiern. Der Trailer sagt alles:

Bleibt die Frage, ob es wirklich lustig ist, anderen Kerlen beim Feiern zuzugucken, ich würd ja lieber selber mitmachen. Nuja. Es gibt ja noch Eishockey.
Und die U17-Fußball-EM, die Eurosport während der Woche überträgt. Und heute das Finale der Snooker-WM in Sheffield, Judd Trump führt gegen John Higgins 10:7, da ist noch alles drin.
Donnerstagabend überrascht Kabel1 mit einer Konferenz der Euro-League-Halbfinalspiele Villarreal – FC Porto, Sporting Braga – Benfica Lissabon. Am Wochenende dann die Bundesliga, die Formel 1 in der Türkei (Sky und RTL), Samstagnacht-Boxen in der ARD (Sebastian Sylvester – Daniel Geale) und – natürlich – die Eishockey-WM!
Und sonst? Den Weg in die Videothek kann man sich sparen, vor allen Dingen Finger weg von „Meine Frau, unsere Kinder und ich“, lauter alte Witze, schlecht erzählt.
Im Fernsehen läuft heute um 20 Uhr 15 unsere Lieblingsserie „Der letzte Bulle“ auf Sat1, und auf arte gibt‘s noch einen Monty-Python-Abend, sie zeigen „Die Ritter der Kokosnuss“ (Beim ersten Mal Anschauen wäre ich schon während des Vorspanns beinahe erstickt) und zwei weitere Folgen einer Doku über die Komik-Legenden.
Am Mittwoch kann man sich Liefers als Rocker im Seniorenheim angucken, „Die Spätzünder“ (ARD, 20 Uhr 15), sollen ein paar nette Dialoge drin sein. Freitag kann man – wenn die deutsche Eishockey-Mannschaft nicht spielt – auf Pro Sieben einen Martial-Arts-Abend einlegen, erst Jackie Chan in dem Spaß-Karate-Western „Shang-High Noon“ und dann der sehr sehenswerte „Ong Bak 2“.

http://www.youtube.com/watch?v=hIVOv1JQgsk

Alles okay? Eishockey! Viel Spaß, eine schöne Woche.

„Was liegt an“ ist die montäglich erscheinende Wochenvorschau von „Männer unter sich“. Was Männer in den nächsten 7 Tagen interessieren könnte in total subjektiver Auswahl: TV, Sport, Kino, Musik, DVD, Events, was eben anliegt. Haben wir was vergessen? Sollen wir auf was hinweisen? Jederzeit gern, bitte die Kommentare benutzen oder unsere Mailadresse redaktion@maenneruntersich.de .

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Was liegt an – 26. 4. bis 1. 5.

Was nächste Woche auf uns zukommt.

Wäre der Schwarze Freitag nicht, wär die Woche ganz okay. Okay, schwaches TV-Programm, dafür aber ordentlich Sport und am Donnerstag laufen im Kino zwei Popcorn-Filme an, die möglicherweise ganz sehenswert sind. Zum einen neue Comic-Verfilmung aus dem Marvel-Universum: „Thor“. Der arrogante Donnergott fliegt aus dem nordischen Götterhimmel wird auf die Erde verbannt und muss sich mit allerlei Menschlichem und Übermenschlichen herumschlagen. Der Trailer sieht überzeugend aus, wer nichts gegen schwachsinnige Prämissen und Kreaturen, die sich selbst für Götter halten und arg wichtig nehmen hat, kann ja mal einen Blick riskieren.

Apropos schwachsinnige Prämissen: beim zweiten halbwegs interessanten Filmstart der Woche handelt es sich um den fünften(!) Teil des Fast&Furious-Formats. Alles wie gehabt, jede Menge Auto-Stunts, Prügeleien, Mädels im Bikini und diesmal spielt auch noch Dwayne „The Rock“ Johnson mit, eigentlich sind alle Ingredienzen für einen Spaß-Film vorhanden… wäre da nicht eine Kreatur, die sich selbst für einen Gott hält und arg wichtig nimmt, genau: Vin Diesel foltert uns mit einem seiner ironiefreien Auftritte. Wer einen Protagonisten erträgt, der über das Talent einer Stehlampe und die Grazie eines Betonklotzes verfügt, kann sich eine Eintrittskarte kaufen. Ich warte auf die DVD, die kann ich mir zuhause preiswerter schön saufen als den Film im Kino.
Thema DVD – da lässt sich eine Entdeckung machen. „Detective Dee und das Geheimnis der Phantomflammen“ kommt hierzulande ohne Kino-Umweg auf DVD heraus, fernöstliche Martial-Arts-Fantasy mit Atmosphäre, wenn der Film genauso viel Spaß macht wie der Trailer…

