[Sponsored Video] Bin ich hier der Depp?

DeppStress im Job – davon kann fast jeder von uns ein Lied singen. Obwohl der Laden brummt, werden Arbeitsplätze wegrationalisiert. Die immer größer werdende Arbeitslast wird auf immer weniger Schultern verteilt, man erledigt nicht mehr einen sondern drei Jobs auf einmal.

Und dann kommen aus der Chefetage fortwährend Entscheidungen, die alles nur noch schlimmer machen: Deadlines werden willkürlich nach vorne verschoben, Kollegen, deren Expertise dringend benötigt wird, werden auf andere Projekte angesetzt, Praktikanten werden mit Aufgaben betraut, für die man eigentlich jahrzehntelange Berufserfahrung benötigt… man wird behandelt wie der letzte Depp, und nach einer Weile fühlt man sich auch so. weiterlesen…

Neues Buch: Donnerwetter tadellos! – Kaiser, Hoffriseur und Männerbärte (mit Gewinnspiel)

DonnerwettertadellosMänner, die sich nicht nur für das möglichst reibungslose morgendliche Abschneiden ihrer Bartstoppeln interessieren, sondern sich auch noch für die Kultur und die Geschichte des Rasierens interessieren, werden in naher Zukunft beim Verlag M fündig. Heute erscheint dort „Donnerwetter tadellos – Kaiser, Hoffriseur und Männerbärte“ von Elisabeth Bartel. Hier kann Mann sich schlau machen über die Kulturgeschichte der Haar- und Bartpflege vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert hinein. weiterlesen…

Sommerlese – Buchempfehlungen von Richard Albrecht

Greser & Lenz sind ein inzwischen ganzdeutsch bekanntes Karikaturistenduo. Und auch ein Markenname. Karikaturisch ganz oben. Insofern mainstream. Bekannt wurden diese zwei beiden über ihre Farbkarikaturen für und in Titanic seit Mitte der 1990er Jahre. Seit Jahren zeichnen sie auch für die Frankfurzer Allgemeine Zeitung (FAZ). Endlich Energiewende ist dort ihr achter Band. Angelegt als Jahreschronik 2012. Einer der FAZ-Editoren bevorwortete. Der Leiter des FAZ-Ressorts „Innenpolitik“ textete. Zwischen den Buchdeckeln Schwarzweißes als Text-Bild. Nach dem Muster ein links: der Text, ein rechts: die Zeichnung. Und das zweiundneunzig Mal. Manchmal nett. Manchmal bissig. Manchmal bissignett. Manchmal nettbissig. Der Band beginnt mit der Karikatur „50 Jahre Türken in Deutschland. Eine Erfolgsgeschichte“. Und endet mit einer Glosse zur „amerikanischen Familie“ nach der, im Doppelsinn, letzten Obama-Präsidentenwahl Ende 2012. Dazwischen Günter Grass poemische Wortmeldung „Was gesagt werden muss“, ausgelobt als Beitrag zum „diesjährigen Benzinpreis“. Und zur „Beschneidungsdebatte“ die weiterführende Spottfrage: „Wann kommen die Tellerlippenträger dran?“ Greser & Lenz eben. Inzwischen ein Markenname. Als Sommerschmunzellektüre geeignet.

Ein FAZ-Buch, ebenfalls gut und farblich gestaltet, ist auch der zweisprachige Text-Bild-Band mit Glossen zum Recht. Der deutsch(sprachig)e Titel ist doppelbödig: Alles was Recht ist. Der englische dröge runtergebracht auf: A Short Story About Law. Das hat mich grundirritiert. Trotzdem möchte ich´s Buch nicht blank verschenken. Der Sommer kann auch verregnet werden. Oder wenigstens lange Regentage bringen. Da bietet sich Lektüre von Büchern wie diesem an.

