Schlägereien der Sonderklasse: Jackie Chan – mit einem Lächeln

Früher gehörte sie zum Männer-Film wie der Kronkorken auf die Bierflasche: die deftige, unterhaltsame Schlägerei, bei der schon mal ein Saloon komplett zu Bruch gehen konnte. Leider hat sich der klassische Barroom Brawl als ziviler Zeitvertreib des weltläufigen Mannes aus der Filmgeschichte fast vollkommen verabschiedet und ist der stillosen, dumpfen  Gewaltausübung gewichen. Das finden wir schade und wollen auf „Männer unter sich“ gegensteuern: mit einer kleinen Video-Serie erinnern wir an Filmschlägereien der Sonderklasse und fordern ihre Rückkehr in den Weltfilm. Und wenn der Weltfilm nicht auf uns hört, gibt’s was auf die Zwölf!

Einer der letzten ganz großen Meister der ironischen Film-Prügelei ist – natürlich – Jackie Chan. Schon seine ersten Drunken-Master-Choreographien überzeugten durch ihren überzogenen Unernst, und er hat dieses Stilmittel über Jahrzehnte (!) perfektioniert und zu seinem persönlichen Trademark ausgebaut. Die heute vorgestellte Prügelei ist aus „Under Control„, einem eher ungewöhnlichen Jackie-Chan-Film (tatsächlich handelt es sich um einen kühnen Mix aus Martial Arts und RomCom), und die Prügelei ist – für Chan – ebenfalls außergewöhnlich.

Chan-Kenner haben es längst gemerkt: das Ungewöhnliche an dieser Chan-Prügelei ist ihr Minimalismus. Wo Chan sonst jedes Requisit nutzt, dass er nur bekommen kann, gehen er und sein Kontrahent in dieser Auseinandersetzung sehr puristisch aufeinander los. Handschuhe, that’s all, folks. Dass die Schlägerei trotz ihrer für Filmverhältnisse enormen Länge von fast zehn Minuten nicht lang erscheint, ist eh schon eine choreographische Meisterleistung. Dass es Chan ohne seine übliche Requisitenschlacht gelungen ist, eine typische Chan-Schlägerei mit den wiederkehrendenUps and Downs, dem zündenden Einfall und dem Sieg von Witz und Geist über die rohe Kraft zu kreieren, zeugt von seinem Ehrgeiz und Können. Wobei ich das Gefühl nicht loswerden, dass der Schlägerei eine Wette zu Grunde liegt: „Wetten, zehn Minuten ohne Gimmicks, nur mit Boxhandschuhen kriegst du nicht hin!“

[Chuck der Woche] Rosa

Chuck Norris

Foto: Public Domain

Gestern war „Weltmädchentag“. Aus diesem Anlass ließ die UN weltweit bekannte Orte (Niagara-Fälle, die Pyramiden von Gizeh, sogar den Berliner Funkturm) in rosa beleuchten. Das war Tagesspiegel-Kolumnistin Susanna Nieder nicht recht, sie forderte irgendwas, vermutlich ein Verbot der Farbe rosa, so ganz hab ich das nicht verstanden. Ich bin aber gern beim Sammeln der Fakten zu dieser Problematik behilflich: Chuck Norris hat die Farbe Schwarz erfunden. Chuck Norris hat alle Farben erfunden. Außer Rosa. Tom Cruise hat Rosa erfunden.

[Roberts Blu-rays] The Nice Guys – Nett war gestern: Beste Unterhaltung

niceguys_coverIm Los Angeles der 70er Jahre verbünden sich der abgehalfterte Privatdetektiv Holland March und der Mann fürs Grobe, Jackson Healy, zu einem ungleichen Ermittlerduo. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach Amelia, der Tochter der Bezirksrichterin, die auf mysteriöse Weise verschwunden ist. Als March und Healy herausfinden, dass offenbar auch der Tod der Pornodarstellerin Misty Mountains mit Amelias Fall in Verbindung steht, nimmt die Angelegenheit eine neue Wendung: Die beiden Schnüffler schlittern geradewegs in eine Multi-Milliarden-Dollar-Verschwörung, die sie schon bald in Lebensgefahr bringt. Dass sie Marchs aufmüpfige Teenie-Tochter Holly bei ihren Ermittlungen im Schlepptau haben, sorgt bei den Männern für zusätzlichen Zündstoff, zumal ihnen die Kugeln von allen Seiten um die Ohren fliegen …
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[Werbung] Shell – #Helixheartbeatchallenge

102_kf_1369„Nun mach doch! Rühren! Rühren!“
„Spinnst du?“
„Nun rühr doch schon! Nein! Nicht so schnell!“
„Was soll denn das?“
„Kannst du nich ein bisschen sachte rühren? Das kann doch nicht so schwer sein…“
„Wie kommst du dazu…“
„Obacht! Das Eigelb! Es gerinnt! Es gerinnt!“
„Es ist noh nicht mal lauwarm.“
„Sagst du! Von hier sieht es aus als ob es gerinnt!“
„Sag mal, wie führst du dich in meiner Küche auf?“
„Genauso wie du auf dem Beifahrersitz.“ weiterlesen…