http://www.youtube.com/watch?v=bkfUaNGywLk

Sport. Heute Abend Hinspiel Champions-League-Halbfinale Schalke-ManU (Sat1), und hier ist Endstation für Schalke (ja, ich weiß, ich hab Schalke schon chancenlos gegen Inter gesehen), aber spätestens im Rückspiel sollte ManU alles klar machen. Morgen kommt dann Clásico III (Sky), Real gegen Barca und Real wird das Finale erreichen. Mit Defensiv-Fußball, dass es weh tut, aber Mourinho kann gegnerische Mannschaften lesen wie kein Zweiter. Und um Barca zu lesen hatte er wahrlich genug Zeit.
Überraschenderweise überträgt Kabel1 am Donnerstag um 21 Uhr das Euro-League-Halbfinale Porto gegen Villareal, für das andere Spiel (Benfica-Braga) muss man sich einen Stream suchen. Und am Wochenende die Platzierungsspiele der Bundesliga. Nein, Dortmund kommt nicht ins Stolpern. Unsinn.
Eurosport überträgt weiterhin die Snooker-WM aus Sheffield, bei Sport1 kann man endlich mal wieder Live-Tennis sehen (tägliche Übertragungen von den BMW-Open in München!), außerdem ab Freitag die Eishockey-WM, und am Sonntag startet die DTM, live übertragen von der ARD.
Bleibt die Glotze. Die Woche über läuft nix herausragendes, und dann kommt der Schwarze Freitag. Entweder, man versteckt die Fernbedienung, oder man bliebt einfach weg, bis diese Hochzeit vorbei ist. Die Familie Windsor zieht ihr Ding durch, der europäische Hochadel trabt zur Leistungsschau an, Frauen brechen keuchend vor dem Fernsehschirm zusammen und röcheln Unfug wie „Ihr Hut! Hast du ihren Hut gesehen?“… da hilft nur die Flucht. Geht angeln, macht eine ausgedehnte Wanderung, beschäftigt euch irgendwie, aber lasst die Glotze aus und haltet euch von den Hochzeits-Rockerinnen fern! Hier in Berlin gibt‘s sogar Public-Viewings, wir leben in einer großen Zeit…
Den Fernseher braucht man also erst Samstag einschalten, dann sendet 3Sat Shine a Light, Scorsese verfilmt ein Stones-Konzert, wobei die Backstage-Szenen mit Scorsese („Der Effekt würde Mick Jagger verbrennen? So richtig in Flammen aufgehen? Hm, wir wollen den Effekt, aber wir können doch nicht Mick Jagger verbrennen. Schade.“) amüsanter sind als das routinierte Stones-Gerocke.
Sonntag Abend dann ein Monty-Python-Themenabend auf arte, zuerst Erik der Wikinger (naja…), danach aber zwei Folgen einer sechsteiligen Doku über die stilbildenden Komiker. Spätestens jetzt sollte der Schwarze Hochzeits-Freitag vergessen sein. Eine schöne Woche, viel Spaß!

„Was liegt an“ ist die montäglich erscheinende Wochenvorschau von „Männer unter sich“. Was Männer in den nächsten 7 Tagen interessieren könnte in total subjektiver Auswahl: TV, Sport, Kino, Musik, DVD, Events, was eben anliegt. Haben wir was vergessen? Sollen wir auf was hinweisen? Jederzeit gern, bitte die Kommentare benutzen oder unsere Mailadresse redaktion@maenneruntersich.de .

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Was liegt an – 18.4. bis 25.4.

Was nächste Woche auf uns zukommt.