Wenn es denn so etwas wie einen Preis für linkssozialdemokratisches Mickey Mouse made in the GDR, Micky Maus á la DDR, gäbe – dann könnte Das kleine Schwarzbuch der deutschen Sozialdemokratie gute Auslobungschancen haben. Nicht wegen des dort auch veröffentlichten zahlreichen geschichtlichen „Liedguts“. Sondern wegen des Gut-Böse-Strickmusters zur SPD. Vor 1913/14 gut. Weil gegen Imperialismus, Militarismus und Krieg. Dann böse bis heute. Als „Kriegspartei“ heute für „ehrliche Linke weder im Bund noch in den Ländern koalitionsfähig.“ Für meinen Geschmack ist das buchbestimmende chronologische Sündenregister des SPD-„Rechtsopportunismus“ so nötig wie zu oberflächlich: gut gemeint ist, wie hier, das Gegenteil von gut. Insofern bleibt für mich der Band intellektueller Dünnpfiff, lektüreresistent, nicht empfehlenswert. Und dies nicht nur zur Sommerszeit.

Demgegenüber ist Der aufrechte Gang intellektuell schwergewichtig. Auch wenn das schon 2013 in zweiter Auflage erschienene Buch1 nur etwa 666 Gramm wiegt. Autor ist ein in Münster „praktische Philosophie“ lehrender Universitätsprofessor. Er bemüht sich um verständliche Darstellung der Geschichte des anthropologischen Denkens und seiner jeweils doppelt vorhandenen organischen Grundlagen Arme und Beine. Gut gefallen hat mir das spezielle Kapitel über die philosophisch sichtbare (ökonomieideologisch von Adam Smith zur invisible hand des Marktes stilisierte) menschliche Hand als „absolutes Werkzeug“ (G.F.W. Hegel). Andere und jüngere Leser mögen ihren Zugang zum Buch übers „Kapitel vom Sex“ als besonderer menschlicher Entäußerungsform finden … und sich auch dieses für Sommerregentage vormerken.

Nicht jeder, der (wie Robert Michels) die Jahreszeiten Sommer und Winter für soziologische Grundkategorien hält2, muss zwischen Sommer- und Winterlese unterscheiden3. Mir ging´s hier um Lesbares für den Sommer 2013. Was voraussetzt, daß es diesen in diesem Jahr geben wird. Auch wenn´s in den Nachpfingsttagen hier im Südzipfel Nordrhein-Westfalens bei um zehn, zwölf Grad Celsius und seit Tagen wieder eingeschalteter Heizung heuer nicht danach ausschaut …

Vorgestellte Bücher:

Greser & Lenz, Endlich Energiewende. Die Chronik eines Jahres VIII. Frankfurt/Main: FAZ-Buch, 2012, 200 p., 13-978-3-89981-293-0, 17.90 €

Hanno Beck; Juliane Schwoch, Alles, was Recht ist / A short story about law. Zweisprachige Ausgabe. Frankfurt/Main: FAZ-Buch, 2012, 107 p., 13-978-3-89981-312-8, 17,90 €

Konstantin Brandt, Das kleine Schwarzbuch der deutschen Sozialdemokratie. Eine kurze Chronik der SPD von 1913 bis 2011. Berlin: Wiljo Heinen, 2012, 158 p., 978-3-939828-90-7, 7,50 €

Kurt Bayertz, Der aufrechte Gang. Eine Geschichte des anthropologischen Denkens. München: C. H. Beck, 2012, 415 p., 13.978-3-406-63848-0, 26,95 €

Richard Albrecht ist „gelernter“ Journalist, extern provomierter und habilitierter Sozialwissenschaftler, lebt seit seiner Beurlaubung als Privatdozent (1989) als Freier Autor & Editor in Bad Münstereifel und war 2002/07 Herausgeber von rechtskultur.de. Unabhängiges online-Magazin für Menschen und Bürgerrechte. Bio-Bibliographie -> http://wissenschaftsakademie.net

 

 

  1. Kurzer Rezensionsspiegel zur Erstauflage http://www.perlentaucher.de/buch/kurt-bayertz/der-aufrechte-gang.html
  2. Robert Michels, Soziologie als Gesellschaftswissenschaft. Berlin: Maritius, 1928 ( = Lebendige Wissenschaft IV): 54-64
  3. Richard Albrecht, WINTERLESE. Gelesene & nicht gelesene, nicht lesbare & zu lesende Bücher, Ende 2011: http://duckhome.de/tb/archives/9717-WINTERLESE.html

