Männaschicksal und Männastolz zu Himmelfahrt: Der Mollenfriedhof

MollenfriedhofEr jehört für ville Männa zum Lebenslauf dazu wie der Haarausfall. Jenau wie die Jlatze iss ooch der Mollenfriedhof erblich bedingt. Schuld sind die Jene, die den Durscht nach dem joldenen Jerstensaft auslösen und den Mann dazu bringen, im Laufe der Jahre unzählije Mollen hinunta zu stürzen. Die eenen vafluchen ihren Bauch, denken voll Nostaljie an dit Sixpack ihra jungen Jahre und wollen der oda dem Liebsten nen festet Waschbrett präsentieren. Im Sportstudio versuchen se dem Schicksal nen Schnippchen zu schlajen.

Die anderen trajen ihren volla Stolz, trainieren lieba inna Kneipa und befüllen dit jute Stück fleißich weita. Warum ooch nich, schließlich liecht et sich hier wundervoll kuschlich weich uff nem Waschbärbauch und der Kopp vom Partna findet da den richtijen Halt zum Träumen.

Am Himmelfahrtstach iss denn allet ejal. Waschbrett und Waschbär sitzen zusammen , den Mollen jeht et reihenweise an den Krajen und die Friedhöfe schwillen an. Een Jebet bekommen die wenigsten, jeschweige denn nen Pastor. Wer so een richtija Kerl iss, der setzt dit Jlas an und stürzt die Molle mit eenem Mal hinunta: AUS UND VORBEI! Für lange Reden bleebt da eenfach keene Zeit. Darum sei den Mollen wenigstens hier jesacht: RUHET IN FRIEDEN!

Jeboren wurde ick in den 1960er Jahren als Axel Gödel mitten in Berlin. Da meene Eltern ooch schon hier dit Licht der Welt ablickten, bin ick somit een waschechta Berliner. Uffjewachsen in Kreuzberch, alernte ick nie Hochdeutsch. Deshalb treibe ick seit einijer Zeit uff Berlinerisch im World Wide Web meen Unwesen und vaöffentliche Kurzgeschichten und Blogartikel, unter anderem uff “Berliner Dialekt” und bei “Da kiekste, wa? – Berlin typisch“.

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