Es geht auf Ostern zu, es geht auf den Sommer zu, die Wintersportsaison verabschiedet sich endgültig mit dem Finale um die Deutsche Eishockeymeisterschaft, und niemand schaut zu. Quatsch, niemand. Natürlich schauen die Kollegen in den Hallen in Wolfsburg und Berlin zu. Und die Jungs mit einem Sky-Abo. Ich bin mir nach wie vor nicht sicher, ob die DEL sich einen Gefallen damit tut, DAS Eishockey-Top-Ereignis hinter Bezahlschranken zu verstecken. Ist ja klar, das Geld von Sky haben die Vereine bitter nötig, aber so lange spannendes Eishockey nur von einer kleinen Minderheit begutachtet werden kann, bleibt Eishockey hierzulande einen Nischensportart. Nuja, die Eisbären führen bereits zwonull, wenn Wolfsburg sich nicht zusammenreißt, ist die Sache morgen eh entschieden.
Okay, wie schaut‘s mit anderem Sport aus? Heute abend er-re-gen-der Zweitliga-Fußball auf Sport1, der KSC gegen die Augsburger. Am Mittwoch dann ein echtes Fußball-Highlight, das ZDF überträgt ab 21 Uhr 15 das Finale um den spanischen Pokal, die Copa del Rey, also Barca gegen Real, „Il Clásico“, wie das Traditionsspiel genannt wird. Hatten wir schon zweimal diese Saison, in der Hinrunde der spansichen Liga gab‘s eine derbe Fünfnull-Klatsche für Real, aber Mourinho ist einer der lernfähigsten Groß-Trainer überhaupt, letzten Sonnabend (konnte man auf laola.tv gratis live angucken) sah es schon ganz anders aus, Real stand defensiv ganz ausgezeichnet und schaffte trotz Unterzahl ein respektables 1:1. Mourinho hatte wieder 90 Minuten Zeit, den Gegner und seine Taktik 90 Minuten von ganz nah zu studieren, die Partie am Mittwoch ist noch offen mit leichten Vorteilen für Real. Bei den nächsten beiden Clásicos (Halbfinale Champions League) kennt Mourinho Barca so gut, dass er auf dem Klub taktisch Klavier spielen kann. Ich sehe Real im CL-Finale.
Am Wochenende finden dann die Platzierungsspiele der Bundesliga hinter Dortmund statt, und am Ostermontag nochmal zweite Liga bei Sport1, Duisburg gegen die so gut wie aufgestiegene Hertha.
Snookerfreunde schalten die Woche über auf Eurosport, die WSA WM in Sheffield wird übertragen, und am Ostersonntag ebenfalls auf Eurosport der nächste Radsport-Klassiker: Lüttich-Bastogne-Lüttich.
Darf man Witze über Selbstmord-Attentäter machen? Selbstverständlich, vor allen Dingen, wenn sie so gut sind, wie in „Four Lions“, der britischen Filmsatire, die endlich einen deutschen Verleiher gefunden hat und am Donnerstag in die Kinos kommt. Dicke Empfehlung, hier der Trailer

Ein Gang in die Videothek des Vertrauens lohnt ebenfalls, ab Donnerstag kann dort „Nowhere Boy“, ein Film über den jungen John Lennon, ausgeliehen werden.
Und in der Glotze? Klar, heute abend 20 Uhr 15 wieder Mick Brisgau auf Sat1, eine neue Folge „Der letzte Bulle“ mit dem schönen Titel „Die Nackttanker von Huttrop“, das kann Mann sich nicht entgehen lassen.
Regelmäßigen Lesern dieser Seiten sollte aufgefallen sein, dass ich alternder Sack ein gewisses Faible für Filme habe, in denen alte Säcke zeigen, dass sie‘s noch drauf haben, am Donnerstag zeigt Sat1 „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“. Der Anfang ist sensationell, zwischendrin gibt es ein paar sehr gelungene Sequenzen, insgesamt hätte ich mir etwas mehr Harrison Ford, etwas weniger Shia LaBeouf (wie kommen berühmte Schauspieler nur zu diesen Namen?) und ein knalligeres Finale gewünscht, aber ich will nicht maulen, schönes Popcorn-Kino.
Am Ostersonntag kommt ebenfalls zur Primetime eine absolute Perle des Abenteuerfilms auf Kabel1: „Hidalgo – 3000 Meilen zum Ruhm“. Ausgerechnet die Oberösterreich-Nachrichten haben den Film auf den Puntk gebracht: „Niederträchtige wie stolze Wüstensöhne, Intrigen und Gefahren, ein Pferd, das seinen Reiter zu sich selbst führt, grandiose Landschaftsaufnahmen, kulturelle Vorurteile, charmanter Witz – und logische Ungereimtheiten.“ Sowas sieht Mann doch gern, da schalte ich ein.
Am Ostermontag schließlich sendet Vox zum xten Mal den leicht konfusen „Bulletproof Monk“ um 20 Uhr 15 auf Vox, es gibt Martial-Arts-Fans, die mit dem Streifen nichts anfangen können, versteh ich nicht, ich seh den immer wieder gern.
Die nächste Wochenvorschau gibt‘s am Dienstag nach Ostern, bis dahin – eine schöne Woche und viel Spaß!

„Was liegt an“ ist die montäglich erscheinende Wochenvorschau von „Männer unter sich“. Was Männer in den nächsten 7 Tagen interessieren könnte in total subjektiver Auswahl: TV, Sport, Kino, Musik, DVD, Events, was eben anliegt. Haben wir was vergessen? Sollen wir auf was hinweisen? Jederzeit gern, bitte die Kommentare benutzen oder unsere Mailadresse redaktion@maenneruntersich.de .