Buchbesprechung: „Die Affäre Mollath“

Affäre Mollath„Die Affäre Mollath“ ist ein Buch, das beim Leser Wut auslöst. Wut auf eine schlampig arbeitende Justiz, auf oberflächlich gutachtende Psychiater, auf Banker, die sich einen Dreck um Moral scheren… und auf Politiker, die das nicht nur geschehen lassen sondern fröhlich im Sumpf der Korruption mitmischen. Das letzte Buch, das eine vergleichbare Wut in mir auslöste, war Bölls „Verlorene Ehre der Katharina Blum“. Zwischen beiden Büchern gibt es mehrere Unterschiede. Der gravierendste ist jedoch: Bölls Buch ist ein Roman. In der „Affäre Mollath“ geht es ausschließlich um Tatsachen. weiterlesen…

Buchrezension: Blutwurstblues – „Der letzte Bulle“ zum Lesen

Dreieinhalb Staffeln lang konnten wir uns Mick-Brisgau-Krimis nur im Fernsehen anschauen, jetzt können wir Fans Mick-Brisgaus Abenteuer nebst peinlichen kernigen Sprüchen in gedruckter Form nach Hause tragen und uns mit einem Bullen-Abenteuer in Buchform die Zeit zwischen zwei Folgen verkürzen.
Für authentische Bullen-Qualität bürgt der Autor, Stefan Scheich, der auch einer der Headwriter der Serie ist.
Wir haben vom List-Verlag ein Rezensionsexemplar bekommen, und sagen euch, ob Mick auch in Buchform die volle Zippo-Punktzahl abliefert… weiterlesen…

Männerwünsche: Buch „Die 199 besten Actionfilme &-serien“

Ein Mann muss wissen, was er will. Das gilt besonders in der Weihnachtszeit, denn wenn man den Lieben aus der Familie sagt „Ich hab keine besonderen Wünsche…“ landen unfehlbar Socken, Krawattennadeln oder ein schmuckes neues Warndreieck unterm Weihnachtsbaum. Das soll nicht sein. Deshalb geben wir für die Kollegen, die tatsächlich nicht wissen, was sie sich wünschen sollen, mit unserer Serie „Männerwünsche“ bis zum 24.12. Entscheidungs- bzw. Wunschhilfen. 

Für Freunde des gepflegten Action-Films wäre nur eine Bluray mit dem Lieblings-Actionfilm ein schöneres Weihnachtsgeschenk als „Die 199 besten Actionfilme & -serien“. Da aber richtige Action-Filmfans ihre Lieblingsfilme längst auf Disc haben, ist man auf der sicheren Seite, wenn man dieses Buch verschenkt oder auf den eigenen Wunschzettel setzt. weiterlesen…

Männersache Rasieren – die Nassrasur-Bibel

Schon nach wenigen Seiten wird klar, was Christian Rieck mit seinem Buch  Männersache Rasieren – Handbuch für den Rasur-Aficionado“ bezweckt: Rieck will das endgültige Nassrasur-Kompendium schreiben, das jeder Anfänger zur Hand nimmt, der sich mit Pinsel und Rasierapparat im Gesicht herumfuhrwerken möchte. Die Schaum-und-Klingen-Bibel, auf die ein Mann beim Schwur, niemals einen Elektro-Rasierer an die Stoppeln zu lassen, die Hand legt. Und wenn man das Buch nach der Lektüre von stattlichen 366 Seiten aus der Hand legt, möchte man dem Mann anerkennend auf die Schulter klopfen: tolle Leistung! weiterlesen…

Buchtipp „No Limits – Extremsport“

Wenn Du Dich noch zu jung für den Golfplatz fühlst: Es gibt noch Sportarten jenseits von Fußball und Eishockey, die den ganzen Kerl fordern. Hast Du schon mal was von Big Wave-Surfen, Klippenspringen, Extrem-Mountainbiking oder Apnoe-Tauchen gehört?

