Schlägereien der Sonderklasse: Bud Spencer und das magische Ruder

Früher gehörte sie zum Männer-Film wie der Kronkorken auf die Bierflasche: die deftige, unterhaltsame Schlägerei, bei der schon mal ein Saloon komplett zu Bruch gehen konnte. Leider hat sich der klassische Barroom Brawl als ziviler Zeitvertreib des weltläufigen Mannes aus der Filmgeschichte fast vollkommen verabschiedet und ist der stillosen, dumpfen Gewaltausübung gewichen. Das finden wir schade und wollen auf “Männer unter sich” gegensteuern: mit einer kleinen Video-Serie erinnern wir an Filmschlägereien der Sonderklasse und fordern ihre Rückkehr in den Weltfilm. Und wenn der Weltfilm nicht auf uns hört, gibt’s was auf die Zwölf!

Einige Bud-Spencer-Solo-Filme kann man beinahe komplett vergessen, einige gehen so, und dann ist da „Sie nannten ihn Mücke„, ein kleines dadaistisches Meisterwerk des Irrsinns. Bud Spencer spielt einen Fischer, der sich mit amerikanischen Soldaten (Typgerecht besetzt u. a. mit Raimund Harmstorf und Reinhard Kolldehoff) anlegt, dabei jede Menge Backpfeifen verteilt und ein Team trainiert, dass besagte Soldaten schließlich im American Football schlägt. Und warum tut er das? Weil er es kann.Auf jeden Fall hat „Sie nannten ihn Mücke“ eine selbst für einen Bud-Spencer-Film ungewöhnlich hohe Prügeleien-Dichte. Die Keilerei in der Bäckerei hatte wir schon, dann ist heute die Auseinandersetzung in der Kneipe dran. Klassischer Bud Spencer, bei dem ihr besonders auf das Ruder (mäht Gegner aus der Entfernung um) und den Rotwein-Freund achten solltet.

Und natürlich auf die Gesichter, die Harmstorf scneidet, wenn er sich die nächste Packpfeife einfängt.

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