Foto: Katharina Wieland Müller / pixelio.de

 

 

 

Was liegt an – 11.4. bis 17.4.

Was nächste Woche auf uns zukommt.

Letzte Woche haben Sie in meinem Tennisclub die Netze aufgehängt, am Sonnabend habe ich zum ersten Mal im Freien gespielt und ich gedenke, diese Woche öfters auf dem Platz zu stehen. Ich kann nur allen raten, es ähnlich zu machen: Unternehmt was, geht an die frische Luft, allzuviel los ist diese Woche nicht.
Eurosport erfreut uns mit aufregenden Live-Übertragungen von der Europameisterschaft im Gewichtheben, ab Sonnabend kommt dann noch die Snooker WSA Weltmeisterschaft in Sheffield dazu.
Dienstag und Mittwoch haben wir die Rückspiele des Champions-League-Viertelfinales, aber seien wir ehrlich, Musik spielt nur noch bei Manchester United – Chelsea am Dienstag. Auch wenn ManU derzeit in bestechender Form ist, Chelsea hat noch eine Chance, das Ding zu drehen. Die anderen Halbfinalisten stehen fest, die Partien Barca-Donezk (Dienstag), Tottenham-Real und Schalke-Inter (Mittwoch, Sat1 überträgt aus Gelsenkirchen) sind nur noch Formsache, die Halbfinals sind Real-Barca und Schalke vermutlich gegen ManU. Wobei ich selber auf meine Prognosen nichts mehr gebe, seit ich letzte Woche den Schalkern eine schwere, praktisch unlösbare Aufgabe prophezeit habe.
Am Wochenende gibt‘s dann auf Sport1 noch ein Highlight: ab 18 Uhr live das Halbfinale im FA Cup, Manchester City gegen Manchester United. Ich glaub, ich werd der Sportschau untreu… Nach der van-Gaal-Entlassung und der völlig würdelosen Pressekonferenz habe ich als Bayern-Fan derzeit überhaupt keinen Bock auf Bundesliga.
Motorsport-Fans können am Sonntag weder ausschlafen noch vormittags selber Sport treiben, die Vettel-Festspiele Formel 1 fährt in Shanghai im Kreis herum.
Wer am Donnerstag schon genug frische Luft getankt hat, kann sich ins Kino aufmachen. „Paul – Ein Alien auf der Flucht“, eine Art Crossover von „The Hangover“ und „E.T.“ ist ein saukomischer Männerfilm, zur Einstimmung hier der Trailer:

Auch das Fernsehen sollte uns Männer diese Woche nicht im Haus festhalten. Heute Abend auf Sat1 – wie jeden Montag – „Der letzte Bulle“ (wem Mick Brisgaus Klingelton gefällt: diese Woche kommen 2 DVDs mit den „schönsten Bonanza-Folgen“ raus, soweit unsere Video-Empfehlungen für diese Woche), am Mittwoch dann auf Kabel 1 „Hero“, einer der besten Martial-Arts-Filme aller Zeiten, und leider zeitgleich auf arte „Apokalypse in Le Mans“, eine Doku über einen der schlimmsten Motorsport-Unfälle aller Zeiten.
Mehr ist nicht diese Woche. Immerhin, die Paul Simon-Fans können sich freuen. Heute kommt endlich ein neues Album raus:
http://www.youtube.com/watch?v=rVTlueB-ReI

Viel Spaß und eine gute Woche!

„Was liegt an“ ist die montäglich erscheinende Wochenvorschau von „Männer unter sich“. Was Männer in den nächsten 7 Tagen interessieren könnte in total subjektiver Auswahl: TV, Sport, Kino, Musik, DVD, Events, was eben anliegt. Haben wir was vergessen? Sollen wir auf was hinweisen? Jederzeit gern, bitte die Kommentare benutzen oder unsere Mailadresse redaktion@maenneruntersich.de .

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Was liegt an? – 4.4. bis 10.4.

Was nächste Woche auf uns zukommt.

