Dario Fo wird 90, Ritter auf Fahrrädern und männliche Ostern – die Links der Woche vom 18.3. bis 24.3.

Jeden Freitag auf “Männer unter sich”: Links, die uns während der Woche untergekommen sind – Sport, Cartoons, Reportagen, Hintergründe zu unseren Artikeln usw. Männliche Themen zum Wochenende, viel Spaß!

Ja, ist denn heut schon Freitag? Natürlich nicht. Heute ist Gründonnerstag, morgen ist Feiertag, und weil wir auch ein schönes, faules Osterfest haben wollen, gibt’s die Links mit Videos und Geschichten aus der Männerwelt schon einen Tag früher. Ist ein volles Osterkörbchen geworden…

Fußballtechnisch steckt die Bundesliga über die Ostertage in der sogenannten Länderspielpause. Merkwürdig, dass die so heißt, die so heißt, obwohl doch Länderspiele stattfinden. Wie dem auch sei, das Freundschaftsspiel Deutschland-England steht an. Deutschland-England, das sind sehr viele Geschichten. Schauen wir uns das 1990er Halbfinale noch mal an. Guckt am Schluss mal auf Beckenbauer und Niersbach. Ist lange her. So vergehen Männerfreundschaften.

Wenn ihr noch nach sinnvollen Freizeitbeschäftigungen für die Ostertage sucht, könnt ihreuch ja von diesen Bier-Spots inspirieren lassen…

Oder steigt einfach mal aufs Skateboard. Ist nicht schwer. Einfach loslegen, dann seid ihr schon bald so gut wie Richie Jackson (via kottke.org):

Ebenfalls ein interessanter Männersport: Ritterturniere auf Fahrrädern. Wer gleich ein- bzw. aufsteigen möchte und in der Hauptstadt wohnt: hier ist die Homepage von BärlinPedälBättle.

Bei uns gab’s diese Woche Huevos Rancheros alias Shakshuka. Hier ist Gordon Ramsays Variante (hat er von mir abgeguckt):

Lesenswert: die Geschichte einer Vater-Sohn-Beziehung, die furchtbar schief gegangen ist.

Im Frühstücksfensehen von Sat1 kam diese Woche eine einigermaßen erschütternde Reportage, über einen Vater, der in Hungerstreik getreten ist. Nachdem seiner Ex-Frau offenbar gegen den Willen des Kindes das Sorgerecht zugesprochen worden ist und sie den Jungen nach Peru entführt hat.

Noch ein Sorgerechtsstreit: zwischen Guy Ritchie und Madonna.

Brüssel? Heiner Flassbeck sagt: „Wie viele werden in den ‚Auffanglagern‘ in der Türkei, die doch als entscheidender Durchbruch bei der europäischen Flüchtlingspolitik gelten, abgleiten in eine Welt voller Hass auf all diejenigen, die an ihren Stammtischen und in ihren Bierzelten diesen ‚Durchbruch‘ feiern? Man kann die Zahlen fast mit Händen greifen.“ Den ganzen, sehr lesenswerten Kommentar findet ihr hier.

Tolle Reportage: Wie sich in Altötting Kapuzinermönche um Flüchtlingsjungen kümmern. (via Genderama)

Kiezneurotiker staunt über ein Plakat.

Ingo Appelt über Männer mit Humor und den perfekten Mann.

Dario Fo wird heute 90 Jahre alt. Ich fürchte, der Name wird einigen (vielen?) von euch nichts bis wenig sagen, aber vor dreißig, vierzig Jahren, als das Theater hierzulande noch eine kleine öffentliche Bedeutung hatte, war dieser Mann eine Art Halbgott, der mit respektloser und gleichzeitig saukomischer satire den Laden gewaltig aufgemischt hat. Schaut in das folgende Video unbedingt mal rein, auch wenn ihr nicht italienisch könnt. Nach anderhalb Minuten verfällt Fo in eine von ihm entwickelte Phantasie-Sprache, „Grammelot“. Die ist international verständlich. Und sehr, sehr komisch.

Und so langsam wird’s Zeit für den Jazz der Osterwoche, als Überleitung flog mir die aktuelle Guinness-Werbung zu.

Und damit sind wir beim Jazz der Woche, da machen wir zum 85. von William Shatner natürlich Star Trek. Die bei weitem beste Jazz-Version des Star-Trek-Themas stammt wohl von Maynard Ferguson (wir hatten schon mal eine andere von Eric Miyashiro). Die hier geht richtig ab.

Euch allen ein schönes Osterwochenende, live long and prosper! Viel Spaß!

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Ein Kommentar zu Dario Fo wird 90, Ritter auf Fahrrädern und männliche Ostern – die Links der Woche vom 18.3. bis 24.3.

  1. Francesco says:

    Hallo, ich komme aus Italien, und hier gefällt Dario Fo vielen kaum. Überallhin wurde seine Geschichte wohl versteckt (klar, er ist der „Weise“ der Linke…), aber er diente bis zum Ende des zweiten Weltkriegs , nicht als einfacher Soldat, sondern als freiwilliger Unteroffizier, bei den „Schwarzen Brigaden“ (Brigate Nere). Vor den öffentlichen Beschuldigungen und Kritiken hat er immer peinlich versucht, die Vergangenheit zu verhindern, auch mit Anklagen im Gericht (alle von ihm verloren…). Günter Grass und Horst Tappert sind für so was von der Öffentlichkeit fast „gelyncht“ worden…
    In den ´70 Jahren hat er den „Roten Brigaden“ (Brigate Rosse) mit fleißiger Unterstützung geholfen.
    Nach Umstand Rot oder Schwarz, aber immer Faschist geblieben…

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