In „No Limits – Extremsport – Die letzten Abenteurer dieser Erde“ geht es um Extrem- und Trendsportarten, die eine unglaubliche Faszination ausüben. Mit wirklich atemberaubenden Fotos und packenden Reportagen werden Extremsportler auf ihrer Jagd nach diesen unglaublichen Leistungen begleitet. In dieser Welt zählt der Instinkt oft mehr, als Wissen. Sekunden entscheiden manchmal über Leben und Tod.

Wenn du zum Beispiel wissen willst, warum Ross Clarke-Jones am liebsten am Limit surft, was Christian Redl, der Eistaucher an einem eiskalten Tag im März auf einem kleinen See in den Alpen bei Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt erlebt hat oder wie Mike Horn Einsamkeit, Eisbären und eisige Temperaturen in 824 Tagen um den Polarkreis ertrug, dann solltest du dir dieses Buch einmal genauer anschauen!

Weitere Themen: Ozeanrudern, Langstreckenschwimmen, Kajak Extrem, Klettern, Freeskiing, Expedition, Objektspringen, der „Missile Man“ (drei Jahre lang plante Felix Baumgartner das Projekt „Channel Crossing“ – der Versuch, ohne Flugzeug oder Gleitschirm von England nach Frankreich zu fliegen), Mountainbike Extreme und Freestyle Motocross.

Autoren: Stephan Bernhard / Melanie Schönthier
ISBN: 978-3-613-50512-4
Preis: 39.90 € / 66.00 sFr

Das beste kommt zum Schluss: Es gibt 1 Exemplar dieses wunderschön ausgestatteten Buchs zu gewinnen. Wie beim letzten Mal suchen wir wieder eine möglichst abgefahrene Bildunterschrift, und zwar für dieses Foto:

Ihr habt eine Woche Zeit, euch was auszudenken und hier in die Kommentare zu posten. Am Donnerstag, den 15. 9. 2011 um 12 Uhr mittags ist Teilnahmeschluss, die Kommentare zu diesem Beitrag werden geschlossen, und eine unabhängige Expertenkommission bestehend aus Stefan P. Wolf, Chris Kurbjuhn und Robert Hill wählt den originellsten Beitrag aus. Von der Teilnahme ausgeschlossen sind alle Mitarbeiter von nassrasur.com und die Autoren dieses Blogs. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Viel Spaß!

Foto: Josh Work (Viking Zippy) (CC-BY-ND 2.0)

Der Klassenprimus hat ein Buch geschrieben

Trainiert Philipp nicht oft: Das Fassen an die eigene Nase

Philipp Lahm gilt allgemein als so eine Art Vorzeige-Schwiegersohn. Mit dem würden Mütter ihre Töchter gern verheiraten: strebsam, fleißig, karriere-orientiert, verdient gut… und ein Buch hat er jetzt auch noch geschrieben. Mit 27 Jahren die erste Autobiographie (okay, Daniel Küblböck hat das mit 19 geschafft, dürfte aber als potenzieller Schwiegersohn trotzdem weniger Chancen haben als der gute Philipp).
Das Buch erscheint erst nächsten Monat, aber in der BILD (einem Blatt, dem Philipp so innig verbunden zu sein scheint wie sonst nur der Loddahmaddäus) sind schon ein paar Passagen vorabgedruckt worden.

Nur mal ein paar Sätze, um einen Eindruck von Philipps geistiger Welt zu bekommen:

„Bei Klinsmann trainierten wir fast nur Fitness. Taktische Belange kamen zu kurz. Wir Spieler mussten uns selbständig zusammentun, um vor dem Spiel zu besprechen, wie wir überhaupt spielen wollten.

Nach sechs oder acht Wochen wussten bereits alle Spieler, dass es mit Klinsmann nicht gehen würde. Der Rest der Saison war Schadensbegrenzung.“

„Bei mehreren Gelegenheiten spreche ich das Thema beim Trainer an. Er spricht gern und viel mit mir, aber am Ende entscheidet er immer so, wie er es für richtig hält. Und er hat weder Zweifel an sich noch an seinem System.
Ein guter Trainer verfügt über Autorität und eine Ausstrahlung, um seine Ideen auf die Mannschaft zu übertragen. Aber die Zeit der Trainer, die mit ihren Spielern nur reden, um ihnen Befehle zu erteilen, ist vorbei. Ein moderner Trainer muss seine Mannschaft zwar führen, aber er darf sie nicht gegen den Willen der Spieler zu einer Spielweise verpflichten, die der Mannschaft nicht angemessen ist!“