Einiges los, diese Woche. Weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Okay, der Einfachheit halber: Sport. Fußball. Viertelfinale Champions League, die Zahl der beteiligten Mannschaften ist sehr überschaubar gewonnen. Aus der Bundesliga sind die Schalker noch dabei, sie treffen am Dienstag Abend auf Inter Mailand (Übertragung auf Sat1 bzw. Sky), das dürfte schwer bis nicht machbar werden, andererseits: man hat schon Pferde kotzen und Diebe Ladenkassen erbrechen sehen, ich hab ja auch gedacht, die Bayern wären sicher weiter…
Die andere Dienstagsbegegnung ist Real Madrid gegen Tottenham Hotspurs. Mourinho hat am Sonnabend sein erstes Heimspiel seit hundertfünfzig Jahren verloren, mal sehen, ob Real diesen Schock verkraftet. Am Mittwoch dann Chelsea-Manu und Barca- Schachtjar Donezk.
Am Wochenende dann Bundesliga, vorne geht’s ja nur noch um die Plätze hinter Dortmund, hinten ist es noch nicht wirklich spannend, nuja.
Wenn Mann eine sadistische oder – je nach dem – masochistische Ader hat, kann er am Freitag Abend ab 19 Uhr 25 Sport1 einstellen. Dort wird Eishockey übertragen, das Länderspiel (European-Challenge-Dingsbums-Cup oder so) Schweden-Deutschland aus Göteborg. Für Deutschland gilt hier das, was Hans-Joachim Rauschenbach beim Eiskunstlauf mal über Rudi Cerne sagte: „In dieser Konkurrenz hat er soviel Chancen wie ein Schneeball im Hochofen.“
Ab heute in Berlin (Max-Schmeling-Halle) Kunstturn-Einzel-Europameisterschaft (Eurosport überträgt die Finals am Wochenende), am Sonnabend Abend  Boxen auf Sat1 (Robert Stieglitz, WM im Supermittelgewicht), und am Sonntag wieder live auf Eurosport ein Radklassiker: Paris-Roubaix. Wenn alles klappt, bringen wir zum Wochenende was ausführliches über dieses Rennen.
Vom Sportlichen her kann man über die Woche nicht meckern, und auch im Kino laufen schöne Filme an. Zum einen „The Mechanic„, ein Remake des Charles-Bronson-Klassikers „Kalter Hauch“ aus 1972, mit Jason Statham. Jetzt freuen sich die einen und die anderen verdrehen die Augen. Entweder mag man Statham und seinen Deadpan-Approach zur Schauspielerei, oder man findet Statham-Filme unsagbar blöd und primitiv. Ich mag Statham, die Bronson-Story (Top-Hitman bildet Nachfolger aus) passt zu ihm wie die Faust aufs Auge (hahaha!), ich freu mich auf diesen Film.
Auf „The Fighter“ kann ich mich nicht mehr freuen, weil ich ihn schon gesehen habe. Ich werd am Mittwoch oder Donnerstag hier etwas ausführlicher über diesen Film schreiben und dann auch gleich die Liste der zehn besten Boxfilme aller Zeiten aktualisieren, ja, dieser Film gehört hundertprozentig in die Top Ten.
Tatsächlich zweimal ins Kino diese Woche? Kann man machen, denn in den Videotheken ist Totentanz, keine interessante Neuerscheinung in Sicht.
Dafür haben wir bei den TV-Tipps eine echte Sensation, außer unserem Dauerbrenner „Der letzte Bulle“ (heute 20 Uhr 15 auf RTL) und den Martial-Arts-Filmen auf Kabel1 (heute Abend zwomal Jackie-Chan: „Das Medaillon“ und „Spion wider Willen„, Mittwoch Abend „Tiger & Dragon“ und „House of Flying Daggers“) empfehlen wir ausschließlich Sendungen auf arte! Am Donnerstag um 23 Uhr 55 läuft „Pontypool„, ein sehr, sehr guter schwarzhumoriger Zombie-Film aus Kanada. Am Freitag abend um 22 Uhr 40 läuft „A Very British Gangster“, eine in Manchester gedrehter Gangsterfilm, der eine Doku ist. Harter Stoff, aber sehenswert. Und am Sonntag um 20 Uhr 15 erfreut arte uns mit „Die Zeit nach Mitternacht„, einem unterschätzten Meisterwerk von Martin Scorsese.  Scorsese erzählt eine bitterböse Komödie über den Programmierer Paul, der sich nur einen netten Abend machen will, aber von einem blindwütig zuschlagenden Schicksal grausam durch die Mangel gedreht wird. Saukomisch.
Euch allen eine schöne Woche, viel Spaß!

Foto: Katharina Wieland Müller / pixelio.de

Was liegt an? – 14.3. bis 20.3. 2011

Was nächste Woche auf uns zukommt.

Letztes Jahr war’s das Champions-League-Endspiel, dass der FC Bayern verdient verloren hat, weil Inter die reifere Mannschaft hatte, die eine riskante, aber überlegene Taktik spielen konnte („Lasst sie bis zum Strafraum kommen und zieht ihnen dort den Zahn.“), die zu einem Endspiel ohne einen einzige Abseitspfiff (!) führte: die Wiederauflage MUSS der Wochenhöhepunkt sein. Diesmal sind die Bayern im Vorteil, sie haben das Hinspiel gewonnen und augenscheinlich gerade rechtzeitig die Form wiedergefunden, trotzdem ist ein großes Kampfspiel zu erwarten, am Dienstag um 20 Uhr 45 auf Sky.

