Vive le Normalität – Turniertagebuch Tag 20

Frankreich ist deutlich näher als Brasilien, trotzdem haben wir auch bei diesem Turnier keinen Sonderkorrespondenten vor Ort. Wir verfolgen die Spiele vor dem Fernseher. Zuhause, in der Kneipe, bei den Public Viewings, überall da, wo Männer sich treffen, die den Fußball lieben und leben. Wie bei jedem Turnier führt Chris Kurbjuhn spieltäglich ein Turnier-Tagebuch mit Kommentaren, Anekdoten, dummem Fußballzeugs und Erinnerungen an frühere Turniere. Football, bloody hell!

Eine gewisse Zeit lang (46 Jahre, um genau zu sein) habe ich mich gefragt, wie sich das anfühlen wird, gegen Italien zu gewinnen. Nun weiß ich es: Nach einem kurzen Flash des Triumphs kehrt Normalität ein. Italien ist zu einem sehr starken, aber normalen Gegner geschrumpft. Als Buffon die Tränen kamen, hätte er mir beinahe leid getan. Beinahe. Wir wollen ja auf dem Teppich bleiben.Mein „magic moment“ des gestrigen Abends war übrigens das Post-Match-Interview mit Boateng, in dem er Buffon ganz nonchalant als „der andere Torwart“ bezeichnete. Normalität also auch bei Scherohm.

Übrigens: Die deutsche Nationalmannschaft hat jetzt bei 6 Turnieren in Folge das Halbfinale erreicht. Wer da der Gegner sein wird, ist mir momentan ziemlich mumpe. Allerdings haben wir ja beim letzten Turnier vor zwei Jahren mit der Heimmannschaft ganz gute Erfahrungen gemacht. Warum also nicht Frankreich?

Mein Tipp für heute:
Frankreich – Island 2:1

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2 Kommentare zu Vive le Normalität – Turniertagebuch Tag 20

  1. Babypopo says:

    Hach, war dat schön.
    Nach den hundertzwanzig Minuten fühlte ich mich schon ausgepumpt, aber dann kam noch mal so ein auf und ab.
    Ich hab das ganze Haus zusammengebrüllt, als Hector den entscheidenden Elfer versenkt hat.

    Jetzt also gegen Frankreich. Das wird ein hartes Ding und sonderlich zuversichtlich bin ich da nicht.
    Aber wenigstens haben wir Italien besiegt. Endlich.

  2. Ich bin sehr zuversichtlich. Der Turnierausrichter pflegt im Halbfinale zu scheitern.

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