„Statt füreinander in die Bresche zu springen, zieht einer den anderen runter, lässt das falsche Wort zur falschen Gelegenheit fallen, zeigt mit demotivierender Körpersprache, dass er nicht mehr kann und, schlimmer noch, dass er nicht hundert Prozent geben will, und das reicht nicht auf diesem Niveau.“

Die Skatspieler unter den Lesern dieses Textes kennen diesen Typen: Einer, der einem hinterher, wenn die Partie gelaufen ist, haarklein erklären kann, was schiefgegangen ist. Wer schuld war, und warum. Analysiert er bis ins kleinste Detail. Hinterher. Und beim nächsten Spiel lässt er sich das blanke As wegstechen. Hinterher hätte er‘s natürlich besser gewusst. Weil hinterher eben doch etwas anders ist als vorher. Oder währenddessen.
Womit wir wieder beim Fußball wären. Da gibt‘s kein Nachkarten hinterher. Wenn der Schiedsrichter abpfeift, ist die Messe gelesen, da hilft keine neunmalkluge Analyse mit hätte, wäre, könnte gewesen sein. Deshalb braucht‘s auf dem Platz Kerle, die sofort eingreifen, wenn etwas schiefläuft. Die sofort etwas ändern, statt hinterher Interviews zu geben und schlaue Bücher zu schreiben. Wie der von Philinchen so arg gescholtene Jürgen Klinsmann. Der ist Europameister geworden. Und Weltmeister.
Und was ist Philipp? Schwiegermutters Liebling.

Foto by Steindy (Eigenes Werk) [GFDL or CC-BY-SA-3.0-2.5-2.0-1.0], via Wikimedia Commons

 

Lesetipp: Skippy stirbt

"Skippy stirbt"

»Skippy stirbt« handelt genau von dem, was im Titel steht. Was passiert, wenn Skippy stirbt. Skippy ist ein unscheinbarer, 14jähriger Junge, Schüler an dem irischen Traditions-Internat Seabrook. Er ist Mitglieder der Schwimm-Mannschaft, hoffnungslos verliebt in das schönste Mädchen der Nachbar-Schule und Opfer von Carl, dem psychopathischen, drogen-dealenden Schul-Schläger. Ein ganz normaler Typ, doch als er während eines Doughnut-Wettessens überraschend stirbt, entpuppt sich Skippy als der »Stift, der die ganze Maschinerie zusammengehalten hat«. Die Lücke, die Skippy hinterlässt, entpuppt sich als Schwarzes Loch, das das Leben seiner Freunde zu verschlingen droht: Das leben seines Zimmergenossen Ruprecht van Doren, der eine grandiose Karriere als verrückter Wissenschaftler vor sich hat und in die 11. Dimension vorstoßen will. Das Leben seines Geschichtslehrers Howard Fallon, der mit der eigenen Vergangenheit nicht ferig wird. Das Leben von Lori, dem Mädchen, in das er sich verliebt hat, und dass sich mitschuldig an seinem Tod fühlt.

»Skippy stirbt« ist schlichtweg das grandioseste Jungens-Buch seit »Huckleberry Finn«. Hier hat ein Autor (der Ire Paul Murray) sein Herz ganz weit aufgemacht und schildert die verschlungenen Wege, auf denen junge Kerle in die Erwachsenenwelt taumeln. Das ist gelegentlich tieftraurig, meistens hochkomisch und hinterlässt den Leser, wenn er die 750 Seiten dieses in 3 Bände aufgeteilten, göttlichen Schmökers hinter sich gebracht hat, in euphorischen Erinnerungen an die Figuren dieses Buchs und an die eigene Jugend.

Hinreißend, Grandios. Lesen und wieder jung werden!

„Skippy stirbt“ – ISBN 978-3-88897-700-8 – ist im Buchhandel als dreibändige Paperbackausgabe im Schuber für 26 € zu haben.