Parallel spielt ManU gegen Marseille, am Mittwoch Chelsea gegen Kopenhagen und Real Madrid gegen Lyon, dieses Spägt Sat1, wie auch am Donnerstag das Rückspiel Villareal gegen Leverkusen  Uhr 45), das wird schwer für Leverkusen, aber Villareal scheint machbar, könnte ein spannender Abend werden.

Spannend könnte wider Erwarten auch die Bundesliga wieder werden, wenn man Sonnabend die Dortmunder gegen Mainz verlieren und Leverkusen Schalke schlägt, dann wären’s plötzlich nur noch sechs Punkte Vorsprung.

Im Wintersport stehen die letzten Wettbewerbe an, Eurosport überträgt fast alles: das Alpin-Ski-Finale aus Lenzerheide, Biathlon aus Oslo, Langlauf aus Falun., Skispringen aus Planica. Wem das zuviel frische Luft ist, kann trotzdem auf Eurosport bleiben und Snooker aus Dublin gucken: die Grand Finals der Players Tour Championship 2010/11 aus Dublin.

Spannung auch im TV, wenn auch als Wiederholung: auf Kabel1 kann man sich am Mittwoch um 22:05 den Start der Saw-Serie angucken, einen richtig guten Horror-Streifen. Allerdings braucht man wirklich gute Nerven und einen starken Magen, um diesen Streifen zu goutieren überstehen.
Am Sonnabend Abend um 20 Uhr 15 zeigt Das Vierte einen meiner liebsten klassischen Horrorfilme, „Das Schreckenskabinett des Dr. Phibes„. Vincent Price hat was gegen Ärzte und orgelt dramatisches Zeugs, während er mit seiner toten Frau spricht.
Und wer am Sonntag Abend nix besseresy zu tun hat, kann um 20 Uhr 15 bei ProSieben einen Blick auf Eagle Eye – Ausser Kontrolle werfen, nette, schnelle Verschwörungs-Action mit Shia LaBoeuf.
Und – beinahe vergessen, deshalb nachgetragen – auf Sat1 startet heute die zweite Staffel von „Der letzte Bulle“. Zwar haben die Drehbücher der 1. Staffel das Potential der Ausgangssituation – Macho-Bulle wacht nach Jahren im Koma auf und muss sich in einer veränderten Gesellschaft zurechtfinden – noch nicht mal angekratzt, trotzdem war die Sache insgesamt höchst vergnüglich, nicht zuletzt dank Henning Baum als aus der Zeit gefallenem Rauhbein.

Kino ist naja, allerdings könnte Faster was sein, immerhin spielt Billy Bob Thornton mit, und Dwayne „The Rock“ Johnson ist mir seit Welcome to the Jungle richtiggehend ans Herz gewachsen.

Neue DVDs nuja, aber vielleicht taugt Unstoppable was, Denzel Washington muss einen Zug voll giftiger Chemie anhalten. Wie gesagt, nuja.

Und am Freitag kommt der Jahreshöhepunkt für Grönemeyer-Fans, das langerwartete neue Album „Schiffsverkehr“ kommt raus. Das aufwendig produzierte Video mit dem Titelsong steht schon auf youtube.

http://www.youtube.com/watch?v=m-CjWfUvqkI

Ist eben Grönemeyer. Entweder man mag’s, oder man mag’s nicht. Ich wünsche eine schöne Woche, viel Spaß!

 

„Was liegt an“ ist die montäglich erscheinende Wochenvorschau von „Männer unter sich“. Was Männer in den nächsten 7 Tagen interessieren könnte in total subjektiver Auswahl: TV, Sport, Kino, Musik, DVD, Events, was eben anliegt. Haben wir was vergessen? Sollen wir auf was hinweisen? Jederzeit gern, bitte die Kommentare benutzen oder unsere Mailadresse redaktion@maenneruntersich.de .

Foto: Katharina Wieland Müller / pixelio.de

Was liegt an? – 14.2. bis 20.2. 2011

Was nächste Woche auf uns zukommt.

Champions League. Endlich wieder Champions League. Die monatelange Schockstarre, in die wir nach der Gruppenphase verfallen sind, ist endlich vorbei, die männliche Woche bekommt wieder Struktur. Dienstag AC Milan gegen Tottenham und Valencia-Schalke, Mittwoch dann AS Rom gegen Donezk und der Kracher Arsenal gegen Barca (den überträgt Sat1).

