[Dem Chris seine Filme] Hoff the Record – David wird zum Facepalm-Goliath

HofftheRecord-Sleeve-final-RZ.inddUm Himmelswillen, David Hasselhoff! Was soll man zu dem Typen noch schreiben? Knight Rider, Baywatch, und dann diese unseligen Platten… was für eine peinliche Type! Oder eher nicht, denn „The Hoff“, wie er auch sich selbst nennt“, weiß ziemlich genau, dass die künstlerische Qualität seines Gesamtwerks im unterirdischen Bereich liegt. Und – das muss ich ehrlich zugeben – die Selbstironie, eine Mockumentary-Sitcom über den total abgehalfterten Schauspieler David Hasselhoff zu drehen, der grundsätzlich zu ALLEM bereit ist, nur um wieder ins Gespräch zu kommen… die hätte ich Hasselhoff nicht zugetraut. Genau das hat er mit „Hoff the record“ aber getan. Und ich hab mich schlapp gelacht. Seitdem ich die sechs Folgen der 1. Staffel dieser Serie gesehen hab, bin ich Hasselhoff-Fan. Ohne Scheiß.

Wie das schon anfängt! Hasselhoff landet in London, um in Großbritannien seiner Karriere einen neuen Schub zu geben. Begrüßt wird er von einem Fahrer, der sich nur dafür interessiert, ob er was mit Pam Anderson hatte, und von einer persönlichen Assistentin, die vollkommen neu im Job ist und bisher irgendein Orchideenfach studiert hat. Als erstes steht ein Casting auf dem Programm, und zwar ein Casting für ein David-Hasselhoff-Biopic. Richtig, „The Hoff“ muss vorsprechen, obwohl er sich selbst spielt. Natürlich bekommt er seine eigene Rolle nicht, weil ein Method Actor dem kunstbewussten Regisseur besser gefällt. Und gerade als man glaubt, dass auf den armen Mann kein Unglück mehr einprasseln kann, taucht Dieter auf. Dieter Hasselhoff. Aus Ostdeutschland. Ein unehelicher Sohn, von dem „The Hoff“ bisher nichts wusste.

4006448766351_b4So geht das sechs wunderbare Folgen lang. Ein absolut gekonnt zwischen totaler Verzweiflung und Buster-Keaton-Deadpan-Miene changierender Hasselhoff, ein total skurriler Cast und das konsequente Drehen an der Demütigungsschraube sind die Erfolgsgeheimnisse dieser genialen Sitcom. Ob Hasselhoff in einer Radioshow von einer Feministin düpiert wird, ob er sich im Debattierclub einer Public School rettungslos blamiert, ob er auf der Geburtstagsparty eines schießwütuigen Warlords aus Tergistan seine größten Hits singen soll oder unverhofft die Massen ausgerechnet als Pantomime begeistert… das ist ganz, ganz großes Facepalm-Kino, das ist ganz dicht am Großmeister dieser Disziplin, Larry Davids (Curb your Enthusiasm) dran. Ich freu mich schon auf die 2. Staffel, die in Großbritannien bereits gelaufen ist. Dolles Ding, Mr. Hasselhoff!

4006448766351_b3„Hoff the Record – Staffel 1“

  • Darsteller: David Hasselhoff, Fergus Craig, Ella Smith, Brett Goldstein
  • Regisseur(e): Natalie Bailey
  • Format: Dolby, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Englisch (Dolby Digital 2.0)
  • Untertitel: Deutsch, Englisch
  • Bildseitenformat: 16:9 – 1.77:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Polyband/WVG
  • Erscheinungstermin: 25. November 2016
  • Produktionsjahr: 2015
  • Spieldauer: 180 Minuten

4006448766351_b7Gewinnspiel:
Fa. Polyband hat uns freundlicherweise eine DVD von „Hoff the Record“ zur Verfügung gestellt. Wenn ihr die gewinnen und euch 180 Minuten über The Hoff und seine schrägen Freunde beömmeln wollt, dann gebt einen Kommentar zu diesem Post ab, in dem ihr eure Lieblings-Sitcom nennt. Eine kurze Begründung, warum ihr gerade diese Sitcom bevorzugt, wäre nett, ist aber nicht Bedingung. Zum Kommentieren habt ihr bis zum 2.12.2016 24 Uhr Zeit, dann schließen wir die Kommentare und lassen gegebenenfalls das Los entscheiden. Mitarbeiter von Polyband und nassrasur.com dürfen nicht mitmachen, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Spaß!

Update:
Einsendeschluss, wir haben gelost und Rudolf hat gewonnen. Wir danken allen Teilnehmern fürs mitmachen.

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8 Responses to [Dem Chris seine Filme] Hoff the Record – David wird zum Facepalm-Goliath

  1. Andreas Engel says:

    Meine Lieblings-Sitcom ist natürlich Big Bang.
    Weil man manchmal die eine oder andere Marotte der Protagonisten an sich selbst entdeckt.

  2. Tilman says:

    Im Kontext von MuS: „Coupling – Wer mit wem?“
    Die Serie nimmt das Paarungsverhalten junger, heterosexueller Erwachsener auf die Schippe, indem sie jeweils drei mehr oder weniger wahnsinnige, d.h. komplett normale Männer und Frauen aufeinander loslässt.
    Steves Brandreden über z.B. die Wichtigkeit abschließbarer Toilettentüren für Männer oder über den Sinn von Sofakissen (Youtube-Stichwort „Cushion rage“) muss man einfach gehört haben.
    Und Jeff…
    Steve: So, she’s gorgeous and you’re definitely in… what’s wrong this time?
    Jeff: This is the worst one ever! I can’t even talk about it!
    Steve: Jeff, Jeff. I know about the Giggle Loop, the Sock Gap, the Nudity Buffer and what you said to Audrey Watkins. Believe me there is nothing you can possibly say that will surprise me. So what’s the trouble?
    Jeff: I’ve got too many legs!

  3. platzger says:

    Cheers – Ab den Charakteren, insbesondere Norm, kann ich mich auch heute noch halb totlachen.

  4. Timo Kapprell says:

    Meine Lieblings Sit-Com ist: How I Met Your Mother.

  5. Pascal says:

    Auch wenn diese Sendung mittlerweile wirklich zu Tode gesendet wird: Meine Lieblings-Sit-Com ist Big Bang Theory. Finde allein die Grundidee, eine Serie über Nerds zu machen, fantastisch!

    Liebe Grüße

  6. Carsten says:

    Nikola. Walter Sittler in Kombination mit Mariele Millowitsch passte wie die Faust aufs Auge.

  7. Rudolf says:

    Büro-Büro.
    Vermutlich, weil Elfi Eschke damals genau meinem Beuteschema entsprach.
    Und die Folge über urbane Mythen war einfach wunderbar.