Des weiteren läuft bis zum kommenden Sonntag die Alpine Ski-WM in Garmisch (Eurosport und ARD/ZDF übertragen).  Die Welsh Open im Snooker stehen an, Eurosport überträgt nachmittags und abends live. Am Sonnabend sendet Sport1 zwei FA-Cup Spiele, Chelsea-Everton und Sheffield-Birmingham, eine willkommene Abwechslung zum Bundesliga-Alltag, spät in der Nacht boxt Felix Sturm dann irgendein Fallobst auf Sat1.

Im Fernsehen ist – wie mittlerweile beinahe immer – ausgerechnet auf das ZDF Verlass. Montags um 22 Uhr 15 kann man den Sender beinahe blind einschalten, da läuft verlässlich gutes, spannendes Abenteuer-Kino, diese Woche „Auf Messers Schneide – Rivalen am Abgrund“ mit Alec Baldwin und Anthony Hopkins. Zwei Kerle müssen nach einem Flugzeugabsturz ums Überleben kämpfen, dass der eine den anderen verdächtigt, was mit seiner Frau zu haben, ist nicht unbedingt hilfreich. Sehr Spannend. Dienstag/Mittwoch/Donnerstag ist Fußball angesagt (Donnerstag Uefa-Cup in Sat1 ab 19 Uhr, erst Benfica-Stuttgart, danach Charkov-Legokusen. Wer aus unerfindlichen Gründen nicht Fußball gucken möchte, kann am Mittwoch den Louis-de-Funés-Film in Das Vierte einschalten, diesmal ist es Oscar, der Film, mit dem de Funés endgültig den Durchbruch schaffte, ein echter Brüller. Sollte irgendwer ihn noch nicht kennen: am Freitag, 20 Uhr 15, läuft auf Pro7 in der xten Wiederholung „The Transporter“. In knapp zwei Stunden gehen jede Menge Autos und Menschen zu Bruch, ohne das Jason Statham eine Miene verzieht. So soll’s doch sein, das macht Spaß.

Ab Donnerstag neu im Kino: 127 Hours von Danny Boyle (Slumdog Millionaire). Das ist die Verfilmung des Bestseller „Between a Rock and a Hard Place“ von Aron Ralston, der von Gentleman’s Quarterly 2003 zum „Mann des Jahres“ erklärt worden war. Ralston war auf einer Bergtour verunglückt und hatte sich den Arm eingeklemmt. Er konnte sich nur befreien, indem er sich selbst die Hand mit einem stumpfen Taschenmesser amputierte. Nichts für Männer mit schwachen Nerven und/oder Mägen. Sensible Naturen können sich ins Nachbarkino retten, wo „The King’s Speech“ läuft, großes, höchst amüsantes Historienkino mit Colin Firth.

Bei den DVD-Starts kommen Serien-Fans auf ihre Kosten, die mit einer verbogenen Büroklammer, einem halbleeren Streichholzbriefchen und einer leeren AAA-Batterie die Welt retten wollen: die siebte Staffel von MacGyver kommt raus.

Last Commander Standing in der Berliner UFA-Fabrik

Schließlich und endlich wende ich mich mit schamloser Schleichwerbung in eigener Sache an die Berliner unter unseren Lesern: wer auf straighten, überlauten Gitarren-Rock steht, sollte einen Besuch der UFA-Fabrik in Erwägung ziehen. Von Mittwoch bis Sonnabend läuft dort jeweils um 20 Uhr die Rockshow „Last Commander Standing“: Commander Jack Chickenhunter bringt den Rock’n Roll nach Berlin, fängt ein Verhältnis mit der goldenen Frau auf der Siegessäule an und lässt es gewaltig krachen. Buch und Regie der Show verantwortet der Schreiber dieser Zeilen, wünscht mir Glück. Ich wünsch euch viel Spaß und eine gute Woche!

Foto: Katharina Wieland Müller / pixelio.de

Als die Musik starb

http://www.youtube.com/watch?v=jTL01MRs_7o

Am 3. Februar 1959 kamen Buddy Holly, Ritchie Valens und J.P. „The Big Bopper“ Richardson, drei der vielversprechendsten Rock-Musiker ihrer Zeit, bei einem Flugzeugabsturz ums Leben. Don McLean schrieb 1972 den Song „American Pie“, der dieses Ereignis thematisierte. Da McLean den Refrain dieses Songs mit dem vermutlich genialsten Hook aller Zeiten versah, ist der 3. Februar seither „The Day The Music Died“.

Oh, Boy! That’ll be The Day. Peggy Sue. Words of Love.

Buddy Holly war der Musiker, der den Standard-Line-Up einer Rock-Band etablierte: Lead-Gitarre, Rhythmus-Gitarre, Bass, Schlagzeug.

Eigentlich hatte Holly das Flugzeug für sich und seine Musiker, Waylon Jennings (ja, DER Waylon Jennings) und Tommy Allsup gechartert. Waylon Jennings überließ seinen Platz dem Big Bopper, weil den eine Grippe plagte. Tommy Allsup und Ritchie Valens warfen eine Münze um den letzten freien Sitz. Valens gewann und verlor sein Leben. Allsup betrieb später eine Kneipe, die er in Erinnerung an diesen Münzwurf den „The Head‘s Up Saloon“ nannte.

Letztes Konzert im Surf Ballroom, Clear Lake

2007 ließ Jay Richardson, der Sohn des „Big Bopper“, die Leiche seines Vaters exhumieren und eine Autopsie durchführen. Jahrzehntelang waren Gerüchte durch die Welt gegeistert, denen zufolge Buddy Holly eine Waffe mit sich geführt hätte, der Pilot erschossen worden war und dass Richardson den Absturz schwer verletzt überlebt hätte und versucht habe, Hilfe zu holen. Die Autopsie ergab, dass Richardson – wie alle Insassen der Maschine – beim Aufprall der Maschine gestorben ist. Der Versuch, den Sarg des „Big Bopper“ auf ebay versteigern zu lassen, scheiterte.

2004 veröffentlichte der „Rolling Stone“ eine Liste mit den 500 besten Rock-Songs aller Zeiten. Ritchie Valens‘ „La Bamba“ taucht als einziger nicht-englischsprachiger Song auf dieser Liste auf.

Bernd Begemann aus Bad Salzufflen nahm 1993 den Song „Buddy, nimm lieber den Bus“ auf. Das musste nun wirklich nicht sein.

Die Heizung im Tourbus war kaputt, und Buddy Holly hatte keine saubere Wäsche mehr. Deswegen entschloss er sich, ein Flugzeug zu chartern, um von Clear Lake nach Fargo zu fliegen.

Die Chartergebühr für die Maschine belief sich auf 108 $, 36 $ pro Passagier. Dion de Mucci, der ursprünglich mitfliegen wollte, verzichtete, weil der Flug ihm zu teuer war. 36 $ war die Monatsmiete für die Wohnung seiner Eltern.

Als Buddy Holly erfuhr, dass Waylon Jennings seinen Platz an den Big Bopper abgetreten hatte, sagte er zu Jennings: „Well, I hope your old bus freezes up.“ Jennings antwortete im Scherz: „Well, I hope your plane crashes.“ Das war das letzte, was er zu Holly sagte. Er hat sein Leben lang versucht, darüber hinwegzukommen.

Noch heute wird jedes Jahr die „Winter Dance Party“ (Original-Titel der damaligen Tour) organisiert, die alle Stationen der letzten Tournee der drei besucht und im „Surf Ballroom“ in Clear Lake endet, dort, wo auch die drei zum letzten Mal aufgetreten sind.

Das Folkrock-Duo „Zager & Evans“ eroberte sich 1969 mit dem Song „In The Year 2525“ ein kleines Stück musikalischer Unsterblichkeit. Das Lied wurde im Studio von Tommy Allsup aufgenommen.

Aus dem Autopsiebericht:
Personal effects, Charles Hardin Holley: Cash $193.00 less $11.65 coroner’s fees – $181.35. 2 cuff links, silver, 1/2 inch, balls having jeweled band. Top portion of ball point pen.

1957 stellte J.P. „The Big Bopper“ Richardson einen DJ-Rekord auf. Er moderierte fünf Tage, zwei Stunden und acht Minuten am Stück. Dabei spielte er 1821 Musiktitel. Seine einzigen Pausen waren die fünf Minuten langen Unterbrechungen für die Nachrichten. Da duschte er. Während des Rekords verlor er 16 kg Gewicht und verdiente 746,50 Dollar für Überstunden.

Denkmal nahe der Absturzstelle

Das Flugzeug, mit dem Holly, Valens und Richardson abstürzten, war eine Beechcraft Bonanza. Dieses Modell wird seit über sechzig Jahren produziert. Keine Maschine wurde über einen längeren Zeitraum produziert als die Beechcraft Bonanza.

Not Fade Away.

Fotos:
Surf Ballroom by ←##:en:User:Baseball Bugs [Public domain], via Wikimedia Commons
Holly Monument by Dennis Fernkes – Edina, Minnesota, USA (Own work) [Public domain], via Wikimedia Commons